Safari – eine AktivitÄt, die sich geradezu aufdrÄngt, aber es gibt viele Wege zu „safaren“. Mal was anderes sind Kamelsafaris – in den Stammesgebieten der Samburu und Turkana zwischen Isiolo und dem Turkana-See – die auf der Liste unvergesslicher Erlebnisse ganz oben stehen.
Lake Magadi (Magadisee)Der sÜdlichste der im Rift Valley gelegenen kenianischen Seen, Lake Magadi, wird wegen seiner Abgelegenheit nur selten von Touristen besucht, obwohl er sich fÜr einen Tagesausflug mit eigenem Fahrzeug anbietet. Als mineralreichster der Natronseen ist er beinahe vollstÄndig mit einer dicken Sodakruste bedeckt, die viele verschiedene Vogelarten trÄgt und der Gegend das eigenartige Aussehen einer Mondlandschaft verleiht.
Ein Fußsteig fÜhrt Über den dramatischsten Teil dieser bizarren Landschaft zu einem Aussichtspunkt am Westufer. Eine lohnende Fahrt, wenn man einen GelÄndewagen hat, andernfalls bieten sich die weiter sÜdlich gelegenen heißen Quellen an. Diese sind an sich nicht sonderlich dramatisch, doch in den tieferen Becken kann man baden, außerdem bieten sie Lebensraum fÜr viele Fische, die sich den Lebensbedingungen im heißen Wasser angepasst haben. MÖglicherweise ist auch gerade ein Einheimischer, wahrscheinlich ein Masai, in der NÄhe, der eine FÜhrung anbietet und gegen einen Obolus alles erklÄrt.
Hell's Gate National ParkHell's Gate – wahrlich ein Erlebnis. Der Park ist insofern einzigartig, als das gesamte Gebiet ohne FÜhrer zu Fuß oder per Fahrrad erkundet werden darf. Mit dem Auto wÄre das natÜrlich auch mÖglich, doch warum sollte man?! Senses are heightened tenfold when you're face to face with grazing zebras, towering giraffes, galloping gazelles and massive eland antelopes.
Es gibt einen Rundweg von 22 km, der an einem Tag mit dem Auto, per Fahrrad oder zu Fuß zurÜckgelegt werden kann; eine weitere MÖglichkeit ist eine Wanderung abseits der Hauptwege entlang des Buffalo Circuit. Camping ist sehr zu empfehlen.
Ruinenstadt GediDie Ruinenstadt Gedi (oder Gede) ist eins der wichtigsten historischen DenkmÄler an der kenianischen KÜste. Die im Wald verborgenen Ruinen bilden einen weitlÄufigen Komplex von HÄusern, PalÄsten und Moscheen, der umso mysteriÖser erscheint, wenn man weiß, dass es keinerlei historische Texte gibt, die auf die Existenz von Gedi hinweisen.
Bei Ausgrabungen wurden chinesisches Ming-Porzellan und Glas sowie glasierte persische TÖpferwaren gefunden, die nicht nur auf die Handelsrouten, sondern auch auf den Sinn der Suaheli-Elite fÜr LuxusgÜter schließen lassen. Weiterhin befinden auf dem GelÄnde Ruinen reichverzierter GrabstÄtten, Moscheen und die Reste eines Suaheli-Palastes.
Kakamega Forest ReserveIn diesem wunderbaren StÜck unberÜhrten tropischen Regenwaldes lebt eine Vielzahl von VÖgeln und Tieren – ein Anziehungspunkt fÜr Individualreisende, der sich wachsender Beliebtheit erfreut. Hauptattraktion ist die Tierwelt, besonders die VÖgel, von denen Über 330 Arten ausgemacht wurden. Hier im Regenwald halten sich noch Gepflogenheiten einiger StÄmme wie Beschneidungsrituale.
Es lohnt sich unbedingt, einem offiziellen FÜhrer, ausgebildet von der Kakamega Biodiversity Conservation and Tour Operators Association, zu folgen. Nicht nur, dass man sich nicht verlÄuft (viele der Wanderzeichen fehlen), die Guides sind auch exzellente Naturkenner, die VÖgel schon an ihrem Ruf erkennen kÖnnen und viel Interessantes Über die zahlreiche Tiere zu berichten wissen.
Masai Mara National ReserveDieses weltbekannte Reservat mit Über 1510 qkm offener hÜgeliger GrasflÄchen vor dem Hintergrund des spektakulÄren Esoit Oloololo (Siria) Escarpment wird vom Mara River mit Wasser versorgt und von einer erstaunlich zahl- und artenreichen Tierwelt bevÖlkert.
