Sehenswürdigkeiten

Zu den schÖnsten BeschÄftigungen in Ungarn gehÖrt die Beobachtung von VÖgeln, Reiten im Hortobágy-Nationalpark, Wandern im Mátra-Gebirge und den ZemplÉn-HÜgeln bei Tokaj, Kanu fahren auf der Theiß (Tisza) und Klettern in den KarsthÖhlen von Aggtelek. Wer will, kann in einem Ultraleicht-Flugzeug Über den Plattensee (Balaton) fliegen, ihn auf dem Fahrrad umrunden oder auf seinen Wellen windsurfen.

Aquincum-Museum Aquincum-Museum

Die RÖmersiedlung Aquincum ist die vollstÄndigste Zivilstadt Roms in Ungarn. Sowohl im Museumspark wie auch im MuseumsgebÄude wird versucht, die Ruinen anschaulich zu erklÄren - mit einigem Erfolg. Die meisten großen Skulpturen und Steinsarkophage befinden sich außen auf der linken Seite des Museums oder dahinter in der Steinhauerei.

Achten Sie auf die Nachbildung der tragbaren Orgel aus dem 3. Jhd. (Hydra) und das Mosaik, auf dem zu sehen ist, wie sie gespielt wurde. Auch das Modell eines rÖmischen Bades ist interessant.

Burg Visegrád Burg Visegrád

Die beeindruckende Burg Visegrád thront hoch oben auf dem SchlosshÜgel. Einst der Sitz der ungarischen KÖnige, war die Burg seit 1259 der Aufbewahrungsort der ungarischen Kronjuwelen. Bis sie 1440 von der vorwitzigen Elisabeth von Luxemburg mit Hilfe ihrer Kammerzofe entwendet wurden.

Sie eilte stracks nach SzÉkesfehÉrvár, um ihren Sohn László, noch ein Kind, zum KÖnig krÖnen zu lassen. Die Krone kehrte 1464 in die Burg zurÜck, wo sie bis zur tÜrkischen Invasion blieb. 1702 wurde die Burganlage von den Habsburgern zerstÖrt, die verhindern wollten, dass sie als Sitz der ungarischen FreiheitskÄmpfer diente. Die Burgruinen wurden erst 1930 von ArchÄologen wieder ausgegraben. Sie waren Beschreibungen aus alten Aufzeichnungen gefolgt.

Es gibt eine kleine Bildausstellung in den WohnrÄumen auf der Westseite der Burg sowie zwei kleinere Tafeln beim Osttor. Auch das nahe gelegene Schloss und der Salomon-Turm sind sehenswert. Aber der HÖhepunkt des Besuchs ist ohne Zweifel ein Spaziergang Über die Zinnen dieses Adlerhorsts und der Blick auf die BÖrzsÖny-HÜgel und die Donau. Wohl der schÖnste Aussichtspunkt der Region.

Nationalpark Kiskunság Nationalpark Kiskunság

Mit einem Gesamtgebiet von 76.000 Hektar (187.720 Morgen) setzt sich der Nationalpark Kiskunság aus einem halben Dutzend geschÜtzter "Inseln" zusammen. Ein großer Teil des Nationalparks aus wacholderbewachsener Grassteppe, Salzseen und DÜnen ist aber nicht zugÄnglich. Der am leichtesten erreichbare Teil des Parks liegt bei dem Dorf Bugac. Hier kann außerdem die legendÄre Reitkunst der ungarischen Hirten in Reitshows bestaunt werden.

Die ReitvorfÜhrungen sind die Hauptattraktion des Parks. Auch die noblen Nonius-Rosse vollenden KunststÜcke, bei denen selbst ein Hund neidisch wÜrde, aber der eigentliche HÖhepunkt sind die mit ihren Peitschen knallenden Csikósok (Hirten), die sich Verfolgungsjagden auf blanken PferderÜcken liefern und "fÜnfspÄnnig" reiten. Atemberaubende Reitkunst, bei der die Csikósok, mit jedem Fuß auf einer anderen Pferdekruppe stehend und fÜnf Pferde zugleich im Zaum haltend im gestreckten Galopp durch die Manege preschen.

