Sehenswürdigkeiten

Wem nach Schwimmen zumute ist, dem stehen gegen eine kleine Gebühr die Pools der größeren Hotels oder die öffentlichen Schwimmbäder in Balaju und im National Stadium zur Verfügung. Wer sich vor Ort für eine Trekking-Tour fit machen möchte, kann in Kathmandu das Physical Fitness Centre zum Fitness-Training besuchen oder nach der Tour dort zum Entspannen in die Sauna gehen. Heißluftballons tragen einen über die Smogglocke hinaus, und an klaren Tagen kann man bis zu den Bergmassiven des Himalaya sehen.

Durbar Square Durbar Square

Der Durbar Square, Herzstück des alten Kathmandu, ist eine Anhäufung von Tempeln und Schreinen mit kunstvoll geschnitzten Dächern, Türen und Fenstern. Viele der Gebäude sind alt, andere haben das große Erdbeben von 1933 nicht überlebt und wurden nicht immer originalgetreu wieder aufgebaut.

Ein guter Ausgangspunkt für eine Erkundungstour ist der etwas unscheinbare Kasthamandap, angeblich das älteste Gebäude im Tal. Eindeutige Nachweise gibt es nicht, doch viel spricht dafür, dass mit seinem Bau im 12. Jahrhundert begonnen wurde. Er diente zuerst als Versammlungshaus, dann als Tempel für die Gottheit Gorakhnath; in jüngster Zeit versammeln sich hier Träger, die nach Touristen Ausschau halten. In der Nähe steht der Maju Deval, ein Shiva-Tempel, von dessen Stufen aus man wunderbar Straßenhändler, Rikscha-Fahrer und Souvenirverkäufer beobachten kann, die gutgläubigen Touristen alle Arten von Dienstleistungen anbieten.

Ebenfalls sehenswert sind: die Große Glocke, die mit ihrem Klang böse Geister vertreiben soll; der Jaganath Tempel, berühmt für seine Reliefbänder mit erotischen Schnitzereien; die furchteinflößende Steinskulptur der sechsarmigen Kala Bhairab ; und der Taleju Tempel, wohl der schönste unter all den Tempeln des Platzes - aber leider für die Offentlichkeit nicht zugänglich; selbst Nepali erhalten nur während des Dasain-Festes Zutritt.

Hanuman Dhoka (Alter Königspalast) Hanuman Dhoka (Alter Königspalast)

Der Palast wurde ursprünglich in der Lichhavi-Fra errichtet und von König Pratap Malla im 17. Jahrhundert weitgehend renoviert. Am Eingang steht die Statue des Affengottes Hanuman (1672), der im Hindu-Epos Ramayana den Rama stets hilfreich zur Seite stand. Das Gesicht der unter einem Schirm verborgenen Statue ist dick mit sindur bestrichen, einer Paste, die die Gläubigen als Schmuck für Götterbilder verwenden. Auf beiden Seiten des Palasttores stehen Steinlöwen ; einer wird von Shiva und der andere von seiner Frau Parvati geritten. Direkt über dem Tor befindet sich eine hell gestrichene Nische mit einer grimmig blickenden tantrischen Figurine.

Der Palast besitzt viele chowks (Innenhöfe) wie den Nasal Chowk. Während der Rana-fra diente dieser Hof als Schauplatz für die Krönungszeremonie - eine Tradition, die bis heute fortgeführt wird. Im Mul Chowk werden während des Dasain-Festes Taleju Bhawani, der königlichen Gottheit der Mallas, Opfer dargebracht.

Im westlichen, Richtung Durbar Square gelegenen Palastteil ist ein interessantes Museum untergebracht, das dem erfolgreichen Putsch König Tribhuvans gegen die Rana gewidmet ist und sein Leben mit persönlichen Gegenständen, zahlreichen Fotografien, Zeitungsausschnitten, herrlichem Mobiliar und anderen Nippes anschaulich illustriert.

