
Entdecken Sie den Kakadu
Anreise und Transport im Park:
Etwa drei Fahrstunden von Darwin entfernt über den asphaltierten Natures Way Tourism Drive, bietet der Kakadu National Park die unterschiedlichsten Landschaftsformen, tosende Wasserfälle, die sich kaskadenartig in kleine Pools ergießen oder Feuchtgebiete mit pinkfarbenen Lotusblüten, in denen Salzwasserkrokodile leben. Zudem steht der National Park für die Kultur der Ureinwohner. Der Park kann das ganze Jahr über erkundet werden. Die Straβen zu den Hauptattraktionen sind asphaltiert, Unterkünfte gibt es in verschiedenen Kategorien. Um das wirkliche Outdoor Abenteuer zu finden, sollten Allradfans die spannenden Tracks und abgelegenen Campingplätze erkunden.
Wichtige Fakten:
Folgende Information sollte man unbedingt beachten wenn man in den Nationalparks des Northern Territories unterwegs ist:
- Zelten Sie nur in den dafür vorgesehenen Campingplätzen und hinterlassen Sie keine Abfälle. Haustiere sind in keinem der Nationalparks erlaubt.
- In einigen der Nationalparks im Northern Territory, wie z.B. der Kakadu Nationalpark gibt es Salzwasser Krokodile. Beachten Sie unbedingt die no swimming Warnungen!
- Gehen Sie vorsichtig mit offenem Feuer um. Legen Sie nur in den dafür vorgesehenen Stellen Feuer. Sollte ein Feuerverbot verhängt sein, benutzen Sie nur Gasbrenner.
- Vermeiden Sie es in der Nähe von Wasserstellen Seife und Duschgel zu verwenden das ins Wasser gelangen könnte.
- Alle Felsmalereien und die Tierwelt im Park sind geschützt. Füttern Sie keine Tiere und schädigen Sie keine kulturellen Stätten.
Klima:
Die folgende Tabelle zeigt die monatlichen Durchschnittstemperaturen
Jan - Feb
Min durchschnittliche Temperatur - 24C
Max durchschnittliche Temperatur - 31C
März - Apr
Min durchschnittliche Temperatur - 24C
Max durchschnittliche Temperatur - 32C
Mai - Sept
Min durchschnittliche Temperatur - 21C
Max durchschnittliche Temperatur - 31C
Okt - Dez
Min durchschnittliche Temperatur - 25C
Max durchschnittliche Temperatur - 32C
Für die lokalen Ureinwohner des Binij/Mungguy Stamms gibt es mehr als nur Regen- und Trockenzeit. Sie unterscheiden sechs Jahreszeiten in der Umgebung des Kakadu National Parks. Jede dieser Gezeiten beeinflusst ihren Lebensraum, das Nahrungsangebot und den Tagsablauf.
- Gunumeleng: von Mitte Oktober bis Ende Dezember ist die Zeit vor dem Monsun Monsun. Nachmittags bilden sich meist Gewitterwolken und regnen sich ab. Mit zunehmender Wasserfläche finden sich auch immer mehr Vögel ein und die Barramundi beginnen ihre Reise in die Flussmündungen zum Ablaichen.
Die Ureinwohner nutzten diese Zeit um ihre Lager von dem Schwemmland auf die Felsgebiete zu verschieben und sich so vor den Stürmen und dem herankommenden Monsun zu schützen.
Die Ureinwohner nutzten diese Zeit um ihre Lager von dem Schwemmland auf die Felsgebiete zu verschieben und sich so vor den Stürmen und dem herankommenden Monsun zu schützen.
- Gudjewg, von Januar bis März, kann als richtige Regenzeit beschrieben werden. Diese Zeit ist von Gewittern, heftigen Regenfällen und Überflutungen geprägt. Durch die Verbindung von Wärme und Feuchtigkeit explodiert die Pflanzen- und Tierwelt förmlich. Speergrass wächst auf über 2 Meter heran und führt zu einer silbrig-grünen Färbung der Steppen. Elstern nisten im Riedgrad. Warane und Schlangen suchen Zuflucht in Bäumen um den Überflutungen zu entrinnen. Gestrandete Tiere bieten eine gute Essensgrundlage für die Ureinwohner in dieser Jahreszeit.
- Banggerreng: im April werden die Regenwolken von blauem Himmel vertrieben. Die riesigen Wasserflächen versickern und die Bäche werden klarer. Die meisten Pflanzen tragen nun Frucht und Tiere ziehen ihren Nachwuchs heran. Gewaltige, stürmische Winde knicken die langen Speergräser und tragen deshalb den Namen Knick-sie-um-Stürme.
- Yegge: von Mai bis Mitte Juni ist es relativ kühl und die Luftfeuchtigkeit ist niedrig. In den frühen Morgenstunden liegt ein Nebel über dem Land und den Wasserstellen. Trockene Winde und die Blüte der Wildblumen kündigen den Ureinwohnern an, dass es nun an der Zeit ist das Steppland zu roden und so neues Wachstum für die grasenden Tiere zu fördern.
- Wurrgeng: von Mitte Juni bis Mitte August herrscht kaltes Klima. Die Luftfeuchtigkeit ist sehr niedrig mit Temperaturen um die 30°C tagsüber und unter 17°C in der Nacht. Die meisten Bäche sind versickert und die Flutgebiete trocknen schnell aus. Die Brandrodung wird weitergetrieben, wobei der nächtliche Tau das Feuer immer wieder erlischt. Tagsüber folgen Raubvögel den Flammen um ein paar der Insekten und Kleintiere zu erbeuten, die vor dem Feuer flüchten. Elstern, fett und schwer nach Wochen reichlichem Nahrungsangebot und unzählige andere Wasservögel tummeln sich um die schrumpfenden Wasserlöcher.
- Gurrung: von von Mitte August bis Mitte Oktober ist es heiß und trocken. Es gibt zwar immer noch reichlich Nahrung, die Ureinwohner jagen nun aber auch Schlangen und Schildkröten. Wasserschildkröten vergraben ihre Eier in den sandigen Böden auf Field Island und West Alligator Head und Warane warten darauf diese zu rauben. Schwalbenstare ziehen mit den Gewitterwolken heran und kündigen die Rückkehr der Gunumeleng Saison an.
|