Sehenswürdigkeiten

Madrid wird gleichgesetzt mit Kunstgallerien, Stierkampf, Barkultur und Essen im Freien, wÄhrend der athletische Wahnsinn nicht unbedingt auf der Tagesordnung stehen. Relativ entspannte BetÄtigungen wie Golf, Schwimmen und Tennis sind beliebt. Wem das alles zu anstrengend klingt, sollte sich Überlegen, zu einem Fußballspiel zu gehen.

Centro de Arte Reina Sofía Centro de Arte Reina Sofía

Übernommen wurde die Schale eines Krankenhauses aus dem 18. Jahrhundert, aber im Inneren befindet sich das beste Museum, dass Madrid fÜr moderne spanische Kunst, grundsÄtzlich das ganze 20. Jahrhundert bis in die 80er Jahre hinein, zu bieten hat. FÜr die meisten Besucher ist Picasso's Guernica, die große Sensation, aber es gibt genug im Angebot, einschließlich Joan Miró, Vassily Kandinsky und Salvador Dalí.

Museo del Prado Museo del Prado

1819 wurde aus dem Museum fÜr Naturgeschichte ein aufbewahrungsort fÜr in kÖniglichen Sammlungen enthaltene spanische Kunst. Das Museo del Prado beherbert Über 7.000 Werke. Die stÄrksten Sammlungen sind die der GemÄlde aus dem 17. und 18. Jahrhundert mit Bildern von KÜnstlern wie Velázquez, Goya and Ribera. Das Museum ist ein kÜnstlerischer Festschmaus, der fÜr viele Besucher der eigentlich Anlass ihres Madridbesuches ist.

