Als dieCivic Center BART Station 1970 gebaut wurde, entdeckten die Arbeiter den Schenkelknochen einer jungen Frau von etwa 3000 v.Chr. Dieser Knochen ist der Älteste Beweis menschlichen Lebens, dewr in San Francisco entdeckt wurde, obwohl die Haufen von Muschelschalen, die Menschen hinerlassen haben, die sich vorwiegend von MeeresfrÜchten ernÄhrten, andeuten, dass die Gegend schon viel lÄnger besiedet war. Bis 1000 v.Chr. hatten der letzte einheimische Stamm, die Ohlone, improvisierte DÖrfer in den Marschen an der KÜste und den FlÜssen im Inland. Sie lebten so, bis Kalifornien von den Spaniern eingenommen wurde.
Bemerkenswerterweise Übersahen die ersten europÄischen Besucher der San Francisco Bay Area die riesige Bucht vÖllig. 1579 landete Sir Francis Drake in Point Reyes, etwa 60 km nÖrdlich von San Francisco, beanspruchte den Ort fÜr KÖnigin Elizabeth und segelte dann nach SÜden, am Golden Gate vorbei. Kurz danach gaben die spanischen Entdecker der Bucht von Point Reyes (heute Drakes Bay) den Namen La, Bahia de San Francisco, liefen dann ber bei Point Reyes auf Grund, mussten ein Floß aus den TrÜmmern zusammenzimmern und nach Acapulco fliehen. Auch sie fanden die Bucht von San Francisco nicht. Ihre uropÄische Entdeckung ließ noch fast 200 Jahre auf sich warten .
Im Jahr 1775 war Juan Manuel de Ayala der erste EuropÄer, der das Golden Gate betrat. Ihm folgte 1776 Juan Bautista de Anza, der ein presidio (Fort) Über dem Golden Gate baute - und die Mission Dolores im Zentrum des heutigen Mission-Viertels. Ein als Yerba Buena bekanntes winziges Dorf entstand wischen den beiden und wurde der Geburtsort des heutigen San Francisco. Yerba Buena wurde 1847 in San Francisco umbenannt, direkt bevor eine bedeutsame Entdeckung in der Sierra Nevada im Osten gemacht wurde: es gab Gold in den HÜgeln. Die Nachricht verbreitete sich schnell, und die Goldsucher kamen in Scharen; Über 100.000 robuste ' 49 ers (nach dem Jahr ihrer Anreise benannt) ertrugen den langen Treck auf dem Landweg, oder die gefÄhrliche Seereise nach San Francisco, und die BevÖlkerung der Stadt explodierte in einem Jahr von 500 auf 25.000 Menschen. 1850 wurde Kalifornien der 31. Staat der Union, und bis 1854 hatte die blÜhende erste Gold Rush-Stadt schon mehr als 500 Saloons und 20 Theater, um die spendierfreudigen GoldgrÄber zu unterhalten. Seit den Tagen des Goldrauschs war San Francisco immer eien freie, wildte Stadt - so dass die Gegend im spÄten 18. Jahrhundert als Barbary Coast bekannt war, wegen der Ähnlichkeit mit der seerÄubergeplagten KÜste von Nordafrika.
Der erste Goldrausch war bis 1859 abgeklungen, als ein zweiter Rush stattfand, dieses Mal auf den noch grÖßeren Reichtum der Silbererzadern von Comstock bei Reno, Nevada. In den spÄten 1870er verebbte der Gold- und Silberrausch, dich die Stadt wuchs weiter und hatte zur Jahrhundertwende 350.000 Einwohner. Der spanisch-amerikanische Krieg im Jahr 1898 und der Klondike-Goldrausch in Kanadas Yukon im Jahr 1896 unterstrichen die Wichtigkeit der Stadt als Hafen, wÄhrorend außerdem viele Banken erÖffneten und die Stdt zum Finanzzentrum machten.
Es hatte 1812 und 1865 große Erdbeben in San Francisco gegeben, doch "the Big One" vom 18. April 1906 muss bei 8,3 auf der Richterskala gelegen haben (die damals noch nicht erfunden war), eine GrÖßenordnung, die in der Geschichte Kaliforniens noch immer unerreicht ist. Es war nicht das Erdbeben selbst, das San Francisco verwÜstete. Der wirkliche Schaden entstand durch die BrÄnde - entfacht von umfallenden Schonrsteinen, genÄhrt von gebrochenen Gasleitungen - die durhc die Stadt fegten. Als das Feuer ausgebrannt war, lag die halbe Stadt in Schutt und Asche. Ein Jahrzehnt des rasenden Aufbaus folgte dem Erdbeben, und fÜr die Panama-Pacific International Exposition 1915 war die Stadt grÖßer und schÖner denn je.
