Neben Trekking und Bergsteigen in den HÖhen des Himalaya bieten sich in Nepal auch hervorragende MÖglichkeiten zum Kajakfahren, Rafting, Gleitschirmfliegen und Mountainbikefahren. Wer nicht gegen die Natur antreten will, kann sich mit allerlei Sprach-, spirituellen, medizinischen und und Jogakursen in Kathmandu sowie in verschiedenen Tempeln und KlÖstern im Land die Zeit vertreiben.
Koshi Tappu Wildlife ReserveIn diesem relativ wenig besuchten Reservat kann man den TouristenschwÄrmen hervorragend fÜr einige Tage entfliehen, um Tiere und VÖgel zu beobachten. WasservÖgel gibt es hier 400-mal mehr als Touristen. Außerdem leben im Reservat die letzten wildlebenden Arna (WasserbÜffel) sowie verschiedene Arten Damwild, Nilgai, Sumpfkrokodile (auch Mugger genannt) und Ganges-Flussdelphine.
Royal Chitwan National ParkDer Royal Chitwan National Park beherbergt eine der schÖnsten Pflanzen- und Tierwelten Asiens. Um Tiger oder Leoparden zu sehen, braucht es schon etwas GlÜck. Aber auch eine Elefantensafari ist ein unvergessliches Erlebnis, auf dem man mit ziemlich großer Sicherheit NashÖrner, Damwild, Affen und allerlei VÖgel zu Gesicht bekommt – und natÜrlich den Elefanten unter sich!
Hanuman Dhoka (Alter KÖnigspalast)Der alte KÖnigspalast steht am Durbar Square, dem traditionellen Herzen der Altstadt und spektakulÄrem Beispiel fÜr traditionelle nepalesische Architektur. Der KÖnig lebt hier nicht mehr – die KÖnigsfamilie ist vor mehr als einem Jahrhundert in den Narayanhiti-Palast umgezogen – und das Erdbeben von 1934 hat den Komplex beschÄdigt. Es ist jedoch nach wie vor ein faszinierender Ort, der einen Besuch wert ist.
Im westlichen Teil des Palastes, der den Durbar Square Überblickt, ist ein interessantes Museum untergebracht, das KÖnig Tribhuvans erfolgreichem Putsch gegen die Rana gewidmet ist. Im Innern erhÄlt man einen unheimlichen Einblick in sein Leben: viele persÖnliche GegenstÄnde, zahlreiche Fotos und Zeitungsausschnitte sowie prÄchtige MÖbel und allerlei Schnickschnack.
BodhnathDies ist Nepals berÜhmtestes buddhistisches Bauwerk, ein strahlend weißer Stupa, der von einer goldenen Spitze mit den wachsamen Augen Buddhas gekrÖnt ist. Tausende bunter Gebetsfahnen wehen im Wind und Horden von Pilgern kommen tÄglich fÜr die zeremonielle Umrundung des Schreins hierher.
Boudhanath ist einer der wenigen Orte auf der Erde, dessen spirituelle Energie regelrecht greifbar ist. Tibetische Pilger kommen aus ganz Nepal hierher und messen die Strecke um den Stupa mit ihren KÖrpern aus, indem sie sich davor im Akt hÖchster religiÖser Demut auf den Boden werfen. Viele der Pilger sind FlÜchtlinge aus Tibet und die umliegenden LÄden sind vollgestopft mit tibetischen AntiquitÄten sowie unentbehrlichen AlltagsgegenstÄnden fÜr tibetische Buddhisten.
DakshinkaliAm sÜdlichen Ende des Kathmandu-Tals steht an einem dunklen, etwas gruseligen Ort der Tempel von Dakshinkali. Er ist der sechsarmigen GÖttin Kali gewidmet, Shivas Gemahlin in ihrer blutrÜnstigsten Inkarnation. Zweimal pro Woche reisen viele Nepalesen hierher, um ihren Blutdurst zu stillen.
Sie bringen BÜffel, HÜhner, Enten, Ziegen, Schafe und Schweine mit, die dazu auserkoren sind, dass ihnen die Kehle durchschnitten und die KÖpfe abgetrennt werden. Die geopferten, oft noch zuckenden Tiere werden zum nahen Fluss geschleppt und dort zum spÄteren Verzehr vorbereitet. Jeden Samstag und besonders wÄhrend des Dasain-Festes im Oktober fließt das Blut, in das ein Abbild der GÖttin Kali eingetaucht wird, in StrÖmen.
DamanSÜdwestlich von Kathmandu liegt auf halbem Weg zwischen der Hauptstadt und Hetauda in gut 2300 m HÖhe Daman, ein Ort, der sich der besten Aussicht auf den Himalaya rÜhmt. In der Tat hat man von hier aus einen freien Blick auf das Bergpanorama vom schneebedeckten Dhaulagiri bis zum Mount Everest.
