Die beste Art der Fortbewegung ist der Drahtesel. Fahrradwege verbinden die meisten Orte in den Niederlanden und die Landschaft ist wunderbar flach. Räder können an Bahnhöfen und von diversen Firmen in größeren Städten geliehen werden. Wer in Versuchung gerät, auf der Straße einen billigen Drahtesel zu kaufen, sollte sich bewusst sein, dass es sich zumeist um heiße Ware handelt und das Geld höchstwahrscheinlich direkt in den Venen des Verkäufers landet. Und in welchem Zustand auch immer die Pedale sein mögen, in die man tritt, man sollte das Fahrrad auf jeden Fall fest an ein unbewegliches Objekt anschließen. Die meisten Einheimischen benutzen zwei Schlösser, die in der Regel mehr wert sind als das Rad selbst.
Das Bus- und Bahnnetz ist zuverlässig, komfortabel, aber relativ teuer; Fahrräder können im Zug mitgenommen werden. Autofahren in den Niederlanden hört auf spaßig zu sein, sobald man die großen Autobahnen verlassen hat: Die Straßen sind eng, Parkplätze sind schwer zu bekommen und meist sehr teuer. Ein Pkw mit ausländischem Kennzeichen wirkt wie eine Einladung für Autoknacker, vor allem in Amsterdam - man sollte niemals etwas Wertvolles im Auto lassen! Und wer Holländer nach dem Weg fragt, wird bald merken, dass sie diesen zwar meist erklären können, aber eben nur per Rad - spätestens beim neunten Einfahrt-Verboten-Schild entwickelt man ein Gespür für diese kulturelle Eigenheit.
Die Niederlande haben nur einen großen internationalen Flughafen: Shiphol, etwa 10 km südwestlich von Amsterdam. Euroliner-Langstreckenbusse verbinden Amsterdam mit den meisten europäischen Städten sowie mit Nordafrika. Euroliner und Citysprint-Busse verkehren auch über den Englischen Kanal nach Großbritannien, normalerweise durch Frankreich. Amsterdams Centraal Station bietet rasche und regelmäßige Zugverbindungen in alle benachbarten Länder, aber wenn man nicht gerade ein Eurorail-Ticket oder etwas Vergleichbares besitzt, sind Busse immer die billigere Variante.
Dank des gut ausgebauten Autobahnnetzes ist auch die Reise mit dem Auto oder dem Motorrad in die Niederlande einfach. Wer nach Großbritannien weiterreisen will, kommt mit der Autofähre deutlich günstiger weg als mit dem Tunnel-Shuttle, auch wenn dieser ein paar Stunden Reisezeit spart. Fähren verkehren zwischen Hoek van Holland und Harwich, GB; Europoort (bei Rotterdam) und Hull, GB; Ijmuiden (bei Amsterdam) und Newcastle, GB; sowie Ijmuiden und Kristiansand, Norwegen.
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