Sehenswürdigkeiten

Es gibt fast nichts, was man in Indonesien nicht unternehmen kÖnnte. Beste Bedingungen fÜr jeden nur denkbaren Wassersport sind rund Über den Archipel zu finden, mit vielen geeigneten Orten zum Tauchen und Schnorcheln, Surfen und Windsurfen. Sumatra, Kalimantan und Papua sind ein Paradies fÜr Trekking im Dschungel, wÄhrend Kletterer sich an die Felsen von Java oder Bali halten sollten.

Nationalpark Lore Lindu Nationalpark Lore Lindu

Dieser große, abgelegene Nationalpark ist noch weitgehend unberÜhrt vom Tourismus. Der Park ist ein Trekking-Paradies mit vielen exotischen Pflanzen und Tieren. Es gibt Schmetterlinge, die grÖßer als eine Menschenhand sind. Im Park leben auch Stammesgruppen, die sich fÜr ihre traditionellen Zeremonien in farbenfrohe Trachten kleiden.

Zu den Attraktionen des Parks gehÖren alte Megalithen - vorwiegend im Bada-, Besoa- und Napu-Tal -, einsame Gipfel, die teils hÖher als 2.500 m sind, die Beobachtung von VÖgeln bei Kamarora und der große Danau-Lindu-See.

Das HauptgebÄude des Parks mit der Station der Ranger und dem Besucherzentrum liegt ungefÄhr 1 km vom Dorf Kamarora entfernt. Die ParkwÄchter kÖnnen erklÄren, wo einige kÜrzere Wege beginnen, fÜr die kein FÜhrer notwendig ist. Einer der Wege fÜhrt zu einem 10 m hohen Wasserfall (2 km), ein anderer zu den heißen Quellen von Kadida (3 km). FÜr lÄngere Wanderungen kann hier ein FÜhrer besorgt werden.

Gunung Kawi Gunung Kawi

Am Fuß des Üppigen, grÜnen Tals liegt eines der Ältesten, bezauberndsten und sicherlich grÖßten KulturdenkmÄler Balis. Gunung Kawi besteht aus 10 candi (Schreinen), die als GedenkstÄtten nach dem Modell existierender Statuen aus dem Fels gehauen wurden. Sie stehen in 7 m hohen, geschÜtzten Nischen, die in die Felswand gehauen wurden.

Orang-Utan-Beobachtungszentrum Bohorok Orang-Utan-Beobachtungszentrum Bohorok

Das berÜhmte Rehabilitationszentrum wurde 1973 gegrÜndet, um die Primaten nach der Gefangenschaft oder Umsiedelung an das Leben in Freiheit zu gewÖhnen. Nach der ErÖffnung eines neuen Auswilderungszentrums in Medan Anfang 2002 wird die Bukit Lawang-Station als Beobachtungszentrum fÜr Orang-Utans weitergefÜhrt, in dem die einzigartige MÖglichkeit besteht wird, halbwilde Orang-Utans wÄhrend der FÜtterungen in Freiheit zu beobachten.

Kelimutu Kelimutu

Die leuchtend farbigen Kraterseen im Gipfelgebiet des Vulkans Kelimutu sind zweifellos die spektakulÄrste SehenswÜrdigkeit von Nusa Tenggara. Erstaunlicherweise Ändern die Seen periodisch ihre FÄrbung - heute ist einer schillernd tÜrkis, der zweite schokoladenbraun und der dritte dunkelgrÜn.

Vor einigen Jahren waren die Seen blau, braun und schwarz, und in den 1960er Jahren schimmerten sie blau, rotbraun und hellbraun.

Es wird angenommen, dass die Farben der Seen auf Grund des wechselnden Mineralgehalts variieren - ein Vorgang, der sich wÄhrend der Regenzeit beschleunigt. Die Mondlandschaft im Gipfelgebiet verleiht dem Kelimutu eine außerirdische AtmosphÄre, vor allem, wenn Wolken Über die Krater ziehen und Sonnenstrahlen leuchtende Pinselstriche auf die Seen malen.

Eine geschlossene Straße fÜhrt von dem in 13,5 km Entfernung am Fuße des Berges liegenden Ort Moni zu den Seen.

Borobudur Borobudur

Die kolossale buddhistische Tempelanlage, eines der Wunder SÜdostasiens, ragt aus einem Flickenteppich flaschengrÜner Reisfelder und schlanker Palmen hervor. Sie Überlebte den Aschenregen des Gunung Merapi, Terroristenbomben und die Sohlen von Millionen Touristenschuhen - und ist immer noch genau so geheimnisvoll und schÖn, wie wohl schon vor 1200 Jahren.

