Die ersten Bewohner der Region waren die Helvetier, ein keltischer Stamm. Die RÖmer tauchten im Jahr 107 v. Chr. Über den St. Bernard Pass auf. Auf Grund des schwierigen Terrains hatte die Eroberung des Gebietes jedoch niemals entscheidenden Charakter. Nach und nach wurden sie von dem germanischen Altemanni-Stamm zurÜckgetrieben, die sich im 5. Jahrhundert dort niederließen. 1032 wurde das Gebiet unter dem Heiligen RÖmischen Reich geeint, aber die zentrale Kontrolle erreichte niemals intensive Ausmaße. Dies Änderte sich jedoch durch die germanische Familie der Habsburger, die sich zur mÄchtigsten Dynastie in Mitteleuropa entwickelte. Die Expansion der Habsburger wurde von Rudolph I angefÜhrt, der die widerspenstigen Adeligen langsam unterwarf.
Nach dem Tod von Rudolph im Jahre 11291 sahen lokale FÜhrer eine Chance, die UnabhÄngigkeit wiederzuerlangen. Deren Pakt der gegenseitigen UnterstÜtzung gilt als Ursprung der Schweizer Eidgenossenschaft, und ihr Kampf gegen die Habsburger wird in der berÜhmten Legende von Wilhelm Tell idealisiert. Ermutigt durch die schnellen Erfolge, fanden die Schweizer schnell Geschmack an der eigenen Expansion und erlangten 1499 die UnabhÄngigkeit von Maximilian I, dem Kaiser des Heiligen RÖmischen Reiches Deutscher Nation. Nach zahlreichen militÄrischen Siegen Übernahmen sich die Schweizer jedoch, als sie sich 1515 mit der geballten Macht der Franzosen und Venezier anlegten. Nachdem sie eingesehen hatten, dass sie gegen die bessere technische Ausstattung der großen MÄchte nicht bestehen konnten, gaben sie ihre Expansionspolitik auf und erklÄrten ihre UnabhÄngigkeit.
Die Reformation im 16. Jahrhundert leitete in ganz Europa eine Phase des Umbruchs aus. Die protestantischen Lehren von Luther, Zwingli und Calvin verbreiteten sich schnell, obwohl die zentrale Schweiz katholisch blieb. WÄhrend der Rest von Europa die Frage im DreißigjÄhrigen Krieg klÄrte, schlossen die Schweizer ihre Grenzen und hielten sich den Ärger fern. Am Ende des Krieges im Jahr 1648 erreichte die Schweiz im WestfÄlischen Frieden die Anerkennung ihrer SouverÄnitÄt. Dennoch besetzte die FranzÖsische Republik die Schweiz im Jahr 1798 und grÜndete die Helvetische Republik. Die Schweizer begegneten diesem Zentralstaat jedoch nicht mit besonderer Freundlichkeit. Nach seiner Niederlage gegen die Briten und Preußen bei Waterloo wurde Napoleon endgÜltig verjagt. Der darauf folgende Wiener Kongress garantierte der Schweiz im Jahr 1815 UnabhÄngigkeit und dauerhafte NeutralitÄt.
Im Jahr 1848 wurde eine neue Bundesverfassung verabschiedet, die im Prinzip noch heute existiert. Bern wurde zur Hauptstadt ernannt, und die Bundesversammlung wurde gegrÜndet, um sich mit den nationalen Angelegenheiten zu befassen. Die Schweiz war damit in der Lage, sich auf wirtschaftliche und soziale Fragen zu konzentrieren. Es entwickelten sich Industrien, die weitestgehend auf hochqualifizierten TÄtigkeiten basierten. Durch den Bau von Eisenbahn- und Straßennetzen wurden auch unwegsame Alpenregionen zugÄnglich gemacht, so dass sich der Tourismus entwickeln konnte. Das Internationale Rote Kreuz wurde 1863 in Genf gegrÜndet und man fÜhrte die obligatorische kostenlose Schulbildung wurde ein.
Im 20. Jahrhundert haben die Schweizer ihre NeutralitÄt sorgfÄltig gehÜtet. Ihre einzige Beteiligung am 1. Weltkrieg bestand aus der Organisation der Einheiten fÜr das Rote Kreuz. Im zweiten Weltkrieg spielte die Schweiz als freundlicher GeldwÄscher fÜr Nazi-Deutschland jedoch eine hinterhÄltigere Rolle. Zu dem heimlichen Antisemitismus der Schweiz gehÖrte auch, dass die Grenzen fÜr jÜdische FlÜchtlinge geschlossen wurden und dass viele von denen, die dem von den Nazis besetzten Europa entkommen waren, zwangsweise in die Heimat zurÜckgeschickt wurden, obwohl man das genau wusste, welches Schicksal sie dort erwartete. WÄhrend sich der Rest von Europa mit dem schmerzhaften Prozess beschÄftigte, die VerwÜstungen des Krieges zu reparieren, konnte die Schweiz, die sich bereits als ein leistungsstarkes Finanz- und Industrieland etabliert hatte, noch weiter entwickeln. ZÜrich entwickelte sich als ein internationales Bank- und Versicherungszentrum, und viele internationale Institutionen - wie zum Beispiel die World Health Organisation - ließen sich in Genf nieder.
Auf Grund der Angst, dass ihre NeutralitÄt darunter leiden kÖnnte, lehnte es die Schweiz ab, Mitglied der Vereinten Nationen (obgleich sie zurzeit den Status des "Beobachters" hat) oder der NATO zu werden. TatsÄchlich trat sie jedoch der EFTA (EuropÄische Freihandelsassoziation (European Free Trade Association)) bei. Nachdem andere EFTA-Staaten ihre Mitgliedschaft in der EU beantragt hatten, reichte die Schweiz schließlich im Jahr 1992 ihre eigene Bewerbung ein.
Als Voraussetzung fÜr die vollstÄndige EU-Mitgliedschaft trat die Schweiz dem EWR (EuropÄischer Wirtschaftsraum) bei, doch die Strategie der Regierung wurde vollstÄndig zerstÖrt, als die BÜrger bei einem Referendum im Dezember 1992 den Beitritt zum EWR ablehnten. Seitdem lag der EU-Antrag der Schweiz auf Eis; in der Zwischenzeit hat die Regierung jedoch den Weg fÜr eine engere Zusammenarbeit mit dem Rest von Europa geebnet. 1998 verpflichtete sich die Regierung der Schweiz, an die Hinterbliebenen der Holocaust-Opfer, deren VermÖgen auf schweizer Bankkonten eingezahlt wurden, eine EntschÄdigung in HÖhe von 1200000000 zu zahlen.
Im Jahr 2002 wurde die Schweiz Mitglied der Vereinten Nationen (obgleich die UN in Genf gegrÜndet wurde und dort schon seit langem seinen Sitz in dieser Stadt hat). Ein Jahr spÄter wurde mit einem Referendum, das das Schengener und Dubliner Abkommen unterstÜtzt, ein enormer Meilenstein erreicht, mit dem die Schweiz zu einem Teil der passfreien Zone der EU wird und in Bezug auf KriminalitÄt und Asyl nÄher an die EU heranrÜckt. Monate spÄter gab ein weiteres Referendum das OK fÜr osteuropÄische Arbeitnehmer, die in der Schweiz Arbeit suchen, da das Land fÜr 10 der neuesten EU-MitgliedslÄnder die TÜren zu seinem Arbeitsmarkt Öffnet.
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