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Am einen Ende der Liteinyi Prospekt findet man das lebhafte, lärmende Treiben der Nevskii Prospekt, am anderen geht sie in die Naberezhnaia Robesp'era über und zum Fluss Neva hinunter, wo es relativ ruhig ist. Die Dichterin Anna Akhmatova durchlebte hier einige schwierige Lebensphasen zur Zeit des zweiten Weltkrieges, wo viele ihrer Freunde und Familienangehörige den Säuberungsaktionen Stalins zum Opfer fielen. Weiter unten in Richtung des Flusses steht der Bolshoi Dom, ein riesiges Gebäude, dass dafür bekannt ist, dass hier Vernehmungen und Folterungen von Staatsfeinden durchgeführt wurden. Heute dient das Gebäude als Hauptzentrale des St. Petersburger FSB, des russischen Geheimdienstes. Der Bolshoi Dom ist immer noch ein furchteinflößender, imposanter Bau, nicht zuletzt wegen der ständigen Polizeipatrouillen in der Nähe und der Überwachungsantennen auf dem Dach. Die kunstvollen Bauten am einen Ende der Liteinyi Prospekt und die totalitären am anderen Ende zeugen nur zu deutlich von der Kreativität und gleichzeitig furchtbaren Geschichte dieser Stadt.
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