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Die überschaubare Bar gleich an der Prenzlauer Allee verzichtet auf den Luxus einer ausgefallenen Deko. Leisten kann sie sich das, denn vom Ladenlokal, das hier einst beheimatet war, sind noch die blau-weißen Wandkacheln und die Bodenfliesen im Schachbrettmuster übrig geblieben. Die lassen einen nostalgischen Osthauch aufkommen und uns noch einmal in die Pioniertage Ostberlins zurückgeleiten. Neu ist das Aquarium, das seitlich neben der Theke schwebt. Der Raum ist geradezu winzig. Vielleicht zwanzig Personen finden auf den einfachen Barhockern und den Plastik-Wartezimmerstühlen aus der Siebziger-Kollektion Platz. Die hygienischen Einrichtungen jenseits der rückwärtigen Plastikfolie sind sicher größer als der eigentliche Barbereich. Im blassen Aquarium-Lichtschein plaudern junge Leute, größtenteils Studenten zur unterschwelligen Musik. Es herrscht die zeitlose Stimmung am Ende einer Party: irgendwann früh morgens und einfach nur schön.
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