Sehenswürdigkeiten

Obgleich Tunesien gerade erst die WandermÖglichkeiten entdeckt, gibt es zahlreiche Angebote in den Sportarten wie DÜnen-Skifahren, Kamel-Trekking und Landsegeln. Auch die Beobachtung von VÖgeln ist sehr beliebt, da Tunesien ein wichtiger Rastplatz fÜr die WandervÖgel ist. Die meisten AktivitÄten konzentrieren sich jedoch auf die feinen StrÄnde des Landes, an denen der Sportbegeisterte Schwimmen, Schnorcheln und Windsurfen kann.

Das Kolosseum von El-Djem Das Kolosseum von El-Djem

Das Kolosseum von El-Djem, das als Welt-Kulturerbe eingestuft wurde und hÖchstwahrscheinlich das einzige und besonders eindrucksvolle rÖmische Bauwerk in Afrika ist, ist in der rÖmischen Welt auch das DrittgrÖßte seiner Art. Zur besten Zeit bei Sonnenaufgang wirkt das Kolosseum Überragend und mÄchtig; es hat jedoch genÜgend Ruinen, um die Geister aus lÄngst vergangenen Zeiten wieder aufleben zu lassen.

Im Sommer wird die Arena, in der die Gladiatoren einst um ihr Leben kÄmpften, fÜr Konzerte genutzt; wir sind jedoch sicher, dass Sie einen besseren Veranstaltungsort finden werden.

Museum von Bardo Museum von Bardo

Das Museum von Bardo ist das beste Museum von Tunesien. Diese wunderbare Sammlung, die sich in einem ruhmreichen Palast befindet, ist ein absolutes Muss und vermittelt einen Eindruck vom Leben in frÜheren Zeiten. Die zahlreichen und unglaublich gut erhaltenen Mosaiken mit ihren Darstellungen der GÖtter beim Festmahl und bei der Landwirtschaft, sind beeindruckend und gehÖren zu den Ältesten Mosaiken Afrikas. Hier befinden sich auch die wertvollen Mosaiken von Bulla Regia.

Cave d'Ali Berbere Cave d'Ali Berbere

Ali ist ein liebenswerter alter Mann, der behauptet, dass die HÖhle, die von zahlreichen SteinsÄulen abgestÜtzt wird, aus der Zeit der RÖmer stammt. Er demonstriert, wie damals TÖpfereien hergestellt werden, klettert in eine riesige Amphore und zeigt, wie sich Ali Baba und seine 40 RÄuber verstecken konnten, und begleitet Sie zu einer altertÜmlichen Olivenpresse im Untergrund.

Sufetula Sufetula

Sufetula, eine der am besten erhaltenen rÖmischen StÄdte, ist von Tempeln, monumentalen BÖgen und Badekomplexen einer alten Zivilisation ÜberhÄuft, die wirklich zu leben wusste. Mit seinen Basiliken aus der byzantinischen Ära und seinem entlegenen, vom Winde zerzausten Standort am Ende der Welt lÖst diese Gegend die gleichen GefÜhle wie zahlreiche andere Standorte aus.

Karthago Karthago

Karthago, gegrÜndet von den PhÖniziern und Heimat von Hannibal, war eine der grÖßten StÄdte in der altertÜmlichen Welt. An diesem Ort bleibt der natÜrliche Glanz mit Üppiger Vegetation und einem exzellenten Blick Über den Golf erhalten. Zu den HÖhepunkten gehÖrt das Museum und das ausgegrabene Viertel auf dem ByrsahÜgel, die BÄder aus der Antoninischen Dynastie, die HÄfen der Puniker, das rÖmische Amphitheater und die OpferstÄtte Tophet.

Trotz der faszinierenden Geschichte von Karthago und der dominierenden Position, die die Stadt in der altertÜmlichen Welt hatte, haben die RÖmer die Stadt so grÜndlich zerstÖrt, dass die Ruinen heute etwas enttÄuschend sind. Die meisten Überreste sind rÖmischen Ursprungs. Es gibt sechs Haupt-Aussichtspunkte, von denen man ein großes Gebiet Überblicken kann. Obwohl die Strecke der TGM (Leicht-Eisenbahn) mitten durch das Gebiet verlÄuft, ist ein gewisser Fußmarsch unvermeidlich.

