Die Bewohner der Stadt verbringen ihre Freizeit ausgesprochen gerne im Freien. Es ist sogar möglich, Wanderungen durch die Wildnis zu unternehmen, ohne die Stadt überhaupt zu verlassen. Die Landzunge Seward Park, die etwa 10 km südöstlich von Downtown in den Lake Washington ragt, wird von mehreren Kilometer langen Wanderwegen durchzogen. Sie führen durch die Restbestände uralter Wälder, die einst diese Gegend beherrschten. Noch ausgedehntere Wanderwege findet man in dem 210 Hektar großen Discovery Park, ca. 8 km nordwestlich der Innenstadt.
Am nördlichen Ende des Lake Washington in der Vorstadt Kenmore lädt der Burke-Gilman Trail, ein 20 km langer asphaltierter Weg, sowohl zum Wandern als auch zum Radfahren ein. Die Strecke folgt einer ehemaligen Eisenbahnlinie entlang den Ufern des Lake Union und des Lake Washington und bietet großartige Ausblicke. Der nahe gelegene Green Lake Park ist im Sommer sehr beliebt bei Schwimmern und Windsurfern. Auf den Wegen um den Green Lake sind häufig Jogger anzutreffen.
Bei schönem Wetter bietet der Lake Union gute Bedingungen zum Segeln und für Kajakfahrten in ruhigem Wasser oder im Wildwasser. Im Waterfront Activities Center auf dem Campus der University of Washington kann man Kanus und Ruderboote ausleihen.
In der Umgebung von Seattle gibt es mehrere Skigebiete. Der Stadt am nächsten gelegen sind die Hänge des Snoqualmie Pass und des Stevens Pass, etwa 125 km östlich von Seattle. Wer kein Fahrzeug hat oder die Autofahrt dorthin scheut, kann auch einen der Skibusse nehmen, die von verschiedenen Haltestationen im Großraum Seattle abfahren.
Pike Place MarketFür hungrige Reisende mit knappem Geldbeutel gibt es in Seattle nichts Anziehenderes als den Pike Place Market. Der fast hundert Jahre alte Pike Place ist eine der größten Attraktionen der Stadt. Seine Berühmtheit verdankt der Marktplatz dem theatralischen Auftreten der Händler ebenso wie den Leckereien, die dort angeboten werden. Am beliebtesten sind die Haupt- und die Nordarkaden mit ihren kunstvoll angerichteten Obst- und Gemüseständen und auf Eis gestapeltem Frischfisch, Krebsen und Schalentieren. Am schönsten ist ein Besuch des Marktes an einem Vormittag in der Woche, wenn es nicht so voll ist. Dann kann man gemütlich schlendern, viele kleine Probehäppchen zu sich nehmen und mit etwas Glück vermeiden, einen fliegenden Fisch an den Kopf zu kriegen, denn die Fischhändler schleudern riesige Lachse mit atemberaubender Geschwindigkeit zwischen ihren Ständen hin und her!
Mehr als die Hälfte der Marktstände unter freiem Himmel sind mittlerweile dem einheimischen Kunsthandwerk gewidmet, während das ebenerdige Labyrinth des Marktplatzes Unmengen an winzigen Lädchen mit allem möglichen Schnickschnack beherbergt, von indianischen Gewürzen bis zu Zauberzubehör. In den Straßen in der Umgebung des Pike Place Market wimmelt es ebenso von kleinen Geschäften, darunter Lebensmittelgeschäfte aller Art, Blumenläden, Kunstgalerien und Souvenir-Shops. Der Pike Place Market liegt in der nordwestlichen Ecke der Innenstadt nicht weit vom Ufer entfernt.
Seattle CenterDie Weltausstellung von 1962, auch als "Century 21 Exposition" bezeichnet, lockte fast 10 Millionen Besucher aus der ganzen Welt an, die einen Blick in die Zukunft nach Art von Seattle werfen wollten. Was von der ehemals futuristischen Enklave aus Messehallen und öffentlich zugänglichen Flächen noch erhalten ist, trägt heute die Bezeichnung Seattle Center. Man sollte nicht überrascht sein, wenn dieser Ort eher nostalgische Gefühle à la Raumschiff Orion wachruft als Gedanken an die Zukunft.