Schloss Esterházy Schloss Esterházy

In dem hufeisenfÖrmigen Esterházy-Schloss kÖnnen etwa zwei Dutzend renovierte RÄume besichtigt werden. Im Übrigen Teil der riesigen Schlossanlage sind ein Hotel und Sekundarschulen untergebracht. Das Schloss kann nur mit FÜhrung besichtigt werden, aber vielleicht gelingt es, etwas zurÜckzubleiben und die RÄume mit Hilfe eines Informationsblatts (am Ticketschalter erhÄltlich) ohne Menschenmassen zu erforschen.

Einige RÄume im Erdgeschoss sind im chinesischen Stil dekoriert, der im spÄten 18. Jhd. sehr beliebt war. Im 1. Stock liegen die prachtvollsten Barock- und Rokoko-Salons sowie der prunkvolle Konzertsaal und der Zeremoniensaal, die miteinander verbunden sind. Es gibt auch eine Ausstellung, die dem Leben und der Zeit Joseph Haydns gewidmet ist.

Kloster Pannonhalma Kloster Pannonhalma

Von BenediktinermÖnchen vor etwa 1.000 Jahren gegrÜndet, ist die Abtei mehrfach zerstÖrt und wieder aufgebaut worden und besteht aus einer Mischung von tÜrkischen, romanischen und gotischen GebÄudeteilen. Trotzdem ist das Innere bildschÖn. Zum Kloster gehÖrt auch eine neoklassische Bibliothek, die mit 300.000 BÄnden die grÖßte private Bibliothek Ungarns ist.

In der Abtei befinden sich außerdem historische Archive mit einigen der frÜhesten erhaltenen, in ungarischer Sprache verfassten Texte, eine Galerie mit Werken von hollÄndischen, italienischen und Österreichischen Meistern vom 16. bis zum 18. Jhd. und, Über dem Torbogen aus rotem Marmor, ein Fresko des Schutzpatrons, St. Martin von Tours.

Rechts unten neben dem Hl. Martin befindet sich das wahrscheinlich Älteste Graffiti Ungarns - in lateinischer Sprache: "Benedict Padary war hier 1578". Pannonhalma dient immer noch als Kloster und kann nur auf FÜhrungen besichtigt werden.

Eger (Erlau) Eger (Erlau)

In der gut erhaltenen Barockstadt herrscht ein entspanntes, mediterranes Ambiente. Von zwei herrlichen HÜgelketten des nÖrdlichen Berglandes eingerahmt und als Heimatort des bekannten Rotweins Erlauer Stierblut (Egri BikavÉr) besteht kein Zweifel: Eger ist die weite Tagestour von Budapest aus wert.

An jeder Ecke des Ortes gibt es etwas Interessantes zu entdecken und ohne Autoverkehr im Stadtzentrum ist die Besichtigung zu Fuß ein VergnÜgen. Scharen von Ungarn pilgern hierher, um ihre Vorfahren zu ehren, die den TÜrken als Erste in den 170 Jahren der Fremdherrschaft die Stirn boten.

Die Aussicht von der im 13. Jhd. erbauten Burg Eger Über die Stadt ist sehenswert. Der Blick schweift Über die Stadt mit der Kathedrale und dem Minarett mit der klaustrophobisch engen Wendeltreppe, in der 100 Stufen bis zur oberen Plattform zu erklimmen sind.

Die Weinkellereien, die zudem in dem Tal mit dem verfÜhrerischen Namen "Tal der SchÖnen Frauen" liegen, sollte man sich nicht entgehen lassen. Dutzende von Kellereien liegen in dem Tal sÜdwestlich des Stadtzentrums, einige mit Musikern und Tischen im Freien - der Ort, um ein Glas Stierblut zu verkosten.

