FÜr ein Spiel auf einem der fÜnf GolfplÄtze Hongkongs sollte man bestens bei Kasse sein – andernfalls gibt's Alternativen wie Radfahren, Wandern oder Schwimmen. Wer gerne fischt, findet leicht jemanden, auf dessen Boot er noch einen Platz bekommt; man kann seine KÖder aber auch einfach in eins der Reservoirs der Stadt hÄngen.
Hong Kong Museum of History (Museum fÜr Geschichte)Dieses Museum nimmt die Besucher mit durch eine Geschichte des Gebietes, beginnend vor 6000 Jahre bis zur beschleunigten Gegenwart. Zuallererst geht es um Landschaftsform, Fauna und Flora, danach um die Geschichte der Menschen: mit Rekonstruktionen dÖrflicher WohnstÄtten, traditionellen chinesischen Trachten und dem realistisch wirkenden Nachbau eines kompletten Straßenzuges von 1881.
Hongkongs neustes Museum, das seine stÄndige Ausstellung 2001 erÖffnete, konzentriert sich auf die ArchÄologie, Naturgeschichte, Volks- und Heimatkunde des Territoriums. Ein Besuch ist auf jeden Fall lohnend, nicht nur, um mehr Über das Thema zu erfahren, sondern auch um zu begreifen, wie Hongkong sich selbst und der Welt seine Geschichte prÄsentiert.
Mit der 'The Hong Kong Story' erleben Besucher einen faszinierenden Spaziergang durch die Vergangenheit des Landes: man durchquert acht AusstellungsrÄume, beginnt mit der umgebenden Natur und Gebiet des heutigen Hongkong in prÄhistorischer Zeit – also vor ungefÄhr 6000 Jahren, vielleicht ein paar Mondjahre mehr oder weniger – und landet schließlich bei der RÜckgabe des Territoriums an China im Jahr 1997. Auf dem Weg stÖßt man auf nachgebaute Dorfanlagen, traditionelle chinesische Trachten und Betten, die Rekonstruktion einer kompletten Straße mit Arkaden aus dem Central von 1881– darunter ein alter chinesischer Medizin-Laden –, ferner eine Straßenbahn von 1913 und schließlich Original-Filmaufnahmen aus dem Zweiten Weltkrieg sowie kÜrzlich aufgezeichnete Interviews mit Chinesen und AuslÄndern, die in japanischer Gefangenschaft waren.
Hong Kong Museum of ArtDas Museum of Art bietet eine hervorragende Ausstellung klassischer chinesischer Kunst, dekorativer GemÄlde und Lithographien des alten Hongkong sowie eine Xubaizhi-Sammlung von Malerei und Kalligraphie. In weiteren RÄumlichkeiten werden namhafte internationale Ausstellungen prÄsentiert, doch bei zeitgenÖssischer Kunst fÄllt das Niveau des Museums ab – fÜr moderne chinesische Werke lohnt sich ein Besuch der kleineren Galerien in der Umgebung.
Kowloon Walled City ParkDie Mauern, die diesen wunderschÖnen Park umschließen, bildeten frÜher die Umgrenzung eines berÜchtigten Dorfes, das wÄhrend der gesamten britischen Herrschaft zu China gehÖrte. Die Enklave war fÜr ihre Neigung zur Verkommenheit bekannt, bis die Regierung von Hongkong die Gegend erwarb, die Bewohner vor die TÜr setzte und durch Pavillons, Teiche, SchildkrÖten, Goldfische und eine exquisite Bepflanzung ersetzte.
Victoria PeakBeinahe unverzeihlich wÄre es, Hongkong zu besuchen und einen Ausflug auf den Victoria Peak, 552 m Über dem Meeresspiegel, zu versÄumen. In jede Richtung bietet sich ein schwindelerregend schÖnes Panorama, mit besonders großartigen Aussichten auf das GeschÄftsviertel, Victoria Harbour und Kowloon. Wie sich das fÜr Hongkong gehÖrt, befindet sich die Hauptaussichtsplattform auf dem Dach einer großen Shopping Mall.
Hinein also in den Pulk frÖhlicher Touristen auf Schnappschussjagd – das wird mit Sicherheit keine EnttÄuschung. Wer die Zeit dafÜr hat, sollte den Ausflug zwei Mal machen: einmal bei Tageslicht (ideal zur Orientierung) und nachts – das Lichtermeer rund um den Hafen ist faszinierend und bringt die meisten Kameras an ihre Grenzen. Den eigentlichen Gipfel erreicht man nach einem zehnminÜtigen Spaziergang gen Westen.
Man Mo TempelDieser Tempel ist einer der Ältesten und berÜhmtesten Hongkongs. Der Man Mo, wÖrtlich 'Zivil und MilitÄrisch' ist den beiden Gottheiten der vorgenannten Eigenschaften gewidmet. Im Tempel befinden sich zwei antike Sitze, die wie HÄuser geformt sind und dazu dienen, die zwei GÖtter bei festlichen Gelegenheiten zu tragen. Der Geruch von RÄucherspiralen, die von der Decke hÄngen, durchzieht die Luft.
Die zivile Gottheit ist ein chinesischer Staatsmann namens Man Cheung aus dem 3. Jh. v. Chr., der als Gott der Literatur verehrt und mit einem Schreibpinsel in der Hand dargestellt wird. Die militÄrische Gottheit ist Kwan Yu (oder Kwan Tai), ein Krieger der Han-Dynastie, der im 2. Jh. n. Chr. geboren wurde und dem nun als rotwangigem Gott des Krieges gehuldigt wird. Gut mÖglich, dass Kwan Yus PopularitÄt in Hongkong viel damit zu tun hat, dass er auch als Schutzgott der Restaurants, PfandhÄuser, PolizeikrÄfte und von Geheimgesellschaften wie den Triaden fungiert.
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