Freak Street Freak Street

Die legendäre Freak Street, die durch die Hippie-Bewegung in den 60er und 70er Jahren weltweit bekannt wurde, hieß ursprünglich Jochne. Sie verläuft vom Basantapur Square aus Richtung Süden und übte in ihrer Blütezeit mit ihrem Duft nach süßem Weihrauch, mit den Gebetsmühlen schwingenden Kindern, billigen Hotels, improvisierten Restaurants und Läden, die alle erdenklichen Utensilien zur Erlangung der göttlichen Erleuchtung verkauften, eine magische Anziehungskraft auf westliche Touristen aus. Kein Wunder, dass die langmähnigen 'Freaks' diese Straße bald zu ihrem Treffpunkt erkoren und sie schließlich auch nach diesen benannt wurde. Love-ins gehören mittlerweile der Vergangenheit an, doch dank der Geschichte der Freak Street und ihrer Lage im Herzen der Altstadt zählt sie nach wie vor zu den touristischen Attraktionen Kathmandus.

Patan Patan

Patan ist zwar die zweitgrößte Stadt des Kathmandutals, doch das Leben verläuft hier wesentlich geruhsamer und weniger hektisch als in der auf der anderen Seite des Flusses Bagmati gelegenen Hauptstadt. Patans ganzer Stolz sind seine Tempel und Kunsthandwerker, die solche Meisterwerke wie den Durbar Square geschaffen haben - eines der schönsten Ensembles newarischer Baukunst in ganz Nepal. Erwähnt seien hier der Königspalast mit einem reich verzierten Bad sowie der zweistöckige Jagan Narayan-Tempel aus Ziegelstein, dessen Dachbalken geschnitzte Figuren in abenteuerlichen Beischlafposen zieren.

Etwas weiter nördlich des Platzes liegt der Goldene Tempel, ein buddhistisches Kloster, das von den heiligen Schildkröten im Hof bewacht wird; und der Kumbeshawar, der als ältester (1392) Tempel Patans gilt. Südlich des Platzes kommt man in ein Viertel mit kleinen, von Metall- und Kupferschmiedewerkstätten gesäumten Straßen.

Patans weitere Sehenswürdigkeiten sind außerhalb der Stadt zu finden: die vier Stupas, die vor über 2500 Jahren erbaut worden sein sollen und Nepals einziger Zoo, in dem zahlreiche einheimische Tierarten wie Nashörner, Tiger, Leoparden und Vögel zu besichtigen sind. Im Park vor dem Zoo lesen einem Wahrsager aus der Hand, als welches Tier man im nächsten Leben auf die Welt kommen wird. In Jawlakhel, östlich der Stadt, kann man tibetische Teppiche kaufen.

Bhaktapur Bhaktapur

Bhaktapur ist trotz der jüngsten Bemühungen um eine moderne Stadtentwicklung in vielerlei Hinsicht die mittelalterlichste der drei großen Städte des Kathmandutals geblieben. Hier umfängt einen nicht zuletzt dank der herrlichen Bauten aus dem ausgehenden 17. Jahrhundert eine zeitlos anmutende Atmosphäre. Die meisten Sehenswürdigkeiten sind leicht zu Fuß erreichbar, darunter ein weiterer Durbar Square, der wesentlich größer ist als sein Namensvetter in Kathmandu und zu dem unzählige Tempel, Statuen und Säulen gehören, die oft mit grausamen Geschichten verknüpft sind. So wurden zum Beispiel dem Schöpfer der Statuen von Ugrachandi und Bhairab die Hände abgehackt, damit er kein zweites Mal solche Meisterwerke schaffen könne.

Bhaktapurs zweiter Hauptplatz ist der Taumadhi Tole mit dem Nyatapola, dem höchsten Tempel des Tales, und dem Til Mahadev Narayan, einem bedeutenden Wallfahrtsziel. In der Nähe liegt der Potters' Square, der Töpfermarkt, wo tausende von Tonkrügen hergestellt und verkauft werden. Wer die winkeligen Gassen des alten Stadtzentrums Richtung Osten durchwandert, kommt zum Tachupal Tole, einem weiteren Platz mit Tempeln, Klöstern und Handwerksmuseen.

Zwischen all den Tempelbesichtigungen empfiehlt es sich, öfter eine Atempause einzulegen und die Szenen des nepalischen Alltag auf sich wirken zu lassen: Getreide, das zum Trocknen in der Sonne ausgelegt wird, Frauen, die an den öffentlichen Wasserstellen Wasser holen oder Wäsche waschen, spielende Kinder, zum Trocknen aufgehängtes gefärbtes Garn oder Töpfer, die ihren Ton kneten.

Lonely Planet

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