Der beste Ausgangspunkt ist der ByrsahÜgel, von dem man das gesamte GelÄnde Überblicken kann. Zu seinen FÜßen liegt das massive L'Acropolium (Kathedrale St Louis), ein von den Franzosen im Jahr 1890 gebauter Schandfleck, der dem Heiligen KÖnig aus dem 13. Jahrhundert gewidmet ist, nachdem er 1270 auf dem unglÜcklichen 8. Kreuzzug starb. Das Nationalmuseum ist das große weiße GebÄude an der RÜckseite der Kathedrale, und dessen AusstellungsstÜcke, die erst kÜrzlich auf Vordermann gebracht wurden, sind auf jeden Fall einen Blick wert. Die Puniker-Ausstellung im oberen Geschoss ist besonders gut.

Das rÖmische Amphitheater westlich des ByrsahÜgels und 15 Gehminuten vom Museum entfernt, soll einmal das grÖßte Amphitheater des rÖmischen Reiches gewesen sein, obwohl heute nicht mehr viel von seinem Glanz zu sehen ist, nachdem in spÄteren Jahrhunderten viele seiner Steine fÜr andere Bauprojekte geklaut wurden. Die riesigen Zisternen nordÖstlich vom Amphitheater waren in der RÖmerzeit die wichtigste Wasserversorgung von Karthago - jetzt sind es nur noch Ruinen und auf Grund der stechenden Kakteen kaum die MÜhe wert.

Die BÄder aus der Antoninischen Epoche liegen direkt an der KÜste und beeindrucken in erster Linie auf Grund ihrer GrÖße und Lage. Das Magon-Viertel ist ein weiterer archÄologischer Park, der sich in der NÄhe der KÜste und sÜdlich der BÄder befindet und nur wenige BlÖcke entfernt ist. Bei kÜrzlichen Ausgrabungen konnte ein interessantes Wohngebiet freigelegt werden.

Das bedrÜckende Tophet war eine OpferstÄtte mit dazugehÖrigem Friedhof, auf dem die Kinder der Adeligen von Karthago getÖtet und gebraten wurden, um die Gottheiten Baal Hammon und Tanit zu besÄnftigen.

Die Halbinsel Cap Bon Die Halbinsel Cap Bon

Diese fruchtbare Halbinsel erstreckt sich nordÖstlich von Tunis in das Mittelmeer. Geologen vermuten, dass sie einst bis nach Sizilien reichte und eine Landverbindung nach Europa bildete, die erst vor 30.000 Jahren im Meer versank.

Heute ist Cap Bon - insbesondere die sÜdÖstlichen StrÄnde in der NÄhe von Hammamet und Nabeul - Tunesiens wichtigstes Ziel der Pauschaltouristen. Wenn Sie im Sommer durch die Straßen von Hammamet schlendern, werden fÜr Sie vermutlich fÜr jeden Einheimischen 10 Touristen sehen, und dies wird sich auch - abgesehen von einer kurzen Pause in der Mitte des Winters - niemals Ändern.

Durch seine Lage am nÖrdlichen Ende des Golfes von Hammamet ist - genau so wie seine Medina - ein großer Anziehungspunkt. Es ist aber auch eine lebendige Stadt, die vor Discotheken, Restaurants und bunten GeschÄften nur so wimmelt. In der NÄhe von Nabeul gibt es zahlreiche gÜnstige UnterkÜnfte. Der Markt von Nabeul, der jeden Freitag stattfindet, ist der lebhafteste Markt von Tunesien.

