Tränenpalast - Angaben
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Wer vor dem Mauerfall in der traurigen Grenzabfertigungsstelle an der Friedrichstraße stand und sich im Stillen über griesgrämig dreinblickende Uniformierte und unästhetische Zollkabinen ärgerte—und kurz davor stand, in Tränen auszubrechen—hätte sich kaum geträumt, dass der Fertigbau-Pavillon einmal unter Denkmalschutz stehen würde. Heute ist der S-Bahnhof Friedrichstraße wieder eine Durchgangsstation, offen nach beiden Seiten der Stadt. Der Pavillon wurde 1991 unter des Ägide des Organisationstalents Marcus Herold zum Podium für internationale Kultur und Lebensart befördert und reiht sich damit in die Tradition der Friedrichstraße als flotte Lebemeile ein. Allerdings schwingen im Tränenpalast nicht Tanzgirl-Reihen ihre nackten Beine durch die Luft, wie im nahen Friedrichstadtpalast: In der ehemaligen Grenzstation geht es avantgardistischer zu. Neben Variete und Theater-Performances liegt der Schwerpunkt der Veranstaltungen auf Jazz und Weltmusik, auf der experimentellen Suche nach Neuem. Dem Pavillon ist ein Biergarten angeschlossen, der zwar nahe an der Spree liegt, aber vollkommen in Asphalt und Stein untergeht.
Kontakt
- Nächste Haltestelle: Friedrichstraße: U6; S1, S2, S3, S5, S7, S9, S25, S75
- Stadtteil: Mitte
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- Kategorie: Veranstaltungsorte
- Redaktionstipp: Nein
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