Von den Großkatzen sind vor allem LÖwen Überall in großen Rudeln zu sehen, und oft kann man sie sogar bei der Jagd beobachten. Geparden und Leoparden zeigen sich weniger oft, doch auch sie leben hier in recht großer Zahl, ebenso Elefanten, BÜffel, Zebras und Flusspferde.
Die grÖßte Attraktion ist zweifellos die alljÄhrliche Gnuwanderung im Juli und August, wenn diese hochbeinigen Tiere zu Millionen aus der Serengeti Richtung Norden wandern. Zumeist sind sie dabei zu sehen, wie sie in endlosen Reihen grasen oder umherstaksen – weniger bei filmreifen FlussÜberquerungen – doch auch so ist der Anblick mehr als eindrucksvoll.
Amboseli National ParkAuf den 392 qkm des Amboseli leben riesige Elefantenherden, und der Anblick, wenn eine von ihnen in gemÄchlichem Tempo Über die grasigen Weiten zieht, im Hintergrund der Kilimandscharo in Tansania, mag zwar einem oft bemÜhten afrikanisches Klischee entsprechen, das Ändert aber nichts daran, dass dieses Erlebnis sich tief einprÄgen wird.
NairobiKenias Hauptstadt ist kosmopolitisch, lebhaft, interessant und schÖn angelegt. Sein zentrales GeschÄftsviertel ist Überschaubar, kompakt und genau der richtige Ort, um ins moderne afrikanische Stadtleben einzutauchen. Und leider auch ein guter Platz, um Opfer eines RaubÜberfalls zu werden. Sicherheit ist besonders nachts definitiv ein Problem.
Nairobi, ursprÜnglich kaum mehr als eine sumpfige Wasserstelle fÜr Masai-StÄmme, wuchs mit dem Bau der Eisenbahn; 1900 war es bereits eine bedeutende Stadt. FÜnf Jahre spÄter lÖste es Mombasa als Hauptstadt des britische Protektorates ab. Inzwischen ist Nairobi die grÖßte Stadt zwischen Kairo und Johannesburg.
Wie die meisten StÄdte hat Nairobi einen lebhaften Markt, Gegenden die von Handel und Transport geprÄgt sind, seine Vororte fÜr die Mittelschicht und die großzÜgigen Villen inmitten der Blumenpracht ihrer GÄrten – fÜr die Reichen und MÄchtigen. Das erstgenannte Viertel, an der und rund um die River Road, ist eine dynamische Gegend voller Energie, Hoffnungen und Opportunismus, die Arbeiter, erschÖpfte Matatu-(Minibus-)fahrer, die Arbeitslosen, Randexistenzen, die Schicksalsgebeutelten und Verwirrten mit Prostituierten, Ladenbesitzern, OberschÜlern, ImbissverkÄufern, dÖsigen Sicherheitsleuten und den VerkÄufern der kleinen verbotenen Freuden des Lebens zusammenwÜrfelt. Diese bunte Mischung macht die Gegend zu einem der Brennpunkte fÜr kleinen DiebstÄhle und RÄubereien. NÖrdlich des Stadtzentrums wirds dann ruhiger und gepflegte RasenflÄchen weichen Westlands, dem von weißen Expats dominierten Wohn- und Einkaufsviertel.
LamuLamu scheint der Phantasie entsprungen, ein Ort wie nicht von dieser Welt, gehÜllt in einen Umhang aus mittelalterlicher Romantik. Kenias Älteste noch bewohnte Stadt, abgelegen und unabhÄngig, mit einer beinahe ausschließlich muslimischen BevÖlkerung, hat sich Über viele Jahrhunderte hinweg in Erscheinungsbild und Charakter kaum verÄndert.
Die einst blÜhende Hafenstadt ist nun ein wunderbar entspanntes und entspannendes Ziel. Bis auf Sansibar kann keine Suaheli-Stadt ein solches kulturelles Erlebnis und so unverfÄlscht erhaltene traditionelle Architektur bieten – nur die Antennen muss man ignorieren kÖnnen.
Einige Stunden im Lamu Museum, direkt am Wasser, bieten eine exzellente EinfÜhrung in Kultur und Geschichte der Stadt. Und wenn hier das Interesse an Suaheli-Kultur erwacht ist: ganz in der NÄhe gibt es in einem wunderschÖn restaurierten GebÄude das Swahili House Museum. Eine der skurrileren Attraktionen Lamus ist das Donkey Sanctuary, die Eselschutzzone – zweifellos eine willkommene ZufluchtsstÄtte fÜr all die Esel auf der Suche nach politischem Asyl. Ein SegeltÖrn auf einem Dhau ist beinahe Pflichtsache.
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