Sehenswürdigkeiten

Zu den AktivitÄten in Rom gehÖrt (abgesehen vom obligatorischen Besichtigungsprogramm) normalerweise nichts Aufreibenderes als Essen, Trinken und gute Musik HÖren. Vorstellbar wÄre natÜrlich auch ein bisschen schweißtreibendes Training - die Spanische Treppe hoch- und runterrennen zum Beispiel, wenngleich das zu allgemeiner Aufregung fÜhren dÜrfte- schließlich wÜrde jeder glauben, es handle sich um die Jagd auf einen Taschendieb.

Chiesa di San Lorenzo in Lucina Chiesa di San Lorenzo in Lucina

Die Kirche, eine der Ältesten Roms, wurde im 5. Jahrhundert Über eine alte Quelle gebaut, die Juno geweiht war. Im 12. Jahrhundert wurde sie nochmals umgebaut. Sechs antike ionische SÄulen tragen einen langen Portikus, darÜber erhebt sich ein romanischer Glockenturm. Hinter dem Portikus verbirgt eine schlichte Fassade das aufwendig gestaltete Innere aus dem 17. Jahrhundert.

Über dem Hauptaltar befindet sich Guido Renis Crucifixion, eine sehenswerte BÜste von Bernini steht in der Cappella Fonseca, der vierten Kapelle auf der SÜdseite. In der Kirche befindet sich auch die GrabstÄtte des 1655 verstorbenen franzÖsischen Malers Nicholas Poussin. Samstags ist die Besichtigung der Ruinen unter der Kirche mÖglich.

Trevi-Brunnen Trevi-Brunnen

Roms grÖßter und berÜhmtester Brunnen, Fontana di Trevi, wurde 1762 von Nicola Salvi geschaffen, unvergesslich machte ihn 200 Jahre spÄter Fellini mit einer Szene in La Dolce Vita: Marcello Mastroianni und die planschende Anita Ekberg (im knappen schwarzen Kleid).

Das außergewÖhnliche barocke Bauwerk nimmt den grÖßten Teil der Piazza ein und scheint mit dem palazzo zu verschmelzen. Dargestellt ist Neptuns Wagen, der von Tritonen mit Seepferdchen gezogen wird – eins wild, eins sanftmÜtig – die fÜr die Launen der See stehen. Der Name Trevi bezieht sich auf die drei Straßen (tre vie), die hier zusammenliefen.

Der Brunnen wird von Wasser aus einem der Ältesten Aquaedukte Roms gespeist. Im Jahre 1991 wurden Arbeiten zur Reinigung von Brunnen und Wasserleitung abgeschlossen, doch die Umweltverschmutzung hat dem strahlend weißen Marmor schon wieder zugesetzt.

Es ist ein berÜhmter Brauch, eine MÜnze Über die Schulter in den Brunnen zu werfen, um fÜr eine Wiederkehr nach Rom zu sorgen. Wer noch eine zweite MÜnze wirft, verliebt sich in einen Italiener (oder auch eine Italienerin), und mit der dritten MÜnze ist dann auch die Heirat gesichert. Wen wunderts, dass der Brunnen stÄndig von mÜnzenwerfenden Touristenmassen umgeben ist.

Piazza del Campidoglio Piazza del Campidoglio

Die Piazza del Campidoglio, fÜr viele Menschen der schÖnste Platz Roms, ist das eindrucksvolle HerzstÜck des Capitols. Am besten erreicht man sie Über die Cordonata, Michelangelos elegante Treppe, die von der geschÄftigen Piazza d'Aracoeli emporfÜhrt.

Am Kopf der Treppe wird der Platz von drei palazzi umschlossen: zur Linken der Palazzo Nuovo, geradeaus der Palazzo Senatorio und zur Rechten der Palazzo dei Conservatori. Michelangelo entwarf die Fassaden und gestaltete das Pflaster der Piazza fÜr Papst Paul III. im Jahr 1538. Im Zentrum des Platzes steht die Kopie eines Reiterstandbilds von Marc Aurel. (Das restaurierte Original befindet sich im Palazzo Nuovo hinter Glas).