Die Tempelpyramide besteht aus zwei Millionen SteinblÖcken in Form einer massiven, symmetrischen Stupa, die sich sprichwÖrtlich um einen kleinen HÜgel legt. Sie ruht auf soliden Fundamenten von 118 m x 118 m. Sechs quadratische Terrassen werden von drei kreisrunden Terrassen gekrÖnt; vier fein gemeißelte Steintreppen fÜhren hinauf zur Spitze. Die Farbe ist lÄngst abgewaschen, aber man glaubt, dass das graue Gestein von Borobudur einst in einer Farbe prangte, mit der die Strahlen der Sonne eingefangen wurden.

Lombok Lombok

Lombok ist weniger entwickelt als Bali und bietet schÖnere StrÄnde, einen grÖßeren Vulkan und vielfÄltigere Landschaften. Der Tourismus ist noch recht unaufdringlich und viele Besucher sind Individualreisende, die von den unglaublichen Tauch- und SchnorkelgrÜnden, den Wander- und Surfparadiesen und der faszinierenden einheimischen Kultur angezogen werden.

Bali Bali

Bali ist so malerisch, dass es fast unecht wirkt: Terrassierte Reisfelder fallen wie Riesentreppen die HÄnge hinab, Vulkane ragen in die Wolken hinauf, Üppige, tropische WÄlder dehnen sich aus und StrÄnde werden von den warmen Wellen des Indischen Ozeans bespÜlt.

Die tragischen Ereignisse der kÜrzlichen Vergangenheit haben viele der Touristen vertrieben, die Bali im Wesentlichen als eine Tankstelle fÜr billiges Bier betrachteten. Und wÄhrend das Bintang immer noch genauso gut schmeckt, ist der Zauber der Tempel, Zeremonien, StrÄnde, Berge und die Lebensfreude der Einwohner ungebrochen und kann mehr denn je genossen werden.

Man kÖnnte es fast eine erfrischende Pause nennen. Seit die Touristenzahlen auf Grund der BombenanschlÄge gesunken sind, wird die Problematik des unbeschrÄnkten Tourismus und seiner Kosten fÜr Umwelt und Kultur offener angesprochen. Es bildet sich organisierter Widerstand gegen neue Resorts und GolfplÄtze, die damit drohen, die WasservorrÄte zu erschÖpfen, die wie silberne BÄnder von den HÜgeln fließen und die man bislang fÜr unbegrenzt hielt. In der Zwischenzeit Üben die Restaurants, Spas, GeschÄfte und StrÄnde von Weltklasse weiterhin ihre Verlockung aus.

Jakarta Jakarta

Wer resistent gegen die Umweltverschmutzung Jakartas ist und Über die Mittel verfÜgt, seine Reize zu bezahlen, fÜr den ist Jakarta eine der aufregendsten Metropolen der ganzen Region. Jakarta ist gewissermaßen wie eine große Durian, eine Stinkfrucht: manche sind versessen auf sie und andere kÖnnen sie nicht ausstehen.

Jakarta, noch kÜrzlich im Ruf eines armseligen HÖllenlochs, mutierte innerhalb kaum zehn Jahren zu einer asiatischen Boomstadt. Die Stadt, die wÄhrend der 1998er Unruhen ausbrannte, ist nach wie vor das Zentrum des politischen Geschehens, in dem das neue Indonesien geformt wird.

Auf den ersten Blick scheint die heiße, smogverschmutzte Stadt lediglich ein Warteraum fÜr Millionen zu sein, die hier ihr GlÜck versuchen wollen. Der macet, das berÜchtigte Verkehrschaos Jakartas verstopft die Schnellstraßen, Stadtplanung ist unbekannt und alle Versuche, so etwas wie ein Zentrum zu bilden, sind ins Stottern gekommen und schließlich gescheitert.

Aber hinter der dÜnnen Fassade von Glass- und BetonwÄnden und schÄbigen Slums ist Jakarta eine Stadt voller Überraschungen. Von den intensiven GerÜchen der quirligen Straßen Chinatowns zu fantastischen MÄrkten und EinkaufsmÖglichkeiten und dem hÄmmernden, dekadenten Nachtleben ist Jakarta eine BÜchse Pandoras, die bis zum Rand mit dem Besten und Schlechtesten der indonesischen Kultur und Gesellschaft gefÜllt ist.

Lonely Planet

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