PÉcs (FÜnfkirchen) PÉcs (FÜnfkirchen)

PÉcs ist mit einer illustren Vergangenheit, mildem Klima, ausgezeichneten Museen und einigen der schÖnsten GebÄude aus der Zeit der TÜrken gesegnet. Auf halbem Wege zwischen der Donau und der Drau (Dráva) in SÜd-Transdanubien ist FÜnfkirchen sicherlich eine der interessantesten StÄdte Ungarns.

Musik, Oper und Ballet gehÖren zu den kulturellen HÖhepunkten der Stadt, in der zudem die schÖnsten ungarischen Lederarbeiten angefertigt werden. Das Stadtsymbol ist die Moschee-Kirche, das grÖßte aus der TÜrkenzeit erhaltene GebÄude Ungarns. Die quadratische Moschee mit dem achteckigen grÜnen Kupferdom wurde in der Mitte des 16. Jhd. erbaut.

In der NÄhe der Moschee liegt die Synagoge, die ebenfalls zu PÉcs außerordentlichen BaudenkmÄlern zÄhlt. Die Synagoge wurde 1869 im romantischen Stil erbaut und hat eine aus Eichenholz geschnitzte Empore und ChorgestÜhl sowie eine reich verzierte Bundeslade im Altarraum.

Zu den besten Museen der Stadt zÄhlt das Victor-Vasarely-Museum und die Zsolnay-Porzellan-Ausstellung. Vasarely war der Vater des Op Art und, obwohl einige der von ihm und anderen Op Art-KÜnstlern ausgestellten Werke etwas altmodisch anmuten, sind die meisten evokativ, taktil und sehr verspielt. Die Porzellan-Manufaktur Zsolnay war eineinhalb Jahrhunderte lang fÜhrend in der Gestaltung und Kunst der europÄischen Porzellanherstellung. Mit den hier hergestellten Kacheln wurden GebÄude im ganzen Land dekoriert.

Budapest Budapest

Mit ihrer mannigfaltigen Geschichte, die reich an bitteren Episoden ist, ihrer unglaublichen Architektur und ihrem großzÜgigen Kulturerbe wird die Hauptstadt Ungarns zu Recht das "Paris Zentraleuropas" genannt. Die IdentitÄt der Stadt ist vielschichtig und liegt irgendwo zwischen westlichem Luxus und der Liebe zu den schlichten Traditionen.

Die Stadt liegt in einer sanften Flusskurve zu beiden Seiten der Donau. Breite Boulevards, schattige Parks und raffinierte BadehÄuser prÄgen ihren Charakter. In der Luft liegt noch immer ein Flair aus der Jahrhundertwende, denn der grÖßte Teil der Stadt stammt aus der GrÜnderzeit.

Budapest ist nicht nur Fischsuppe, Paprika und Zsa Zsa Gabor. Mit ihrer mannigfaltigen Geschichte, die reich an bitteren Episoden ist, ihrer unglaublichen Architektur und ihrem großzÜgigen Kulturerbe wird die Hauptstadt Ungarns zu Recht das "Paris Zentraleuropas" genannt. Die Stadt liegt in einer sanften Flusskurve zu beiden Seiten der Donau. Am westlichen Ufer erheben sich die abrupten HÜgel Budas, wÄhrend Pest auf der Ostseite bereits die Große Ungarische Ebene erahnen lÄsst.

Budapest ist bei weitem die grÖßte ungarische Stadt und zugleich Herz, Seele und GedÄchtnis der Nation, deren Schlagader die Donau ist. Die IdentitÄt der Stadt ist vielschichtig und schwankt zwischen dem modernen Luxus des Westens und der Liebe zu den einfachen Traditionen der zentraleuropÄischen Wurzeln und der Vergangenheit.

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