Auf halber Strecke zwischen KÉlibia und El-Haouaria liegt die relativ unbekannte Stadt Kerkouane, die im 6. Jahrhundert v. Chr. gegrÜndet wurde und bereits 300 Jahre existierte, bevor sie von den RÖmern zerstÖrt wurde. Sie wurde 1962 ausgegraben. Die kleine Stadt El-Haouaria liegt unter der gebirgigen Spitze von Cap Bon. Die Hauptattraktionen sind die rÖmischen HÖhlen an der KÜste, die sich 3km westlich der Stadt befinden.

Tunis Tunis

Im Vergleich zu den meisten Mega-StÄdten der Welt vermittelt Tunis eher den Eindruck einer Großstadt. Das Stadtzentrum ist kompakt und Übersichtlich, wobei sich alle Ziele, die fÜr den Reisenden wichtig sind, innerhalb der Medina und der kompakten ville nouvelle befinden.

Die Medina ist der historische und kulturelle Mittelpunkt des modernen Tunis und der optimale Ort, um sich einen Eindruck vom Leben in der Stadt zu verschaffen. Das im 7. Jahrhundert n. Chr. gebaute ville nouvelle verlor seinen Status als Mittelpunkt von Tunis, als die Franzosen die Stadt Übernahmen und ihr ville nouvelle am Ende des 20. Jahrhunderts aufbauten.

Eine der Ältesten SehenswÜrdigkeiten der Medina, die Zitouna-Moschee, wurde im 9. Jahrhundert Über der ursprÜnglichen Konstruktion aus dem 7. Jahrhundert aufgebaut. Die Baumeister nutzten dabei 200 SÄulen aus den Ruinen des rÖmischen Karthagos fÜr die zentrale Gebetshalle. Ihre Nase wird Ihnen helfen, den Namen des nahegelegenen Souq el-Attarine zu Übersetzen: Das Souq der Perfum-Hersteller.

An den Straßen der Ville Nouvelle sind alte franzÖsische GebÄude mit schmiedeeisernen GelÄndern und Jalousiefenstern zu bewundern. Das Bardo-Museum außerhalb des Stadtzentrums von Tunis, das im ehemaligen Bardo-Palast - der offiziellen Residenz der Husainiden der Bey-Dynastie - untergebracht ist, dÜrfen Sie auf keinen Fall verpassen.

Tozeur Tozeur

Tozeur gilt unter den Reisenden in Tunesien schon seit der Ära der Capsien (ab 8000 v. Chr.) zu den beliebtesten Zwischenstopps. Seite Hauptattraktionen sind eine labyrinthartige Altstadt, ein spektakulÄres Museum sowie ein enormer Palmengarten am nÖrdlichen Rand des Schott el-Dscherid.

Die Fahrt dorthin - es liegt ca. 435km (270 Meilen) sÜdwestlich von Tunis - ist bereits die HÄlfte des Nervenkitzels: Die Straße von Kebili Überquert das Schott (getrockneter Salzsee) Über einen Damm. Ouled el-Hadef, das entzÜckende alte Viertel der Stadt, wurde im 14. Jahrhundert n. Chr. fÜr einen HÄndler-Clan errichtet.

Das Gebiet ist ein Labyrinth aus engen, bedeckten Alleen und kleinen Vierteln und fÜr seine traditionelle Ziegelherstellung bekannt. Es gibt auch ein kleines aber dennoch bemerkenswerte ArchÄologie-Museum, das auch einen kurzen Blick wert ist.

Abgesehen vom Bardo-Museum in Tunis ist das Dar Charait-Museum das einzige Museum des Landes, fÜr das sich ein Abstecher lohnt.

Der Palmengarten von Touzeur ist mit ca. 200.000 Palmen auf einer FlÄche von mehr als 10 km² (4 sq mi) der zweitgrÖßte Palmenhain des Landes Es ist ein klassisches Beispiel fÜr die stufenweise Landwirtschaft einer Oase und wird von Über 200 Quellen, die pro Tag mehr als 60 Millionen Liter Wasser liefern, mit Wasser versorgt. Der Palmenhain lÄsst sich am besten zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkunden, das am Eingang gemietet werden kann.

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