
Prag wird oftmals als die „goldene Stadt“ bezeichnet und ist in der der Tat einen Besuch wert. Die Altstadt von Prag wirkt verzaubernd wie ein lebendiges Museum. Es gibt täglich zahlreiche Konzerte und an vielen Ecken Straßenmusik. Man sollte sich einfach treiben lassen, und einfach genießen und den Besichtigungsplan vergessen... Die Orientierung ist in der Altstadt wegen der vielen engen Gassen sowieso sehr schwierig.
Kaum in der Hauptstadt Tschechiens angekommen, sind wir zu einer Bootstour auf der Moldau aufgebrochen und danach durch die Altstadt zwischen Wenzelsplatz und Karlsbrücke geschlendert.
Anfänglich fand auf dem Wenzelsplatz ein Pferdemarkt statt, heutzutage ist es der Touristenreffpunkt, wo man einen Kaffee trinken oder in Geschäftspassagen bummeln kann.
Der Wenzelsplatz gleicht im Grunde mehr einer Prachtstraße als einem Platz. Es ist eigentlich eine ca. 1 km lange Flaniermeile mit alten Hotels und Cafehäusern im Jugendstil, wie z.B.: das Ambassador, das Europe und das berühmte Hotel Jalta, in dem nach dem zweiten Weltkrieg geheime Treffe kommunistischer Spitzenpolitiker stattfanden und sich heute angeblich die Mafiabosse treffen.
Am unteren Ende dieser Platzes oder besser gesagt „Platzstrasse“ haben wir unser Mittagessen genossen: ein Hefegebäck, welches über offener Flamme karamellisiert wird und dessen Namen ich mir leider nicht merken konnte. Danach gingen wir zum oberen Teil des Wenzelplatzes wo sich das Wenzel-Standbild und die Jan Palach Gedenkstätte stehen (der sich aus Protest vor dem Regime selbst verbrannt hatte). In der Nähe befindet sich das Rotlichtmilieu der Prager Innenstadt.