Vom Flughafen aus erreicht man das Zentrum am besten mit einem Taxi, was zwar teurer ist als der Bus, aber dafür sehr viel schneller. Innerhalb von Istanbul gibt es zwei Kategorien von Stadtbussen: öffentliche und private. Beide sind praktisch, aber langsam und meistens überfüllt. Dolmus sind Minibusse, die einen bestimmten Weg zu einem vorher vereinbarten Preis abfahren. Obwohl die U-Bahn in Istanbul voraussichtlich erst in zehn Jahren fertig gestellt sein wird, wurden bereits einige Linien in Betrieb genommen. Taxis gibt es in rauen Mengen, die meisten fahren mit umweltfreundlichem Erdgas. Man sollte sich jedoch vergewissern, dass der Zähler läuft und sich nicht auf einen Pauschalpreis für die Fahrt einlassen.
Die angenehmste Art der Fortbewegung in der Stadt ist die Fähre. Die traditionellen weißen Schiffe wurden durch moderne Katamarane ersetzt, die zwar schneller, leider aber auch doppelt so teuer sind. Mit einigen Fähren kann man zwischen dem europäischen und dem asiatischen Ufer des Bosporus pendeln.
Istanbul mit dem Auto zu erkunden, erfordert wahren Heldenmut. Die Beschilderung lässt zu wünschen übrig und die Unmengen von wild durcheinander fahrenden Autofahrern können einem das Leben zur Hölle machen. Private Fahrzeuge sollte man für die Dauer seines Aufenthalts an einem bewachten Parkplatz abstellen und auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen. Leihwagen holt man sich am besten direkt am Flughafen und fährt von dort aus auf der Autobahn seinem Ziel entgegen.
Alle Straßen führen nach Istanbul. Die Stadt ist der größte Verkehrsknotenpunkt des Landes und es ist einfacher, dorthin zu gelangen als sich in dieser krakenhaften Metropole zurechtzufinden.
Es gibt so viele Charter- und Linienflüge aus allen europäischen Ländern, dass die Kapazitäten der internationalen Terminals des Flughafens Atatürk kaum ausreichen - ein neues Abfertigungsgebäude ist allerdings im Bau. Der internationale Busbahnhof (otogar) im Viertel Enseler im Osten der Stadt bedient praktisch alle Städte der Türkei und seiner Nachbarländer, einschließlich Aserbaidschan, Bulgarien, Griechenland, Iran, Saudi-Arabien, Syrien sowie einige weitere Regionen Osteuropas und des Nahen Ostens. Ein zweiter Busbahnhof liegt am asiatischen Ufer des Bosporus. Die Züge aus Europa enden im Bahnhof beim Topkapi-Palast. Ein weiterer Bahnhof auf der asiatischen Seite verbindet Istanbul mit Zielen in Ost- und Südanatolien.
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