Willkommen in einer der besten und wichtigsten Kunstsammlungen auf der ganzen Welt. Die mehr als 7000 in der Sammlung des Museo del Prado befindlichen GemÄlde (obwohl nur weniger als die HÄlfte derzeit ausgestellt werden) sind wie ein Fenster auf die historischenn Launen der spanischen Seele, zugleich großartig und gebieterisch in den kÖniglichen GemÄlden von Veláquez, dÜster und wirr in den Pinturas Negras (schwarzen GemÄlde) von Goya und nach außen schauend mit den anspruchsvollen Kunstwerken aus ganz Europa. Man verbringt am besten soviel Zeit wie mÖglich im Prado, oder - noch besser - plant mehrere Besuche, denn man kann leicht ÜberwÄltig werden, wenn man versucht, alles auf einmal in sich aufzunehmen. Teil der Anziehungskraft des prados ist die Tatsache, dass das GebÄude, in dem sich das Museum befindet, selbst ein MeisterstÜck ist, obwohl seine frÜhen Tage nicht sehr ruhmvoll waren. 1785 fertiggestell war der neoklassizistische palacio de Villanueva als Haus der Wissenschaft gedacht, diente letztlich aber recht schmÄhlich als Barracke fÜr die Kavalerie der napoleonischen Truppen wÄhrend ihrer Besetzung von Madrid zwischen 1808 und 1813. 1814 entschied KÖnig Ferdinand VII. den Palast als Museum zu nutzen, obwohl es mehr seinem Zweck entsprach, einen Weg zu finden, wo er die hunderte von kÖniglichen GemÄlden abstellen konnte als dass er irgendwelche hochgeistigen, zivilisatorischen Ideen verfolgte. Er gehÖrte zu einer Ära in der Kunst ein kÖnigliches Recht war. FÜnf Jahre spÄter Öffnete das Museo del Prado mit 311 ausgestellten, spanischen GemÄlden. Der Prado hat nie zurÜckgeblickt. Sie kÖnnen den Prado durch die sÜdliche Puera de Murillo betreten, aber wir schlagen vor, dss Sie die Treppen erklimmen und durch die nÖrdliche Puera de Goya eintreten. Dieser Eingang entlÄsst Sie sogleich in die Erhabenheit dieses ehemaligen Palastes als auch in die Mitte seiner unbezahlbaren Sammlung. Nachdem Sie den Eingangsbereich durchquert haben, beginnen Sie Ihre reiche Reise durch die Haupthalle, der einst spanische KÖnige und KÖniginnen vorstanden. Der erste Abschnitt, Raum 24, zeigt einige lebhafte, beinahe surreale Arbeiten des Meisters El Greco aus dem 16. Jahrhundert, dessen Figuren charakteristischerweise schlank und gequÄlt sind. Sein Ehrenplatz steht im Kontrast zur Ablehnung des Malers als Hofmaler durch Philipp II. Ganz in der NÄhe finden sich auch Arbeiten von Titian, der von Philipp II. bevorzugt wurde. Zusammengenommensind diese beiden KÜnstler eine wunderbare EinfÜhrung in die erstaunliche Sammlung des Prado. Gehen Sie auf halbem Weg durch die Haupthalle nach links in Raum 12, wo sich die außergewÖhnlich lebensnahen GemÄlde einer der hervorragendsten Charaktere der spanischen Kunst finden. Von den vielen GemÄlden des Diego Rodriguez de Silva y Velázquez, die den Prado so durch ihre PrÄsenz unterscheiden, ist es das Bild "Las Meninas", dass die meisten Besucher anzieht. Vollendet 1656 ist es besser bekannt als "La Família de Felipe IV" (Die Familie von Philipp IV.). Es stellt Velàquez selbst auf der linken Seite dar und - in der Mitte - das Kleinkind Margarita. Das ist noch nicht alles: tatsÄchlich portrÄtiert sich der KÜnstler selbst wÄhrend er den KÖnig und die KÖnigen malt. Deren Bild erscheint, gemÄß einigen Experten, in einem Spiegel hinter Velàzquez. Seine Beherrschung von Licht und Farbe tritt nirgends deutlicher hervor als hier. Ein interessantes Detail des GemÄldes, abgesehen von der außergewÖhnlichen Frechheit sich selbst in kÖniglicher Gesellschaft zu malen, ist die PrÄsenz des Kreuzes des Ordens von Santiago auf seiner Weste. Der KÜnstler war offensichtlich davon besessen, einen Adelstitel zu erhalten. Diesen erlangte er kurz vor seinem Tod, aber in diesem ÖlgemÄlde verlieh er ihn sich selbst Jahre, bevor dieses Ereignis in der RealitÄt stattfand! Es finden sich weitere ausgezeichnete Arbeiten von Velázquez in den RÄumen 14 udn 15, aber versÄumen Sie es nicht zur Haupthalle zurÜckzukehren, wo Raum 29 von seinen verschiedenen erstaunlichen GemÄlden der verschiedenen royalen PersÖnlichkeiten eingerahmt wird - Philipp II, Philipp IV, Margarita de Austria ( eine jÜngere Version von der in "Las Meninas"), El Príncipe Carlos und Isabel de Francia - auf einem Pferd. Es ist jedoch beliebig, welche Arbeit von Velázquez man auswÄhlt, man wird niemals enttÄuscht. Bis dahin haben Sie sich an die subtile aber strategisch platzierte Beleuchtung des Prado und die hohen WÄnde gewÖhnt, die zusammen dafÜr sorgen, dass dies einer der ersten Ausstellungsorte der Welt ist, an dem die Bilder aus den Rahmen springen zu scheinen. In Raum 32 Wird Francisco JosÉ de Goya y Lucientes vorgestellt, der gleichzeitig der am intensivsten reprÄsentierte spanische Meister im Prado ist Um Goyas Magie in diesen beliebtesten Bildern des Überaus produktiven Meisters zu erfassen, empfehlen wir eine selektive AnnÄherung. Begeben Sie sich in Raum 22, wo Sie wohl die am bekanntesten und faszinierendsten ÖlgemÄlde von