Kein anderes Wahrzeichen wird so sehr mit Seattle identifiziert wie die Space Needle, ein 180 m hoher, raketenförmiger Aussichtsturm mit Restaurant. In einer rasanten Fahrstuhlfahrt braust man in nur 41 Sekunden nach oben, und für das flaue Gefühl im Magen wird man mit einem atemberaubenden 360°-Rundblick entschädigt. Das 2,5 km lange Nahverkehrsexperiment mit der Bezeichnung Monorail ist ein weiteres Aushängeschild der Weltausstellung von 1962. Noch heute ist die Bahn ein unterhaltsames und häufig verkehrendes Transportmittel zwischen der Innenstadt und dem Seattle Center. Die Fahrt dauert nur etwa zwei Minuten.
Der Flag Pavilion & Plaza und der Springbrunnen International Fountain (wo Wasserstrahlen im Rhythmus einer Begleitmusik "tanzen") unterstreichen die kosmopolitische Ausrichtung der Weltausstellung. Das Seattle Opera House, in dem Oper, Symphonieorchester und Ballett beheimatet sind, das Pacific Science Center, zwei Sportarenen, ein Kindermuseum und der Vergnügungspark Fun Forest Amusement Park sind weitere Andenken an die Weltausstellung. Seattle Center liegt etwa 1,5 km nordwestlich des Stadtzentrums.
U DistrictDer Campus der University of Washington befindet sich am Rand eines belebten Geschäftviertels mit der Bezeichnung "U District". Die Hauptstraßen des Viertels - University Way, im Volksmund "The Ave" genannt und NE 45th Street - sind voll mit billigen Restaurants und Cafés, Programmkinos und Studentenkneipen. Auch wenn die Gegend nicht mehr so sehr an die 60er Jahre erinnert wie in vergangenen Zeiten, ist hier nach wie vor jede Menge los.
"U Dub", wie die University of Washington genannt wird, ist ein lebhafter Ort, den es auf jeden Fall zu besichtigen lohnt. Das gilt besonders für den Sommer, wenn die Azaleen mit ihren rosa- und orangefarbenen Blüten den Campus in ein herrliches Farbenmeer tauchen. Das Burke Museum zeigt eine sehenswerte Sammlung von Dinosaurierskeletten, doch seine wahren Schätze sind die Gegenstände aus der indianischen Kultur, insbesondere die Sammlung von Zedernholzkanus und Totempfählen. Das Uni-Aushängeschild für die schönen Künste, Henry Art Gallery, zeigt einige der anspruchsvollsten Kunstwerke Seattles aus dem 20. Jahrhundert.
Unmittelbar südlich des Lake Washington-Kanals liegt das universitätseigene Washington Park Arboretum, ein 80 Hektar großes Gelände, das 5500 verschiedene Pflanzenarten, Gärten und einen sehr alten Baumbestand beherbergt. Am südlichen Rand des Arboretums liegt der Japanische Garten, eine Komposition aus Karpfenteichen, Wasserfällen und kunstvoll arrangierten Pflanzen. Im nördlichen Teil des Arboretums kann man sehr gut Vögel beobachten, Kanu fahren, fischen und schwimmen.
Der U District liegt 5 km nordöstlich der Innenstadt und ist mit dem Bus erreichbar.
Capitol HillDie in den Gehsteig eingelassenen Fußabdrücke aus Bronze am Broadway leiten zum Rumba oder Tango an (tatsächlich handelt es sich um ein Beispiel öffentlicher Kunstförderung), doch sieht man hier kaum jemanden das Tanzbein schwingen. Und vom ästhetischen Standpunkt aus gesehen war's das auch schon, was die Straßen in diesem Viertel zu bieten haben. Im Gegensatz zu den anderen Bezirken der Stadt lebt Capitol Hill von den Menschen, die sich hier aufhalten, und nicht von seinen Bauwerken. In diesem Bezirk, schon seit langem eine Oase der Subkultur und das schwule und lesbische Zentrum Seattles, sieht man wahrscheinlich mehr Nasenringe als irgendwo anders im amerikanischen Nordwesten. Capitol Hill versprüht ein einzigartiges Flair von Kreativität und Vitalität.
