Sehenswürdigkeiten

Venezuela ist der ideale Ort, um ein wenig Nervenkitzel zu erleben. Besonders in MÉrida, der Hauptstadt fÜr Abenteuersportarten, kommt man auf seine Kosten. Hier gibt es das weltweit lÄngste Kabelbahnnetz und Gleitschirmfliegen, Mountainbiking, Wildwasserrafting, Kanufahren und/oder Wandern bieten fÜr jeden Besucher etwas.

Santuario Nacional de Nuestra SeÑora de Coromoto Santuario Nacional de Nuestra SeÑora de Coromoto

Das Santuario Nacional ist Venezuelas wichtigster Pilgerort, da hier 1652 der Schutzheilige Virgen de Coromoto erschienen sein soll. Der Legende zufolge hatte der IndianerhÄuptling Coromoto hier eine gÖttliche Erscheinung, die ihn und seinen Stamm aufforderte, zu den Weißen (den Spaniern) zu gehen und deren Religion anzunehmen. Der HÄuptling tat wie ihm geheißen, doch es bedurfte einer zweiten Erscheinung und seines anstehenden Todes, bis er schließlich das Christentum akzeptierte.

Ein Heiligenbild, das bei dem HÄuptling blieb, wurde spÄter in einer Kirche im nahe gelegenen Guanare in einen Schrein eingeschlossen, der nun seit Jahrhunderten ein Pilgerort ist. 1980 begannen die Arbeiten zum Bau einer neuen Kirche an der eigentlichen Stelle der Erscheinung. Der Bau wurde 1996 fertiggestellt.

Von außen sieht diese Kathedrale aus Beton wie eine Mischung zwischen einem Stadion, einem Spielberg-Raumschiff und einem Parkhaus aus. Von innen wirkt und klingt der Bau wie eine Konzerthalle. Großartige Buntglasfenster an der Wand hinter dem Altar stellen die Geschichte der Erscheinung in Bildern dar. Das Heiligenbild - ein kleines verblasstes ÖlgemÄlde - wird in einem aufwÄndig gestalteten Reliquienschrein hinter dem Altar aufbewahrt. Von einer hohen Aussichtsplattform bietet sich ein schÖner Panoramablick auf das umliegende Tiefland.

ArchipiÉlago Los Roques ArchipiÉlago Los Roques

Los Roques ist eine Gruppe von 300 leuchtenden Inseln und SandbÄnken im Meer nÖrdlich von Caracas. Anders als auf vielen karibischen Inseln gibt es hier keine Hotelanlagen, keinen Massentourismus und keine Kreuzfahrtschiffe. FÜr all diejenigen, die StrÄnde mÖgen und gern schnorcheln und tauchen, lohnt sich ein Ausflug auf jeden Fall.

Der gesamte Archipel wurde 1972 einschließlich der umschließenden GewÄsser (2211 km²) zum Nationalpark erklÄrt. Die meisten der Inseln sind bis auf Pelikane nicht bewohnt und kÖnnen mit einem Boot von Gran Roque aus besucht werden. Die umliegenden GewÄsser sind fÜr ihre Meeresfauna bekannt, besonders fÜr ihre Hummer.

Salto Ángel Salto Ángel

Der Angel-Fall ist der weltweit hÖchste Wasserfall und Venezuelas Touristenattraktion Nummer eins. Die GesamthÖhe ist 979 m, wovon 807 m direkter Fall sind, ungefÄhr 16 Mal so hoch wie bei den NiagarafÄllen. Der Wasserfall ergießt sich Über den herzfÖrmigen Auyantepui, einer der grÖßten tepuis (Sandsteintafelberge), in den Devil's Canyon.

Der Angel-Fall ist nicht nach einem gÖttlichen Wesen benannt, sondern nach einem amerikanischen Buschpiloten. Jimmie Angel landete seine Viersitzermaschine 1937 auf der Suche nach Gold auf dem Auyantepui.

Der Wasserfall befindet sich inmitten der abgelegenen, Üppigen Wildnis, abseits aller Straßen. Die meisten Besucher, die mit dem Boot kommen, Übernachten in einem der Camps am unteren Ende des Wasserfalls in HÄngematten. Der Trip flussaufwÄrts, die umliegende Gegend und das Übernachten im Camp sind beinahe so beeindruckend wie der Wasserfall selbst.

Delta del Orinoco Delta del Orinoco

Das Delta del Orinoco ist ein dichtes grÜnes Labyrinth aus Inseln, KanÄlen und MangrovensÜmpfen, das sich auf einer FlÄche so groß wie Belgien erstreckt. Dies ist eines der grÖßten Flussdeltas der Erde und wird Reisende mit Entdeckerdrang nicht enttÄuschen. BrÜllaffen, hungrige Piranhas und schreiende Papageienwolken sind nur einige der Arten, die jedem Naturliebhaber das Herz hÖher schlagen lassen.

Der Río Orinoco erreicht in seinem niederen Flusslauf eine Breite von 20 km, bevor er sich in etwa 40 große KanÄle teilt (und ungefÄhr 250 kleinere), die Über einen 360 km langen Abschnitt der AtlantikkÜste ausfließen. Das Delta ist ein reichhaltiger Lebensraum, auch fÜr die eingeborenen Warao-Indianer, die als "Kanu-Volk" bekannt sind.