Goya finden werden, "La Maja Vestida" und "La Maja Desnuda". Diese Portraits einer unbekannten Frau, von der man annimmt, dass es sich um die Duquesa de Alba (die vermutlich Goyas Geliebte war) handelt, sind -abgesehen von den fehlenden Kleidern im letzteren - identisch. Den Rest von Goyas Arbeiten kann man spÄter (er fÜllt die RÄume 19 bis 22 und seine frÜhen vorbereitenden Malereien fÜr Wandteppiche, religiÖse Bilder und Zeichnungen befinden sich im 2. Stock) genießen, jetzt sollte man sich in Raum 39 begeben, wo die dramatischen GemÄlde El Dos de Mayo und El Tres de Mayo den ersten Platz einnehmen. Zwei der sinnbildlichsten GemÄlde von Madrid, bringen Sie den Aufstand gegen die Franzosen von 1808 und die folgende Hinrichtung der AustÄndischen in Madrid in Erinnerung. Jetzt ist man auch auf dÜstere und verstÖrendere Werke aus Goyas spÄten Jahren, seine Pinturas Negras (Schwarzen GemÄlde, Raum 35 bis 38) vorbereitet, die so genannt werden, da TÖne in dunkelbraun und schwarz dominieren und die Charaktere von entstellter, animalistischer Erscheinung sind. Die Museumsverwalter des Prado haben diese auf wunderbare Weise mit Abblendlichtern ausgestellt, um der dÜsteren Stimmung, die diese GemÄlde hervorrufen, gerecht zu werden. Unter den verstÖrendsten dieser Arbeiten ist zweifellos "Saturno Dvorando a Su Hijo" (Saturn, der einen seiner SÖhne verschlingt), aber um das Wesen von Goyas Genie zu erfassen, sind "La Romería de San Isidro" und "El Akelarre" (El gran cabrn) konkurrenzlos. Das Erstere beschwÖrt eine sich krÜmmende Masse gequÄlter Menschen, wÄhrend das Letztere von den zwingend individuellen Gesichtern der verdammten Seelenauf Goyas Kreation bestimmt wird. Die beiden GemÄlde befindne sihc auf gegnÜberliegendenWÄnden in Raum 38. Wenn man nun das Wesentliche des Prados erfasst hat, ist es einem freigestellt, aus den verschiedenen Meisterwerken zu wÄhlen, die noch vorbleiben. Falls die spanischen Maler ihre Neugier geweckt haben, bestimmen die reinen Figuren von Francisco de Zurbarán die RÄume 17A und 18A, wÄhrend BartolomÉ Esteban Murillo (RÄume 28 und 29) und JosÉ de Ribera (Raum 16) auch auf ihrer Liste stehen sollten. Eine weitere Alternative ist die herausragende Sammlung flÄmischer Kunst des Prados. Die Übertriebenen Figuren und knolligen Engel von peter Paul Ruens (1577 - 1640) sind ein spielerisches Gegenmittel gegen die Finsternis vieler der anderen flÄmischen KÜnstler und kÖnnen indne RÄumen 8 bis 11 genossen werden. Sein GemÄlde "Las Tres Gracias" (Die drei Grazien) findet sich in Raum 9, wÄhrend das hervorstechende "Adoración de los Reyes Magos" sich in Raum 9B befindet. Andere ausgezeichnete Arbeiten in der unmittelbaren NÄhe schließen die von Anton Van Dyck (RÄume 9B, 10A und 10B) ein und auf keinen Fall dÜrfen Sie Rembrandt in Raum 7 verpassen. Es gibt jedoch kein GemÄlde im Prado, das sonderbarer und wunderbarer ist als Der Garten der LÜste von hieronymus Bosch (etwa 1450 - 1516), das man in Raum 56, die Treppen runter im Erdgeschoss findet. Bisher war jedoch niemand in der Lage eine endgÜltige ErklÄrung fÜr diese halluzinatorische Arbeit, obwohl sich schon viele daran versucht haben. Obwohl dieses ohne Zweifel die Hauptattraktion der Sammlung um diesen fantastischen Maler ist, verdienen alle seine Werke Anerkennung. Je mehr man sich damit beschÄftigt, um so schwerer kann man sich des Eindrucks erwehren, dass er mit einigen außergewÖhnlichen Drogen experimentiert haben muss. Ebenfalls im Erdgeschoss befindet sich die Ehrbezeugung des Prados fÜr die Italiener der Renaissance. Unter der Masse an Madonnen mit Babies und Christus in vielen Posen, sind einige besondere Werke eine Beachtung wert, wie Das Gastmahl des Nastagio degli Onesti in drei Teilen von Botticelli. Es gibt klassische Chiaroscuro von Caravaggio, wÄhrend Tintoretto und Titan mit der Perspektive experimentieren. In Raum 55B sind auch einige GemÄlde des deutschen KÜnstlers Albrecht DÜrer (1471-1528) ausgestellt. Das Prado durchlÄuft ein großangelegtes Erweiterungsprojekt, das Jahre dauern kann, obwohl es unwahrscheinlich ist, dass die wichtigsten AusstellungsrÄume in den nÄchsten Jahren geÄndert werden, wenn Überhaupt. Die Arbeit des Architekten Rafael Moneo, das Euro50 Million Gran Prado Projekt zur Erweiterung umfasst die Einbindung dessen, was das Kloster der Iglesia de San Jerónimo El Real war durch den Bau einer Verbindung mit dem HauptgebÄude durch einen unterirdischen Tunnel. Die Verwaltung wird in das neue GebÄude ziehen und eine neue Bibliothek, Gallerie mit Zeichnungen, zeitgenÖssischer Ausstellungsraum und ein Seminarzentrum werden dort ebenfalls eingerichtet. Dieser Teil des Projekts war zum Zeitpunkt der Recherche beinahe fertig. Zu einem spÄteren Zeitpunkt werden die Tausende an derzeit eingelagerten GemÄlden (auch bekannt als der "versteckte Prado) verzieren, was bis vor Kurzem als das Museo del EjÉrcito (MilitÄrmuseum) bekannt war und damit diese Kunstausstellung der Weltklasse noch besser machen.

