Die beste Reisezeit für Mumbai ist zwischen September und April, wenn es relativ trocken und kühl ist. Von Juni bis September öffnet der Himmel regelmäßig seine Schleusen, oft mit katastrophalen Folgen: In den Überflutungen von 2005 kamen fast eintausend Menschen um, mehrere tausend wurden obdachlos. Während der Monsunzeit verkehren keine Fähren nach Elephanta Island oder zu weiter entfernten Zielen und Besuche des Sanjay Gandhi National Park sowie der Forts und Höhlentempel um Mumbai sind oft unmöglich. Ebenfalls nicht zu empfehlen sind die Monate vor der Monsunzeit, da dann die Temperaturen regelmäßig über 40ºC steigen.
Das zweifellos größte Spektakel in Mumbai ist Ganesh Chaturthi, ein 11-tägiges Hindu-Fest im August oder September. Das Fest erreicht seinen Höhepunkt, wenn riesige Abbilder des elefantenköpfigen Gottes ins Meer getaucht werden, vor allem am Chowpatty Beach. Einige der in surrealen, bunten Farben angemalten Skulpturen sind so gewaltig, dass nur ein Kran sie ins Wasser schaffen kann.
Im Februar oder März verfallen die Anhänger des Gottes Vishnu in einen regelrechten Freudentaumel. Beim Holi-Fest feiern sie den Sieg Narasimhas (Vishnu in einer Gestalt, die halb Mensch und halb Löwe ist) über den Dämonenkönig Hiranyakashipu. Die Feiernden bespritzen sich dabei gegenseitig mit Unmengen Wasser und farbigem Pulver. Auf Touristen wird keine Rücksicht genommen. Viele Besucher kaufen sich für das Fest extra billige Kleidung, die sie anschließend wegwerfen.
Beim Elephanta Festival auf der Insel Elephanta, das gewöhnlich im Februar veranstaltet wird, werden klassische Tänze und Musik geboten.
Der Höhepunkt des religiösen Kalenders ist Ganesh Chaturthi, ein 11-tägiges Hindu-Fest im August oder September zu Ehren Ganeshas, des elefantenköpfigen Gottes der Weisheit und des Glücks. Hunderte farbiger Abbilder Ganeshas werden dann aus Lehm geformt und in Pavillons in der ganzen Stadt aufgestellt, bevor sie in fröhlicher Prozession zum Meer gebracht und versenkt werden. Etwa zur selben Jahreszeit findet Naag Panchami statt. Schlangenbeschwörer mitsamt Schlangen strömen dann in Scharen in die Stadt, um dieses Fest zu Ehren der Schlange Ananta zu begehen, auf der Vishnu saß, bevor er die Welt erschuf. Der Glaube besagt, dass Schlangen Macht über den Monsunregen haben und böse Einflüsse vom Haus fernhalten können. Tierschutzorganisationen dagegen äußern sich eher besorgt über die Behandlung von Schlangen während des Festes.
Am letzten Tag des Monsuns opfern die Fischer Mumbais in einem Narial Purnima genannten Ritual dem Meeresgott Varuna Kokosnüsse und Blumen, um ihn zu besänftigen. Frisch bemalte Boote werden zu Wasser gelassen und die neue Fischereisaison beginnt. Besonders schön ist dieses Fest in Fischervierteln wie Colaba und Versova.
Im September begehen Mumbais Christen während der Mount Mary Church Fair (eine Art Festival-Messe) um die Mount Mary Church in Bandra den Feast Day of the Virgin Mary (Festtag der Jungfrau Maria).
Jedes Jahr am Ende des Fastenmonats Ramadan feiern die Muslime an Neumond Id-ul-Fitr. Das Fest findet jedes Jahr 11 Tage früher statt. 2006, 2007 und 2008 wird dies im Oktober sein.
Mit besonderer Begeisterung wird in Mumbai Diwali, das Lichterfest, im Oktober oder November gefeiert. Das Fest geht auf den Tag zurück, an dem Rama aus seinem Exil zurückkehrte. Die Menschen stellen an diesem Tag Öllampen in Eingänge und Fenster und in der ganzen Stadt werden massenweise Knallkörper gezündet. Wer es lieber etwas ruhiger mag, kann zusehen, wie die Menschen traditionelle Diwali-Lampen auf dem Banganga Tank treiben lassen.
Auch das gregorianische Neujahr wird gefeiert: Abbilder alter Männer, die das sterbende Jahr symbolisieren, werden dann unter inbrünstigem Trommeln und Tanzen durch die Straßen getragen. Schlag Mitternacht werden die Abbilder angezündet und mit Knallkörpern beworfen. Dieses lautstarke Ereignis lässt sich besonders schön an der Hafenfront in Colaba zwischen dem Taj Mahal Hotel und der Arthur Bunder Road miterleben.
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