Die Hauptstraße des Viertels ist Broadway. Hier gibt es etliche Schnellrestaurants, Kneipen und Bistros mit interessanter Atmosphäre. Allerdings muss der regelmäßige Besucher angesichts der zahlreichen Schokoläden und Cafés darauf achten, seinen Zucker- und Koffeinkonsum einigermaßen in Grenzen zu halten. Wer seinen Genuss mit einer himmlischen Note noch weiter versüßen möchte, kann die Saint Marks Cathedral aufsuchen, wo ein Chor sonntagabends Gregorianische Gesänge anstimmt. Südlich des Broadway liegt der angesagte Pike/Pine Corridor, eine Szenehochburg mit Cafés ohne Sperrstunde, Live-Musik-Clubs und rauchigen Bars. Wer auf Nachtleben aus ist, findet hier eine der lebendigsten Szenen Seattles. Capitol Hill liegt etwa 2 km nordöstlich von Downtown und ist mit dem Bus vom Stadtzentrum aus zu erreichen.
Queen AnneHinter dem Seattle Center erhebt sich Queen Anne Hill, ein Viertel mit majestätischen roten Ziegelbauten und Apartmenthäusern, schwungvollen, perfekt gepflegten Rasenflächen und herrlichen Ausblicken auf die Stadt und die Bucht. Queen Anne ist im Vergleich zu vielen anderen Vierteln eher ein Wohnbezirk, doch auch hier gibt es ein paar Cafés, angesagte Musikclubs und Entertainment nach traditioneller Seattler Art. Ein Besuch dieses Viertels lohnt sich vor allem wegen der fantastischen Ausblicke. Von der Aussichtsplattform an der Ecke 3rd Avenue/Highland Drive hat man den besten Blick, besonders bei Sonnenuntergang und bei Dunkelheit. Queen Anne Hill liegt 2 km nordwestlich von Downtown und verfügt über eine gute Busanbindung zum Stadtzentrum.
Snoqualmie FallsNach einer Stunde Autofahrt in die Berge östlich von Seattle kommt man zur Salish Lodge an den Snoqualmie Falls. Das wunderschöne Ausflugslokal thront über den 80 Meter hohen Wasserfällen und war Drehort zahlreicher Außenaufnahmen für die Fernsehserie Twin Peaks. Die schöne Landschaft des Cascades-Gebirges, der Wasserfall selbst, die Wandermöglichkeiten und ein Mittagessen in der Lodge (Witze über Kirschkuchen und eine anständige Tasse Kaffee à la Twin Peaks sind Pflicht) machen einen Tagesausflug in diese Gegend zu einer lohnenswerten Angelegenheit.
Vier Skigebiete in der Umgebung - Alpental, Snoqualmie Summit, Ski Acres und Hyak - sorgen für zusätzliche Attraktivität. Die Wasserfälle und das Ausflugslokal liegen 6 km nordwestlich der Ortschaft Snoqualmie am Hwy 202.
WoodinvilleDie Vorstadtgemeinde Woodinville, 32 km nordöstlich von Seattle am I-405 gelegen, ist die Heimat zweier beliebter Weingüter und einer Kleinbrauerei mit Schankraum. Auf dem großen historischen Anwesen von Chateau Sainte Michelle, einem der ältesten Weingüter Washingtons, gibt es zahlreiche Picknickplätze und im Sommer viele Konzerte. In der Columbia Winery nebenan können die Ausflügler ebenfalls an Führungen mit anschließender Weinprobe teilnehmen. Redhook Brewery, eine der ersten Kleinbrauereien Washingtons, hat in Woodinville einen neuen Ableger mit Schankraum eröffnet, das Forecasters Public House. Auch hier finden täglich Führungen statt.