Parque del Buen Retiro Parque del Buen Retiro

Die wundervollen GÄrten von El Retiro sind so vergnÜglich wie andere, die man in einer europÄischen Stadt finden kann. ÜbersÄt mit MamordenkmÄlern, gÄrtnerisch gestalteten Rasen, den gelegentlich eleganten GebÄuden und reichlich GrÜn, ist es wÄhrend der Woche ruhig und kontemplativ. Dies Ändert sich an den Wochenenden.

Der kÜnstlich angelegte See in der Mitte des Parks wird vom gewaltigen Mausoleum Alfons Xii. und dem Sphinx-beladenen Ägyptischen Brunnen bewacht. Der Park hat einen besonders schÖnen Rosengarten, La Rosaleda, und eine etwas finstere Statue eines El Ángel Caído, von der man sagt, dass es die erste dem Dunklen Lord gewidmete Statue Überhaupt ist.

Palacio Real Palacio Real

Dieser italienisch anmutende Barockkoloss mit etwa 2.800 RÄumen wurde von Philipp V nach der ZerstÖrung sines VorgÄngers, dem Alcázar, 1734 begonnen. UngefÄhr 50 RÄume stehen den Besuchern offen, einschließlich einem, der die Farmacia Real enthÄlt, eine scheinbar endlose Parade and Tigeln mit Medizin. Der Thronsaal ist eine schwindelerregende Zusammenstellung aus blutroten WÄnden und Tiepolo-Decken.

Museo de San Isidro Museo de San Isidro

Benannt nach dem Schutzheiligen von Madrid, kÖnnen Sie hier archÄologische FundstÜcke aus dem alten Madrid, einschließlich Fragmente eines Mosaiks der rÖmischen Villa in Carabanchel (jetzt sÜdliche Vorstadt) sehen. Das GebÄude hat auch einen Innenhof aus dem16. Jahrhundert, eine Kapelle aus dem 17. Jahrhundert und interessante AusstellungsstÜcke zur Geschichte Madrids.

Museo Arqueológico Nacional Museo Arqueológico Nacional

Durch einen kÖniglichen Erlass 1867 gegrÜndet, ist dies die Mutter kÖniglicher Sammlungen, mit Kleinodien aus der FrÜhgeschichte, dem alten Ägypten, Griechenland, Rome und MudÉjar Spanien. Achten Sie auf den Sarkophag von Amemenhat (Raum 13), die Lady of Elche (20), Recesvintos Krone (29) und den Aljafería Bogen (30).

El Rastro Market El Rastro Market

Der ÜberfÜllte Flohmarkt am Sonntag war im 17. und 18. Jahrhundert hauptsÄchlich ein Fleischmarkt (das Wort rastro, das Fleck bedeutet, bezog sich auf die Blutspur, die durch den HÜgel hinuntergezogenen Tiere entstand). Sonntags morgens ist das der Ort, an dem man mit dem Rest von Madrid in all seiner VielfÄltigkeit auf der Suche nach einem SchnÄppchen sein muss.

Vorischt, KÄufer: der Markt ist ÜberfÜllt mit Gelegenheits-Taschendieben, also halten Sie sich an Ihren Sachen fest und bewahren Sie Wertsachen nicht in einfach zu erreichenden Taschen auf.

Plaza Mayor Plaza Mayor

Madrids imperialistisches Herz schlÄgt auf der Plaza Mayor, dem Stadtplatz, der 1619 von Juan Gómez de Mora entworfen wurde, am lautesten. Beliebt als Ort fÜr Autos-da-Fe (die rituelle Verdammung von Heretikern, oft gefolgt von der Verbrennung auf dem Scheiterhaufen) wird er heute denen Überlassen, die einen Drink im Freien oder einen Snack mÖgen.

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