Am liebsten schießt der Stürmer-Star des FC Bayern Tore, doch für uns hat er sich als exzellenter Vorbereiter betätigt. Der Weltmeister empfiehlt drei Rollertouren durch seine Heimat. Und jede ist natürlich ein Volltreffer!
Mein Traum: eine 150er GL von 1962 kaufen und sie selbst herrichten. Leider fehlt mir als Fußballer die Zeit. Und wer weiß, wann ich sie haben werde? Wahr ist, dass alle Italiener die Vespa lieben. Mein Bruder in Modena fährt damit zur Arbeit, um sich die Parkplatzsuche zu ersparen. Auch für Tagestouren sind Roller ideal. Im Hügelland entdeckt man hinter jeder Kurve etwas Neues. Als ich 16 war, sind wir mit 30 Leuten los und haben irgendwo gepicknickt. Besonders schön sind mittelalterliche Dörfer wie Verucchio oder Bertinoro, der Balkon der Romagna. An den Strecken in den Weinbergen findet man Kellereien und kleine Bars, wo man kurz anhält, um eine Piadina, Fladenbrot, zu essen. Ich vermisse auch das Meer. Zu Hause nehme ich oft die Küstenstraße zu meinem Strandbad I Figli del Sole in Cervia. Solche Ausflüge erinnern mich an die Zeit, als ich mit meiner ersten Freundin hinten auf der Bank zum Training fuhr. Wir sahen aus wie Gregory Peck und Audrey Hepburn in Ein Herz und eine Krone. Die Vespa ist ein stilvolles Gefährt, besonders in Gelb oder in Rot, der Farbe meiner Stadt Modena. Sollte sich mein Traum von der alten 150er erfüllen, ziehe ich, wenn alles blitzt, meine Lederjacke an, setze meinen Jet-Helm auf, binde mir einen Seidenschal um, und los gehts. Einem so coolen Roller muss man etwas Modisches entgegensetzen. Dann würde ich zu meiner Mutter fahren. Sie macht die besten Tortellini der Welt. Auch wenn sie nicht für Touristen kocht: Das Gefühl von Freiheit kann in meiner Heimat jeder erleben. Am besten auf einer Vespa.
Zur Tour 1: Rimini Verucchio Cesenatico "Vom Strand ins Mittelalter und zurück"