Puget SoundDer mit Inseln gespickte, nebelverhangene und geheimnisvolle Puget Sound lässt sich hervorragend mit der Fähre erkunden. Die bei Touristen beliebteste Fährverbindung ist die zwischen Seattle und Winslow, der größten Stadt auf Bainbridge Island. In Winslow gibt es zahlreiche Läden und Restaurants in der Nähe des Anlegers, doch die meisten Gäste fahren nur mit der Fähre, um die Fahrt und die herrliche Aussicht auf Seattle zu genießen. Die Bainbridge Island Winery in Winslow ist ein lohnenswertes Ziel für Radfahrer und Weinliebhaber. Die Insel liegt 10 km westlich von Seattle. Die Fähren legen rund um die Uhr am Pier 52 am Alaskan Way ab. Die Überfahrt dauert 35 Minuten.
Bremerton ist die größte Stadt auf der Kitsap-Halbinsel und der wichtigste Flottenstützpunkt der US-Kriegsmarine im Puget Sound. Hauptattraktion ist das Naval Museum und der eingemottete Zerstörer USS Turner Joy in der Nähe des Fähranlegers. Bremerton liegt 24 km westlich von Seattle. Die Fähre legt 13-mal täglich vom Pier 52 in Seattle ab.
Blake Island ist ein Staatspark, der nur per Schiff zu erreichen ist, und bot daher ausreichende Sicherheit für die APEC-Konferenz im Jahre 1993, zu der sich der damalige Präsident Clinton hier mit 14 asiatischen Staats- und Regierungschefs traf. Die beliebteste Einrichtung auf der Insel ist Tillicum Village mit dem indianischen Kulturzentrum Northwest Coast Indian Cultural Center & Restaurant. Blake Island liegt 20 km südwestlich von Seattle. Von den Piers 55 und 56 legen Schiffe zu Touren an der Küste entlang und zu der Insel ab. Die Tour beinhaltet einen authentischen indianischen salmon bake, traditionelle Tanzdarbietungen und einen Film über die Ureinwohner des amerikanischen Nordwesten.
VancouverUnmittelbar hinter der kanadischen Grenze liegt Vancouver. Die Stadt ist für die kanadische Provinz British Columbia das, was Seattle für Washington ist: kultureller und gesellschaftlicher Mittelpunkt der Region. Dass Vancouver in den Listen der schönsten Städte der Welt stets weit vorne zu finden ist, liegt nicht zuletzt an seiner Lage. Die Stadt liegt auf einem Landstreifen, der die Form eines Daumens hat und fast komplett von Wasser umgeben ist: im Norden von der Meerenge Burrard Inlet, im Süden vom Fraser River und im Westen von der Bucht English Bay und der Straße von Georgia. Nördlich des Burrard Inlet erheben sich die gewaltigen Berghänge der Coast Mountains, einer Gebirgskette, die sich ohne Unterbrechung bis nach Alaska hinzieht.
Vancouver ist größer und kosmopolitischer als Victoria, die Hauptstadt British Columbias jenseits der Straße von Georgia. Das Stadtzentrum liegt auf einer Halbinsel, die Burrard Inlet und English Bay voneinander trennt. In Gastown, dem angesagtesten Innenstadtbezirk, spielen die Straßenmusiker im Schummerlicht der antiken Straßenlaternen. Direkt östlich von Downtown liegt Chinatown, in deren dicht bevölkerten Wohnblocks mehr Menschen chinesischer Abstammung leben als die meisten anderen kanadischen Städte Einwohner haben. Zu den Sehenswürdigkeiten gehören der chinesische Garten Dr. Sun Yat-Sen Classical Chinese Garden und Sam Kee, das schmalste Bürogebäude der Welt . Unmittelbar nördlich der Innenstadt bedeckt der 400 Hektar große Stanley Park den gesamten Rest der Halbinsel. Der Park beherbergt einen Wald mit altem Baumbestand, das Vancouver Aquarium, eine 10 km lange Uferpromenade und zahlreiche Wanderwege und Strände.
Vancouver liegt zwei Autostunden nördlich von Seattle in der äußersten südwestlichen Ecke von British Columbia und ist über den I-5 zu erreichen. Busse und stündliche Flüge verbinden die beiden Städte miteinander.
Erweiterte Web-Suche nach Seattle
Die besten Angebote im Preisvergleich: