Sehenswürdigkeiten

Marokko bietet jede Menge Trekking-Gelegenheiten; ein echter HÖhepunkt ist der Weg zwischen Tacheddirt und Imlil oberhalb der Schneegrenze des Hohen Atlas. Erlebnisreich sind auch AktivitÄten wie Klettern in der Todra-Schlucht, Kamelwanderungen in Erfoud und M'Hamid, WÜsten-Quadbiking rund um Ouarzazate und Brandungsfischen im SÜdwesten. Die WindverhÄltnisse machen die Brandung vor der AtlantikkÜste zu einem idealen Revier fÜr Surfer und Windsurfer.

Fès el-Bali Fès el-Bali

Die Medina von Fès el-Bali (Altstadt von Fès) ist die grÖßte noch bewohnte Altstadt der Welt. Ihr unbeschreibliches Labyrinth aus 9400 verschlungenen GÄngen, Sackgassen und Souks birst schier vor LÄden, Restaurants, WerkstÄtten, Moscheen, Medersas (Koranschulen), FÄrbegruben und Gerbereien. Das Fès des 21. Jahrhunderts, ein wahrer Wirbel von Sehenswertem, GerÄuschen und GerÜchen, Ächzt in seiner Umgrenzung aus dem 9. Jahrhundert.

Trotz seiner Anerkennung als Weltkulturerbe kamen Investitionen nur zÖgerlich in Gang. Die schicken cafÉgesÄumten Boulevards der Ville Nouvelle bilden einen starken Kontrast zur Situation vieler junger Fassis, die weiterhin ohne Arbeit sind – die strahlenden Lichter ÜberglÄnzen nur das Elend der Ärmeren Einwohner, die an der Peripherie leben.

FÜr Besucher, die sich nur kurz in der Stadt aufhalten, scheint Fès unglaublich exotisch, aber auch schwer zu durchschauen. Die Medina kann vÖllig undurchdringlich wirken. Obwohl man lÄngst nicht mehr so oft belÄstigt wird wie frÜher, kann die Aufmerksamkeit selbsternannter FÜhrer, kleiner Jungen, Marktschreier und VerkÄufer in manchen Besuchern Unbehagen hervorrufen. Fès gibt sich verschleiert und nach innen gewandt, das Leben hier folgt jahrhundertealten Traditionen - eine Stadt, die ihre Seele nicht so leicht entblÖßt. Mit der Zeit beginnen Besucher jedoch, hinter die anonymen Mauern zu blicken und die reiche Kultur und SpiritualitÄt zu erkennen, die Fès ausmachen.

Aït Benhaddou Aït Benhaddou

Der Ort Aït Benhaddou ist eine der exotischsten und besterhaltenen Kasbahs der gesamten Atlas-Region – nicht weiter Überraschend, wenn man den Geldstrom bedenkt, der ihm dank seiner Rolle als Kulisse fÜr Über 20 Filme zugeflossen ist. Die BevÖlkerungszahl ist seit einigen Jahren rÜcklÄufig, er steht jedoch unter dem Schutz der Unesco.

Djemaa el-Fna Djemaa el-Fna

Dieser große Platz bildet den Hintergrund zu einem der grÖßten Spektakel der Welt. Lebhaft ist der Djemaa el-Fna zu jeder Tageszeit, doch was ihn wirklich ausmacht, zeigt sich nach Sonnenuntergang, wenn der Vorhang sich hebt und Reihen von ImbissstÄnden die Luft mit DÜften erfÜllen, die jedem das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen... Den restlichen Platz teilen sich Gaukler, GeschichtenerzÄhler, SchlangenbeschwÖrer, Musikanten und Akrobaten.

Zwischen Gruppen von Zuschauern, Genießern, KÄufern und Touristen auch der ein oder andere zwielichtige , Taschendieb, VerkÄufer von Schnickschnack oder Drogen und hie und da schnÜffelnde Kids. An den Außenseiten erstrahlen die FruchtsaftstÄnde im Schein ihrer Kerosinlampen. Dahinter hocken KrÄuterkundige auf dem Boden, ihre augenfÄlligen Waren vor sich ausgebreitet und bereit, fÜr alles was den Kunden plagt, den geeigneten Trank zu verschreiben.

SpÄter in der Nacht, wenn die Besucherscharen allmÄhlich abgezogen sind, beginnen Musiker der spirituellen BrÜderschaften der Derkaoua und Gnawa, auf Trommeln, FlÖten und Ginbris (lautenartige Instrumente mit zwei oder drei Saiten) ihre Überaus hypnotische Musik zu spielen.

Hassan II.-Moschee Hassan II.-Moschee

Dieses gigantische GebÄude ist die drittgrÖßte Moschee der Welt – die KrÖnung der Leistungen KÖnig Hassans II. Sie wurde zur Feier des 60. Geburtstags des KÖnigs gebaut und ragt auf einer dem Meer abgetrotzten Felsnase Über den Ozean. Das Innere des riesigen GebÄudes kann 25.000 GlÄubige aufnehmen, weitere 80.000 finden in seinen Außenanlagen Platz.

Die vom franzÖsischen Architekten Michel Pinseau entworfene Moschee wird von einem monumentalen 210 m hohen Minarett Überragt, das nachts einen Laserstrahl in Richtung Mekka schickt. Neben diesem Hightech-Aufruf zum Gebet kann die Moschee noch mit einem zentral beheizten Fußboden, elektrischen TÜren, einem aufschiebbaren Dach und einem Glasboden imponieren, durch den die GlÄubigen sehen kÖnnen, wie der Atlantik unten an die Felsen schlÄgt.

Bei all diesen eindrucksvollen Details sind es aber doch die phÄnomenale GrÖße und die kunstvolle Ausstattung der Gebetshalle, die am atemberaubendsten wirken. Die Moschee, in die die Pariser Notre Dame oder der rÖmische Petersdom mit Leichtigkeit passen wÜrden, ist mit erlesenen Holzschnitzarbeiten, Zellij (dekorativen traditionellen Kacheln) und Stuckverzierungen ausgeschmÜckt.

Das Projekt kostete Über eine halbe Milliarde Dollar (mehr als 370 Millionen Euro) und wurde zum grÖßten Teil mit Hilfe von Extra-Abgaben der BevÖlkerung bezahlt. Auch wenn die meisten Marokkaner, besonders die aus Casablanca sehr stolz auf ihr modernes Monument sind, so glauben andere doch, dass es fÜr diese ungeheure Summe auch bessere VerwendungsmÖglichkeiten gegeben hÄtte. Vorbehalte gibt es besonders unter jenen Slum-Bewohnern, die ohne EntschÄdigung vom GelÄnde rund um die Moschee vertrieben worden waren.

Volubilis Volubilis

Volubilis ist die StÄtte mit den grÖßten und am besten erhaltenen Ruinen Marokkos. Sie stammt zum grÖßten Teil aus dem 2. und 3. Jahrhundert und war, wie Ausgrabungen ergeben haben, ursprÜnglich sogar schon frÜher von Karthagern besiedelt. Man schÄtzt, dass in Hochzeiten bis zu 20.000 Menschen hier lebten. Also, auf zur Besichtigung mit: einem FÜhrer, einem Hut und jeder Menge Wasser – magisch bei Sonnenuntergang.

Marrakesch Marrakesch

Marrakesch ist vor allem eine Stadt des Dramas. Ihre spektakulÄre Lage vor den schneebedeckten Bergen des hohen Atlas bleibt den meisten Reisenden noch lange in Erinnerung, und der berÜhmte Djemaa el-Fna ist vielleicht das großartigste Open-Air-Spektakel der Welt.

Diese Welt fieberhafter Betriebsamkeit zieht jeden in ihren Bann, wenn Gaukler und GeschichtenerzÄhler mit SchlangenbeschwÖrern, Magiern und Akrobaten um einen Platz rangeln. Immer der Nase nach, gelangt man unweigerlich zu Reihe auf Reihe von EssensstÄnden, deren wÜrziger Geruch die Luft mit kÖstlichen Aromen erfÜllt.