Den Brunnen am Fuß der Doppeltreppe des Palazzo Senatorio schmÜckt eine Minerva-Statue aus dem ersten Jahrhundert; die gÖttliche Schwester von Castor and Pollux entstieg Jupiters Kopf – in voller GrÖße. Links vom Palast verlÄuft die Via di San Pietro in Carcere und unterhalb der Treppen liegt der Carcere Mamertino, in dem Petrus angeblich eingekerkert war. Der Legende nach ließ er hier wunderbarerweise Wasser fließen, um seine Kerkermeister und Mitgefangenen zu taufen.

Kolosseum Kolosseum

Von allen DenkmÄlern Roms ist das Kolosseum das, das einem die meisten Schauer Über den RÜcken jagt. Dies ist der Ort, an dem die Gladiatoren zum tÖdlichen Kampf aufeinandertrafen und verurteilte Gefangene gegen hungrige LÖwen kÄmpften. An diesem großartigen Symbol des ewigen Rom entzÜndet sich die Phantasie noch immer, wie die Massen beweisen, die auf Einlass warten.

Im Jahr 72 n. Chr. begann Kaiser Vespasian mit den Bauarbeiten auf dem Areal von Neros privater Domus Aurea, sein Sohn Titus weihte es 80 n. Chr. ein. Die anschließenden Einweihungsspiele dauerten 100 Tage und NÄchte, in deren Verlauf rund 5.000 Tiere getÖtet wurden.

Mit dem Niedergang des Imperiums wurde das Kolosseum aufgegeben und war bald von exotischen Pflanzen Überwuchert, deren Samen unbeabsichtigterweise mit den wilden Tieren hierher gelangt waren, die in der Arena ihren Auftritt hatten (darunter Krokodile, BÄren, Tiger, Elefanten und Nilpferde). Im Mittelalter bewohnten zwei Kriegerfamilien das mittlerweile als Festung genutzte Bauwerk.

Nachdem es mehrfach durch Erdbeben beschÄdigt worden war, diente es als Steinbruch fÜr Travertin und Marmor fÜr den Palazzo Venezia und andere GebÄude. Bis heute bleibt es ein fantastischer Ort, den zu erkunden sich lohnt.

Pantheon Pantheon

Seine erhabene Architektur macht das Pantheon von Marcus Agrippa zu einem der bedeutendsten Beispiele großer Baukunst: eine perfekt proportionierte freitragende Kuppel ruht auf einem eleganten, von SÄulen und Giebeln gebildeten Rund. Das 27 v. Chr. errichtete und 120 n. Chr. von Kaiser Hadrian wiederaufgebaute Bauwerk ist eins der besterhaltenen DenkmÄler des antiken Rom. Seine einzigartige Kuppel ist das grÖßte GewÖlbe aus Mauerwerk, das je gebaut wurde.

Im Laufe der Jahre wurde der Tempel immer wieder geplÜndert und beschÄdigt; seine wundervollen vergoldeten Bronzeplatten, die das Dach bedeckten, verschwanden zur Zeit Papst Gregor III., und im 17. Jahrhundert gestattete Papst Urban III. Bernini, die Bronzedecke des Portikus einzuschmelzen, um das Material fÜr den Baldachin Über dem Hauptaltar des Petersdoms zu verwenden.

Nachdem es unter den ersten christlichen Kaisern aufgegeben worden war, wurde das Pantheon im Jahre 609 zu einer Kirche umfunktioniert und der Madonna und allen MÄrtyrern geweiht.

Die italienischen KÖnige Victor Emmanue lI. und Umberto I. sowie der KÜnstler Raphael sind hier bestattet.

Lonely Planet

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