Der Flughafen Aeropuerto Internacional José Martí liegt in Rancho Boyeros, 25 Kilometer südwestlich von Havanna. Taxis und Busse befördern die Fluggäste von dort in die Hauptstadt.
Im Großraum Havanna ist die Eisenbahn das beste öffentliche Verkehrsmittel. Der Bahnhof Estación Cristina, ein paar Kilometer südwestlich von Zentral-Havanna, ist Drehscheibe für den gesamten Zugverkehr im Stadtgebiet.
Die Guaguas (Stadtbusse) werden bisweilen auch Aspirinas genannt, womit zum Ausdruck gebracht werden soll, dass ihr seltenes Erscheinen die Wartenden von den Schmerzen des langen Schlangestehens erlöst. Die Verspätungen sind größtenteils auf Benzinknappheit und Mangel an Ersatzteilen zurückzuführen, auf Grund derer zahlreiche Busse aus dem Verkehr gezogen werden mussten.
Fast alle Besucher Havannas treffen auf dem Luftweg am Flughafen Aeropuerto Internacional José Martí in Rancho Boyeros ein, 25 Kilometer südwestlich der Hauptstadt. Regelmäßige Flugverbindungen bestehen zwischen Kuba und Kanada, der Karibik, Mittel- und Südamerika und Europa. Die wichtigsten Sprungbretter für illegal aus den USA Einreisende sind nach wie vor Cancún und Mexico City (Mexiko), Nassau (Bahamas) und Toronto (Kanada). Bei der Ausreise wird am Flughafen eine Abflugsteuer in Höhe von 20 US-Dollar erhoben.
Die Inlandsfluglinie Cubana Airlines verfügt über ein ausgedehntes Streckennetz mit Anbindung an alle wichtigen Flugplätze des Landes und Havanna als wichtigster Drehscheibe. Inlandsflüge sind immer noch erschwinglich, auch wenn die Preise kontinuierlich steigen. Auf den meisten Inlandsflügen (die im Übrigen 25% billiger sind, wenn man sie in Verbindung mit einem internationalen Ticket bucht) werden kleinere Propellerflugzeuge eingesetzt.
Asociaciones de Transportes por Omnibus (Astro) ist die staatliche kubanische Busgesellschaft. Sie verbindet alle wichtigen Provinzstädte und zahlreiche abgelegene Orte ein- bis zweimal täglich miteinander. In den Astro-Bussen sind meist fünf Sitzplätze für Reisende reserviert. Daneben gibt es noch eine weitere Busgesellschaft namens Viázul.
Das kubanische Eisenbahnnetz hat sich in den letzten Jahren sehr verschlechtert. Auch wenn es immer noch einige preisgünstige und bequeme Verbindungen gibt (hauptsächlich zwischen den größeren Städten), ist mittlerweile der Bus das öffentliche Verkehrsmittel Nummer eins.
Die Kubaner sind stolz darauf, das am besten ausgebaute Straßennetz Lateinamerikas zu besitzen. Ein Auto zu mieten ist mit Abstand die einfachste, wenngleich nicht die billigste Art, das Land kennen zu lernen. Viele Einheimische bewegen sich per Anhalter fort - auf Kuba als hacer botella bezeichnet, wörtlich übersetzt (mit der Hand eine) 'Flasche machen'. Staatliche Fahrzeuge sind per Gesetz verpflichtet, Anhalter mitzunehmen, wenn sie freie Plätze haben, und an Ortsausgängen und größeren Straßenkreuzungen sieht man häufig die wegen der Farbe ihrer Kleidung Amarillos (die Gelben) genannten Funktionäre, die mit Schildern bewaffnet Ordnung in die Reihen der auf eine Mitfahrgelegenheit wartenden kubanischen Tramper zu bringen versuchen.
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