Reisehinweise

In Namibia gibt es ein sehr gutes aber teures Inlandsflugnetz der nationalen Fluggesellschaft Air Namibia. Regelmäßig starten Maschinen auf Windhoeks nationalem Flughafen Eros Airport in Richtung Tsumeb, Rundu, Katima Mulilo, Keetmanshoop, Lüderitz, Swakopmund, Mokuti und Oshakati. Auch Charterflüge sind zahlreich, was bei den großen Entfernungen im Land nicht überrascht.

Die Dienste der großen Busunternehmen sind limitiert auf einige wenige Verbindungen: z. B. Windhoek über Rehoboth, Mariental, Keetmanshoop nach Grünau und weiter nach Johannesburg oder Kapstadt; Windhoek über Swakopmund nach Walvis Bay; sowie Windhoek nach Tsumeb. Minibusse bedienen fast alle Orte des Landes. Obwohl die Zahl der Passagiere und die Menge des Gepäcks pro Gefährt starken Einschränkungen unterliegt, ist der Minibus als Verkehrsmittel nicht unbedingt empfehlenswert - zu unterschiedlich sind die fahrerischen Qualitäten der Chauffeure. Wenn man es nicht eilig hat und die Landschaft genießen will ist die Bahn eine billige Alternative. Die Transnamib, die Eisenbahngesellschaft des Landes, verbindet per Zug oder Bus die meisten der größeren Städte miteinander, wobei der Fahrplan relativ genau eingehalten wird. Luxusreisezüge für Touristen sind der Desert Express zwischen Windhoek und Swakopmund und der Shongololo Express, der an verschiedenen Sehenswürdigkeiten Station macht.

Zu den beliebtesten Fortbewegungsmitteln für Touristen zählt das Mietauto. Damit erreicht man problemlos alle Sehenswürdigkeiten und ist zeitlich unabhängig. Allerdings sind Leihwagen wegen der hohen Unfallraten sehr teuer und auch die Treibstoffkosten spielen bei den großen Entfernungen eine nicht unwesentliche Rolle. Wer günstiger reisen möchte kann sich an eines der zahlreichen Overlander-Unternehmen wenden, die mit Lkw und offener Pritsche das Land durchkreuzen - eine staubige, aber sicherlich die billigste Methode, das Land kennen zu lernen und an abgelegene Orte wie Skeleton Coast, Damaraland, Kaokoveld, Kunene Valley und Bushmanland zu gelangen. Nur in großen Städten wie Windhoek und Swakopmund gibt es Taxis, die so verlässlich sind, dass man ihre Benutzung empfehlen könnte.

Von Deutschland aus fliegt Air Namibia ab Frankfurt und München 5x die Woche nach Windhoek, 2x wöchentlich bedient LTU die Strecke München - Windhoek; üblicherweise ist Air Namibia günstiger als ein Charterflug. Von Kapstadt und Johannesburg in Südafrika gibt es mit Air Namibia und SAA Verbindungen nach Windhoek. Harare (Simbabwe), Gaborone (Botsuana) und Lusaka (Sambia) sind ebenfalls mit Windhoek verbunden. Ein Fernbus fährt regelmäßig von Kapstadt nach Windhoek und von De Aar (mit Anschluss nach Johannesburg) gibt es einen Zug in die Hauptstadt Namibias. Die Fernstraßen zwischen Namibia und seinen Nachbarländern sind in ausgezeichnetem Zustand, so dass auch Selbstfahrer keinerlei Probleme haben sollten.

Lonely Planet

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