Wenn die Berge bei der Ankunft in Wolken gehÜllt sind, kann man auf dem altersschwachen Aussichtsturm den Sonnenaufgang am nÄchsten Morgen erwarten. Im FrÜhling lockt Überdies das BlÜtenmeer des Rhododendron-Walds sÜdlich von Daman. Auch der Blick Über das Terai bis nach Indien ist spektakulÄr.
Von Kathmandu aus braucht man mit dem Auto drei und mit dem Bus vier Stunden bis nach Daman. Wer abenteuerlustig und durchtrainiert ist, kann die mÖrderische, aber spektakulÄre Strecke auch mit dem Mountainbike bewÄltigen.
KathmanduKathmandu ist eigentlich zwei StÄdte in einer: die sagenumwobene Hauptstadt festlicher Pilger und prÄchtiger Tempel aus Ziegelsteinen sowie das hektische Durcheinander einer modernen Großstadt, die von Bettlern und Affen belagert wird und in Dieselabgasen zu ersticken droht. Die Landeshauptstadt ist geschichtstrÄchtig und zukunftsorientiert in einem.
Kathmandu erfreut sich seit den 60er-Jahren des 20. Jahrhunderts bei Touristen zunehmender Beliebtheit. Heute reicht die Besucherschar von betuchten Nobeltouristen mit Guide Über Trekker in Gore-Tex bis hin zu den gepiercten, Dreadlocks tragenden Nachkommen von Nepals ersten Hippiepionieren.
Viele erleben beim Aussteigen aus dem Flugzeug in Kathmandu einen Schock – die EindrÜcke, GerÄusche und GerÜche kÖnnen zu einer regelrechten ReizÜberflutung fÜhren. Ganz gleich ob man sich in einem Taxi durch den verrÜckten, chaotischen Verkehr kÄmpft, in einer Rikscha durch eine der schmalen, verwinkelten Straßen der Altstadt saust, Über den Durbar Square mit seinen vielen Tempeln spaziert oder den aufdringlichen TigerbalsamverkÄufern und Trekkingtouranbietern auszuweichen versucht, Kathmandu kann ein ÜberwÄltigender und anstrengender Ort sein. Die meisten Besucher stÖrt dies angesichts der berauschenden Energie und großen GeschichtstrÄchtigkeit der Stadt jedoch wenig.
PokharaPrÄchtige, schneebedeckte, von eisigen Winden umtoste Himalaya-Gipfel. Ein sanfter, glatter See, in dem sich die schneebedeckten Berge spiegeln. Eine Ortschaft am Seeufer, in der es vor Reisenden nur so wimmelt und Über der das Gemurmel der MÖnche zu schweben scheint, die ihr „Om mani padme hum“ in eintÖnigem Singsang wiederholen. LÄden, in denen Gebetsfahnen, Teppiche, Masken, singende Schalen und CDs mit buddhistischen Mantras verkaufen werden – das alles ist Pokhara.
Pokhara, Nepals zweitgrÖßte Stadt – zumindest was Touristen angeht –, liegt am Ende des berÜhmten Annapurna Circuit und ist Startpunkt fÜr Dutzende weiterer Trekkingtouren durch die Annapurna-Region. Auch fÜr Nicht-Trekker hat Pokhara einiges zu bieten, darunter mehrere Museen, faszinierende HÖhlen, WasserfÄlle, ein Kloster auf einem HÜgel und tibetische DÖrfer in den umliegenden Bergen.
Und was fÜr ein Zufall: In Pokhara findet man außerdem auch einige der besten UnterkÜnfte und Restaurants des Landes. FÜr viele Reisende bietet Pokhara die letzte Gelegenheit, sich noch einmal etwas Ruhe und Entspannung zu gÖnnen, bevor es auf in die Berge geht. FÜr andere ist es ein Ort, an dem man nach Wochen in den Bergen bei Dhal Bhat endlich wieder einmal ein deftiges Steak und ein kÜhles Bier genießen kann.
ReisebÜros in Pokhara bieten eine Vielzahl abenteuerlicher AktivitÄten an, von Trekking, Rafting und FlÜgen mit Ultraleichtflugzeugen bis hin zu Dschungelsafaris. Gleitschirmfliegen vom Aussichtspunkt Sarangkot ist mit Sicherheit eines der aufregendsten Erlebnisse des Subkontinents.
Der Ort eignet sich aber auch ideal, um in aller Ruhe seine Nase in ein gutes Buch zu stecken oder in einem CafÉ mit Blick Über den herrlichen Phewa Tal (Fewa-See) zu entspannen.
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