Und die Souks, die zu den besten Marokkos gehÖren, darf man natÜrlich auch nicht verpassen. Hier verengen sich die Arterien der Stadt zu bloßen Adern: am besten lÄsst man sich einfach mit dem Strom treiben, der sich an TextillÄden und SouvenirstÄnden vorbeischiebt, die Kunsthandwerk aller Art verkaufen. Es lohnt sich, eine Pause einzulegen, um den Kunsthandwerkern dabei zuzusehen, wie sie Pantoffeln fabrizieren und Teppiche fÄrben. Mit ein bisschen GlÜck Öffnet sich das Labyrinth an der Ältesten erhaltenen Moschee der Stadt, Ali ben Youssef.

Fès Fès

Die Älteste der KÖnigsstÄdte, Fès, kann wohl als das symbolische Herz Marokkos gelten. Labyrinthische Straßen und brÖckelnde Pracht erhÖhen ihren Reiz. Die Medina von Fès el-Bali (Altstadt Fès) ist eine der grÖßten noch bewohnten mittelalterlichen StÄdte der Welt, mit eindrucksvollen Toren und Mauern.

Im Gegensatz zu vielen anderen ummauerten StÄdten hat Fès seine Umgrenzung nicht durchbrochen. Stattdessen drÄngte die BevÖlkerung Richtung SÜdwesten auf die HÜgel und verteilte sich dort in einem Bogen, der sich von der neuen Stadt aus nach Nord und SÜd erstreckte. Innerhalb der alten Stadt erhebt sich Medersa Bou Inania, eine 1350 errichtete Koranschule.

Nicht weit von hier, inmitten der 9400 Straßen und Gassen, ist der Henna-Souk, der sich auf die Farbe spezialisiert hat, die Frauen fÜr ihre Haare und die kunstvolle Verzierung von HÄnden und FÜßen verwenden. Gleich neben der ummauerten Stadt befindet sich Fès el-Jdid, das Wohngebiet der jÜdischen Gemeinschaft mit vielen besonders sehenswerten GebÄuden. Zwischen diesen beiden in sich geschlossenen Stadtgebieten liegt Dar Batha, heute ein Museum.

Rabat Rabat

Die vierte der vier KÖnigsstÄdte, Rabat, ist eine eigenartige Mischung aus weit zurÜckreichender Vergangenheit und hochmoderner Gegenwart. Im 12. Jahrhundert nutzte der Sultan die Kasbah (Burganlage) als Basis fÜr seine FeldzÜge gegen die Spanier. Aus dieser Zeit stammen auch die berÜhmtesten Wahrzeichen der Stadt.

Mit ihrer Rolle als Zufluchtsort fÜr die Muslime, die im frÜhen 17. Jahrhundert aus Spanien vertrieben worden waren – und Hauptstadt erst seit den Tagen der franzÖsischen Besetzung – ist ihre AtmosphÄre vom Islam und Europa gleichermaßen geprÄgt: auf jede religiÖse StÄtte kommen drei oder vier CafÉs im europÄischen Stil.

Nur wenige der Einheimischen haben sich auf Touristenfang verlegt, so dass man einigermaßen unbehelligt von aufdringlichen Verkaufstalenten durch die MÄrkte schlendern kann.

Das bedeutendste Bauwerk Rabats ist der Hassan-Turm, das unvollendete Minarett der großen Moschee, mit deren Bau unter Yacoub al-Mansour begonnen worden war. Die Kasbah des Oudaias, die auf eine Klippe an der AtlantikkÜste gebaut wurde, beherbergt einen frÜheren Palast, heute ein Museum traditioneller KÜnste. Hinter den Stadtmauern gibt es noch Reste der antiken Stadt Sala. Diese StÄtte, auch als Chella bekannt, kann mit Marokkos bestem Museum fÜr ArchÄologie aufwarten.

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