San Francisco litt unter der Weltwirtschaftskrise, trotz neer enormen staatlichen Bauvorhaben. Zwei der bekanntesten, die Bay Area Bridge von 1936 und die Golden Gate Bridge von 1937 sind immer noch die Wahrzeichen der Region. Im 2. Weltkrieg war die Bay Area der Ausgangshafen fÜr militÄrische Operationen im Pazifik, mit riesigen Schiffswerften, die Überall an der Bucht gebaut wurden.
Es war Mitte der 1950er Jahre, als die Nation darauf aufmerksam wurde, dass die Stadt der Geburtsort einer eigenen Szene war. Als Jack Kerouac und Allen Ginsberg, aufmÜpfige Studenten an der Columbia-UniversitÄt und am Gregory Corso, 17 Jahre alt und frisch aus dem GefÄngnis entlassen, vor der GleichgÜltigkeit von New York flohen und sich dem San Francisco Poets' Movement anschlossen, das vom Dichter und Literaturkritiker Kenneth Rexroth gegrÜndet worden war,, wurde der Beat Generation eine Stimme verliehen. Kerouac wurde ihr fÜhrender Autor, Ginsberg ihr Dichter und Cool Jazz war der Sound von North Beach, dem Mittelpunkt der neuen Boheme .
Hippies folgten in den 1960ern, und Haight-Ashbury blÜhte auf. Bands wie die Grateful Dead und Jefferson Airplane gaben den Ton der Bewegung an, und, als 20.000 Menschen 1967 im Golden Gate Park fÜr ein Gratiskonzert zusammenkamen, wurde der 'Sommer der Liebe' geboren. WÄhrend Hippies im Haight Acid nahmen und Blumen im Haar trugen, fÜhrten Berkeleys RevolutionÄre weltweite Studentenunruhen and, und rangen mit der Polizei und der UniversitÄtsverwaltung um die BÜrgerrechte. Oakland nebenan war die StÄtte einer weiteren Revolution, da Eldridge Cleaver, Huey Newton und Bobby Seale die Black PantherseranfÜhrten, die militantesten Gruppe der Black Power Bewegung.
Eine homosexuelle Revolution folgte in den 1970ern, als San Franciscos Schwule entschlossen an die Öffentlichkeit gingen. 1977 wurde der schwule Aktivist Harvey Milk in das San FranciscoBoard of Supervisors gewÄhlt, womit die neue Schwulenbewegung einen HÖhepunkt erreichte, obwohl die Euphorie nicht lange dauerte. Im Jahr darauf wurden Milk und BÜrgermeister George Moscone von Dan White ermordet, einem ehemaligen Polizisten und erklÄrten Schwulenhasser. Diese TodesfÄlle und das Aufkommen der ersten FÄllen von AIDS - damals als 'schwuler Krebs' bezeichnet - waren der den Anfang vom Ende der Glanzzeit. Die Regenbogenbanner und lavendelfarbene Dreiecke sieht man heute so oft wie vor 2 Jahren, aber die Ausgelassenheit der 1970er Jahre findet man heute nur noch bei den Castro und Folsom St Festen und der alljÄhrlichen Gay & Lesbian Freedom Day Parade .
San Franciscos zweiter 'Big One'', das Loma Prieta Erdbeben, geschah 1989 und erreichte 7,1 auf der Richterskala. Siebenundsechzig Menschen starben, aber der Schaden wÄre viel schlimmer gewesen wenn es nicht ein Baseballspiel gegeben hÄtte. In diesem Jahr war die Baseball World Series ein Lokalderby zwischen den San Francisco Giants und den Oakland A's. Als das Erdbeben passierte, begann das Spiel gerade in San Franciscos Candlestick Park, und vielel Menschen saßen zuhause vor dem Fernseher, statt im Feierabendverkehr im Stau zu stehen.
In den 1990ern gab es in der Bay Area weitere Stadtsanierungen und einen Bauboom, in dem die alten Viertel und historischen GebÄude renoviert wurden, so dass das Leben dort immer teurer wurde. Der Neue Medien Boom - der zwar in Silicon Valley begann, aber seinen kreativen HÖhepunkt in San Francisco hatte - lockte Unternehmer der Technologiebranche in die 'Citee by the Bay'. Aber der dot-com Boom sollte platzen, und bald nach der Jahrtausendwende ging die Branche in die Knie - ,jedoch nicht bevor viele Milliarden Dollar umgesetzt worden waren. San Franciscos Geschichte war immer eine Geschichte wichtiger kultureller Wellen und kaltherziger wirtschaftlicher Wogen, AufschwÜnge und Rezessionen, und das erste Jahrzehnt des neuen Jahrhunderts ist da nicht anders - alles bleibt in Bewegung. Im Jahr 2004 trotzte BÜrgermeister Gavin Newsome dem Staatsgesetz , indem er gleichgeschlechtliche Ehen zuließ - eine Entscheidung, die einige Monate spÄter von Gouverneur Arnold Schwarzenegger aufgehoben wurde.
Erweiterte Web-Suche nach San Francisco
Die besten Angebote im Preisvergleich: