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Die Linie A der Toulouser U-Bahn führt von Ost nach West durch die Stadt, während die Eröffnung der Nord-Süd-Linie für 2007 geplant ist. Das Nahverkehrssystem umfasst 55 Buslinien, von denen 6 nachts zwischen 22.00 und 01.00 Uhr verkehren. Informationen zum öffentlichen Verkehrsnetz sind bei Espace Transports am Place Esquirol erhältlich. Es gibt zahlreiche Parkmöglichkeiten und die energischen und flexiblen Fahrgewohnheiten der Anwohner sorgen dafür, dass der Verkehr in der Stadtmitte recht reibungslos abläuft.
Im Rahmen einer hervorragenden Umweltinitiative vermietet das örtliche Bus- und U-Bahn-Netz Semvat auch Fahrräder.
Der Internationale Flughafen Toulouse-Blagnac befindet sich 8 km nordwestlich der Innenstadt. Täglich sorgen über 30 Flüge für regelmäßige Verbindungen nach/von Paris (hauptsächlich Orly). Weitere tägliche oder nahezu tägliche Flüge bedienen zahlreiche andere Städte in Frankreich und Europa. Der Flughafen Toulouse-Blagnac wird alle 20 Minuten von einem Pendelbus angefahren. Die Fahrt bis zur Stadtmitte dauert etwa 20 Minuten.
Der moderne Busbahnhof liegt direkt im Norden des Bahnhofs, der wiederum etwa 1 km im Nordosten der Stadtmitte liegt. Bus- und Zugverbindungen zu den wichtigsten Städten, darunter auch spanische Ziele, sind im Überfluss vorhanden.
Im 12. und 13. Jahrhundert unterstützten die Grafen von Toulouse die Katharer. Drei Jahrhunderte später jedoch, während der Religionskriege, stellte sich die Stadt auf die römisch-katholische Seite. Zahlreiche Toulouser Kaufleute kamen im 16. und 17. Jahrhundert durch den Waidhandel (blauer Farbstoff) zu Wohlstand, der jedoch zusammenbrach, als die Portugiesen die Einfuhr von Indigo aus Indien aufnahmen. Das Toulouser Parlament herrschte von 1420 bis zur Revolution 1789 über die Region Languedoc.
Während des Ersten Weltkriegs wurde Toulouse zum wichtigen Zentrum für die Waffen- und Flugzeugfertigung. In den 1920ern flogen Antoine de St.-Exupéry, der Autor von Le Petit Prince (Der Kleine Prinz), und andere wagemutige Piloten die ersten Postflüge nach Nordwestafrika und Südamerika. Nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte sich Toulouse zum Zentrum der Luft- und Raumfahrtindustrie des Landes. Zu den hier gebauten Passagierflugzeugen gehören die Caravelle, die Concorde sowie Airbus und in den örtlichen Werken wurde außerdem die Ariane-Rakete gefertigt.
Über die letzten Jahre behielt Toulouse seine Vorreiterstellung im Bereich der europäischen High-Tech-Fertigung bei. Die Infrastruktur befindet sich weiterhin im Ausbau und zurzeit wird eine zweite U-Bahn-Linie angelegt. Im Bereich Industrie ist die Stadt auch als Standort für das Montagewerk der riesigen Airbus-Maschinen bekannt.
Toulouse konnte sich der Kehrseite der Schwerindustrie jedoch leider nicht entziehen. Im September 2001 forderte eine Explosion in der AZF-Fabrik dreißig Menschenleben und kostete die französische Regierung und Privatwirtschaft 2.200.000.000.
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