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Die Villa wurde zu Beginn des 17. Jahrhunderts entworfen, kurz nachdem Papst Paul V. Borghese den Papstthron bestiegen hatte. Der Stil ist denen der Stadtvillen des 16. Jahrhunderts nachempfunden. Der Parkanlage widmete man damals besondere Aufmerksamkeit, man schuf Volieren für exotische Vögel und belebte den Garten mit Pfaün, Straussen, Gazellen oder gar Löwen, wie in einem kleinen Tierpark. Später verwandelte sich der Park in einen Garten englischen Stils nach dem Entwurf des Gartengestalters Jacob Moore. Besonders schön ist der kleine See, den ein Gitterwerk umgibt, das die unregelmässige Form hervorhebt. Mitten im See befindet sich eine kunstvoll aufgeschüttete Insel mit einem kleinen, Äskulp, dem Gott der Heilkunde, gewidmeten Tempelchen. Berühmt ist die Piazza di Siena, auf der seit der Entstehung bis zum heutigen Tag spektakuläre Pferderennen ausgetragen werden. Es gibt dort auch Karusselle für die Kinder. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts öffnete Marco Antonio Borghese den Park zum ersten Mal der Öffentlichkeit. Er liess ein Manifest veröffentlichen, in dem er die Römer einlud, sich an der Schönheit der Gärten zu erfreuen.
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