Obwohl die meisten Regionen Indonesiens auch in der Regenzeit bereist werden können, sind einige Aktivitäten dann nur eingeschränkt möglich und die Fortbewegung auf den schlammigen Straßen in den weniger entwickelten Gebieten ist beschwerlich. Die beste Reisezeit ist generell die Trockenzeit von Mai bis Oktober.
Die meisten indonesischen Feste sind Anlass genug, um einen Ort zu besuchen. Aber einige sind so bedeutend, dass sie für Reisende Probleme aufwerfen. Zur Zeit der Bestattungsrituale in Tana Toraja vervielfältigt sich die Bevölkerungszahl in Rantepao und die Hotelpreise steigen in den Monaten Juli und August erheblich an. Die letzten Tage des Idul Fitri auf Java sollten besser vermieden werden, denn der öffentliche Transport verwandelt sich in ein Chaos und manche Geschäfte schließen.
Die erheblich verringerten Touristenzahlen bedeuten, dass Indonesiens "Hauptsaison" nicht mehr die gleiche, starke Anziehungskraft wie früher besitzt. Allerdings bringt die Urlaubszeit um Weihnachten herum im Dezember und Januar immer noch massenweise australische Urlauber ins Land und Europäer reisen vor allem im Juli und August nach Bali, Java, Sumatra und Sulawesi. Aber abgesehen von den klimatischen Bedingungen ist eigentlich jede Jahreszeit für eine Reise nach Indonesien geeignet.
Die Hauptferienzeit der Indonesier beginnt mit dem Ende des Fastenmonats Ramadan, dann überfluten einheimische Touristen die Urlaubsorte und die Preise eskalieren. Auch von Mitte Juni bis Mitte Juli, wenn die High-School-Studenten ihren Schulabschluss hinter sich haben, sind ganze Busladungen von ihnen zu den Touristenattraktionen unterwegs, insbesondere auf Java und Bali.
Bei der Völkervielfalt des indonesischen Archipels ist es nicht überraschend, dass das ganze Jahr über eine unüberschaubare Fülle von kulturellen Festen gefeiert werden. Auf der Insel Sumba werden im Februar und März Schaukämpfe veranstaltet, die auf die Epoche der mörderischen Kriege zurückgehen. Zur balinesischen Neujahrsfeier Nyepi(März-April) versuchen die Inselbewohner, die dämonischen Geister davon zu überzeugen, dass die Insel unbewohnt ist. Die Folge ist, dass die ganze Insel "zumacht" und sozusagen zum Erliegen kommt. Während des balinesischen Galungan -Festes(wechselnde Daten) steigen sogar die Götter auf die Erde hinab und stimmen in die ausgelassene Fröhlichkeit mit ein. Auf der Insel Larantuka wird eine bewegende Osterprozession veranstaltet, in Ruteng, Flores, finden im August Peitschenduells statt und in Zentral-Sulawesi der Totenkult der Torajah, der vorwiegend zwischen August und Oktober zelebriert wird. Da die meisten Indonesier Moslems sind, richten sich viele Festlichkeiten nach dem Mondkalender und finden jedes Jahr 10 bis 11 Tage früher statt.
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