Bis 1999 Bankrott angemeldet wurde, war Avensa (und ihr Ableger Servivensa) die größte nationale Fluggesellschaft Venezuelas. Seitdem operiert sie nur noch in kleinerem Rahmen. An ihre Stelle ist Aeropostal getreten, eine Fluglinie mit einem Netzwerk, das die meisten größeren Reiseziele im Inland umfasst. Daneben gibt es noch ungefähr ein halbes Dutzend kleinerer Unternehmen, darunter Aserca, Laser und Avior, die verschiedene ländliche Regionen bedienen. Da es in Venezuela kein Eisenbahnnetz gibt, stellt der Bus in den meisten Teilen des Landes das Hauptverkehrsmittel dar. Die öffentlichen Busse sind in der Regel schnell, zuverlässig und bequem. Vom Hauptbusbahnhof in Caracas fahren zahlreiche Busse in fast jede Ecke des Landes und da die Konkurrenz groß ist, sind die Preise durchaus erschwinglich.
Mit einem Motorrad oder Auto ist man besonders flexibel, aber ob man sein eigenes Auto ins Land bringt oder sich vor Ort einen Mietwagen zulegt, das Selbstfahren ist ein teures Vergnügen. Außerdem nimmt man es in Venezuela mit den Verkehrsregeln nicht so genau, wodurch sich der Straßenverkehr für landesunkundige Fahrer recht abenteuerlich gestalten kann. Es gibt zahlreiche Wach- und Polizeiposten, an denen gehalten werden muss, und Reisende sollten unbedingt den Anweisungen Folge leisten und darauf gefasst sein, ihre Papiere vorzeigen zu müssen oder durchsucht zu werden.
Im Nahverkehr sind vor allem billige, aber meistens überfüllte Busse sowie preiswerte Sammeltaxis im Einsatz. Caracas besitzt ein modernes, effizientes und preisgünstiges U-Bahnnetz.
Flüge nach Caracas verkehren regelmäßig von den USA und Großbritannien. Aus Australien und Neuseeland sind Um-die-Welt-Flugtickets die billigste und flexibelste Möglichkeit, nach Caracas zu kommen. Flüge aus anderen süd- oder zentralamerikanischen Ländern nach Venezuela sind nicht einfach und/oder nur für viel Geld zu bekommen, daher ist eine gute Reiseplanung wichtig.
Von den USA aus können abenteuerlustige Besucher auf dem Seeweg einreisen, indem sie an einem von mehreren Häfen am Golf von Mexiko einen Frachter besteigen. Alternative: Zwischen Venezuela und den Kleinen Antillen bestehen Fährverbindungen - nicht jedoch zu den Niederländischen Antillen.
Straßen verbinden Venezuela mit Kolumbien und Brasilien, aber es gibt keinen Landweg aus Guayana. Wer den gefährlichen Grenzübergang El Amparo de Apure-Arauca oder Puerto Páez-Puerto Carreño nach Kolumbien überschreiten möchte, sollte sich vorher bei seiner Botschaft in Venezuela nach dem aktuellen Stand der Sicherheitslage erkundigen. Seit im März 1995 kolumbianische Guerillas venezolanische Grenzposten angegriffen, sind auf beiden Seiten der Grenze Truppenverbände zusammengezogen worden.
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