Tucupita ist die Landeshauptstadt und Basis fÜr alle Abenteuer im Delta del Orinoco: Hier kann man unabhÄngige FÜhrer mieten oder Touren und Bootstrips organisieren.

Roraima Roraima

Der Roraima ist ein stattliches tepui (Sandsteinplateau), das mit 2810 m HÖhe bis in die Wolken reicht. Hier finden Wanderer und Naturliebhaber ein Venezuela vor, wie es ursprÜnglicher und unberÜhrter nicht sein kann. Die bis 1884 unerforschte kahle Landschaft erwartet Besucher mit seltsamen Felsformationen und eleganten FelsbÖgen, kleinen WasserfÄllen, glitzernden Quarzablagerungen und fleischfressenden Pflanzen. Durch den hÄufigen Nebel bekommt man das GefÜhl, in einer anderen Welt zu sein.

Der Aufstieg dauert in der Regel zwei Tage (12 Stunden Aufstieg und 10 Stunden zurÜck) und auf dem Weg bis zum Gipfel befinden sich mehrere Camps - ein gutes Allwetterzelt ist ein Muss! FÜhrer und TrÄger kÖnnen in San Francisco de Yuruaní oder Paraitepuí gemietet werden. Wer keine eigene AusrÜstung hat, kann den Aufstieg auch als All-inclusive-Tour machen. Oben angekommen, kann man sich auf dem Plateau leicht verirren, deshalb ist es wichtig, einen guten BergfÜhrer zu haben.

Río Orinoco Río Orinoco

Mit 2150 km ist der Orinoco SÜdamerikas drittlÄngster Fluss. Er entspringt an der brasilianischen Grenze im SÜden des Landes und fließt an der NordostkÜste in ein breites Flussdelta. Die unzÄhligen bewaldeten Inseln, die das Delta ausmachen, bieten den StelzenhÄusern der Warao-Fischer ein Zuhause.

Am Niederlauf des Orinoco liegt die ehemalige Hauptstadt Ciudad Bolívar (vorher Angostura), eine heiße Stadt mit einer glorreichen Geschichte, die noch immer viel von ihrem kolonialen Charme versprÜht. Hier hatte Simón Bolívar seine Basis fÜr die letzte Phase des UnabhÄngigkeitskrieges.

Die meisten Besucher von Ciudad Bolívar sind auf der Durchreise nach Canaima, der spektakulÄren Stadt am Río Carrao direkt unterhalb eines Flussabschnitts mit sieben beeindruckenden WasserfÄllen. In der NÄhe befindet sich in einem Nebenfluss der Salto Ángel (Angel-Fall), der weltweite hÖchste Wasserfall mit einem GefÄlle von 807 m (16 Mal so hoch wie die NiagarafÄlle). Weiter im SÜdosten ist die faszinierende Landschaft Gran Sabana mit ihren tepuis (Plateaus) und simas ("SchwindungshohlrÄume" des Dschungels mit bis zu 350 m Breite, die von kahlen Kliffs umgeben sind).

Caracas Caracas

Ein kosmopolitischer Cocktail auf der Überholspur - Caracas ist hart, versprÜht aber auch Charme.

Caracas ist von grÜnen bewaldeten HÜgeln umgeben und schafft es, die ganz Reichen und verzweifelten Armen innerhalb der Grenzen einer einzigen chaotischen Stadt zusammenzuzwÄngen. Dieses Ungleichgewicht zeigt sich in den sauberen Wolkenkratzern der Stadt und den windschiefen Shanty Towns, die die umliegenden HÜgel einnehmen.

Caracas ist nicht gerade eine Inspiration fÜr die Liebe, kann aber bei unerschrockenen Reisenden durchaus romantische Anwandlungen hervorrufen. Umweltverschmutzung, Armut und ÜbervÖlkerung bestimmen zu Beginn die gesamte Wahrnehmung der Stadt. Bei einem genaueren Blick erkennt man jedoch auch Caracas' Reichtum an internationaler KÜche, edlen Hotels, Theatern, Mode, Museen, GeschÄften und Nachtclubs.

Caracas ist das unbestrittene Zentrum von Venezuelas politischem, wissenschaftlichem, kulturellem und intellektuellem Leben. Die Stadt durchlÄuft die ganze Skala von progressiver Kunst, Architektur und Mode bis hin zu den Shanty Towns. Die Stadt ist auch das geographische Zentrum der karibischen KÜstenlinie des Landes und bietet sich somit als Ausgangspunkt zur Entdeckung vieler Natur- und KulturschÄtze Venezuelas an.

Dschungel am Amazonas Dschungel am Amazonas

Die sÜdliche Amazonasregion ist gekennzeichnet durch einen dichten tropischen Regenwald, wird von FlÜssen durchkreuzt und bietet einigen isolierten IndianerstÄmmen ein Zuhause. Die bezaubernde Stadt Puerto Ayacucho ist voller Tourenanbieter, die nur darauf warten, Besucher tief in den venezolanischen Amazonas an den FlÜssen Orinoco, Sipapo oder Autana zu entfÜhren.

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