Beim Urlaub am Meer ist auf Quallen zu achten. Je nach der Art der Qualle kann der Kontakt mit den meterlangen Tentakeln zu scharfen brennenden Schmerzen führen, in einigen Fällen auch zu Fieber und Schock. So zum Beispiel bei der Portugiesischen Galeere, von der jetzt circa 500 Stück in der Meerenge von Gibraltar gesichtet wurden. Dabei handelt es sich um eines der gefährlichsten quallenähnlichen Tiere, das vorwiegend an den Küsten Australiens verbreitet ist, manchmal jedoch auch im Mittelmeer vorkommt. Daher Obacht am Urlaubsort: "Schauen Sie sich das Meer an, bevor Sie hineingehen und achten Sie auf Warnhinweise", empfiehlt Dr. Tomas Jelinek, Wissenschaftlicher Leiter des Centrum für Reisemedizin (CRM). Diesen Artikel weiter lesen
Immer wieder
kommen Menschen im Mittelmeer, aber auch in der Nord- und Ostsee mit Quallen in Kontakt. Am häufigsten treffen sie dort auf die Feuerqualle, die bis zu 30 Zentimeter groß ist. Ihre Fangfäden können bis zu fünf Meter lang sein und schmerzhafte Verbrennungen verursachen. Besonders unangenehm ist der Kontakt mit der Leuchtqualle. Sie lässt sich vor allem in den Sommermonaten im Mittelmeer treiben und fällt nachts durch ihr Leuchten auf. Diese Quallenart ist nur acht Zentimeter groß, kann aber bis zu zehn Meter lange, haarfeine Tentakeln ausbilden. Der Kontakt verursacht sehr schmerzhafte Verbrennungen, die oft längere Zeit nicht verheilen, sondern ständig nässen und erst allmählich vernarben.
Verletzt man sich trotz Vorsicht an einer giftigen Qualle, ist Ruhe zu bewahren - auch wenn der Schmerz groß ist. In diesem Fall ist sofort das Wasser zu verlassen. Keinesfalls darf mit der Hand an der verletzten Hautstelle gerieben werden, denn oft sitzen noch zahlreiche nicht geplatzte Nesselkapseln auf der Haut, die abgenommen werden müssen, ohne dass sie zerstört werden. Sie können mit Salzwasser (kein Süßwasser) abgespült oder mit einer Pinzette vorsichtig entfernt werden. Essig und Rasierschaum verhindern ein Aufplatzen der Kapseln. Nach dem Auftragen und Antrocknen können sie mit einem stumpfen Gegenstand abgeschabt werden. Wer weder Essig noch Rasierschaum zur Verfügung hat, kann die Haut an der Luft trocknen lassen und sie anschließend mit trockenem Sand abreiben. Doch Vorsicht: Das sollte nicht mit bloßen Händen geschehen, denn die Nesselkapseln können auch die Handflächen verbrennen. Eine Antihistamin-Salbe, wie man sie auch bei Insektenstichen einsetzt, kühlt. Bei größeren Verbrennungen sollte man jedoch sofort zum Arzt gehen.
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