Südafrika ist in erster Linie auf die Bedürfnisse von Autofahrern ausgerichtet und besitzt sehr gute Schnellstraßen, aber ein eher beschränktes, kostspieliges Angebot an komfortablen öffentlichen Verkehrsmitteln. Wer innerhalb kurzer Zeit viel sehen möchte, nimmt am besten einen Mietwagen oder kauft ein gebrauchtes Auto. Besucher mit mehr Zeit als Geld können Mitfahrgelegenheiten mit anderen Reisenden organisieren oder sich den zahlreichen, nicht besonders bequemen Sammeltaxis, Bussen und Zügen anvertrauen. Auf viel befahrenen Strecken verkehren die recht luxuriösen Busse von Translux, nahezu alle anderen Abschnitte werden von dessen armem Verwandten Transtate bedient. Diese Busse wurden ursprünglich eingesetzt, um schwarze Arbeiter in die Städte zu fahren und sind daher billig, verkehren auf interessanten Strecken und halten praktisch überall.
Ungefähr 30 Fluggesellschaften fliegen Südafrika an. Die meisten mit Destination Johannesburg, aber es gibt auch zunehmend günstige Flüge nach Kapstadt oder Durban. Empfehlenswert für Südafrika-Anfänger ist ein Gabelflug: Ankunft im relaxteren Durban, Abflug nach Überlandreise in Jo'burg. Bei Flügen in benachbarte afrikanische Staaten kann eine Flughafensteuer anfallen, sie ist jedoch normalerweise im Ticketpreis inbegriffen. Man kann auch auf dem Landweg anreisen, muss aber auf langsame, sehr anstrengende Fahrten und nervtötende Visa- und Grenzformalitäten gefasst sein. Es gibt zwei Hauptrouten: Zum einen durch die Sahara von Marokko nach Westafrika und weiter durch die Zentralafrikanische Republik, Zaire und Uganda nach Kenya. Zum anderen entlang des Nils von Ägypten nach Uganda und weiter bis Kenya. Beide Male geht es von Nairobi weiter nach Tansania, per Zug nach Sambia und von dort nach Simbabwe, wo es direkte Verbindungen nach Johannesburg gibt. Wer dann noch Lust hat, Südafrika zu bereisen, besitzt eine eiserne Kondition und stahlharte Nerven!
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