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"Les bourgeois c'est comme les cochons!" hat Jacques Brel gesungen. Und der ist Belgier. In Kreuzberg stehen die "Bürgerschweine" für französische Küche. Das Schimpfwort passt natürlich vortrefflich auf den einstmals anarchistischsten Bezirk Berlins, der übrigens auch schon immer eine ausgefallene Feinschmeckeroase gewesen ist. Le Cochon Bourgeois hat sich erst vor wenigen Jahren in einer hübschen, selbstverständlich gutbürgerlichen Altbaustraße am Südstern niedergelassen. Es ist kein aufgestyltes Restaurant, sondern ein gemütliches, immer volles Bistro mit einfacher Holzeinrichtung, gehobener Küche und einem Pianisten, der klimpert, was die Tasten hergeben. Die Gäste laben sich an den gebratenen Wachteln auf Artischockenrisotto oder an der Bouillabaisse mit Knoblauchbrot. Die stadteigene und auswärtige Restaurantkritik (einschließlich der New York Times) ist voll des Lobes.
Das Essen war vorzüglich, die Weinempfehlung dazu perfekt. Ein sehr freundlicher und kompetenter Maitre und eine angenehme Atmosphäre. weiter so...
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