Die Bergregionen Griechenlands eignen sich hervorragend zum Wandern, und im Winter gehören sie zu den billigsten Skisportregionen Europas. Die Ägäis bietet perfekte Bedingungen zum Windsurfen, dem beliebtesten Wassersport in Griechenland. Auch Schnorcheln kann man überall, und es lohnt sich an der gesamten Küste.
DelphiVon allen antiken Stätten Griechenlands umwittert Delphi der stärkste geheimnisvolle Hauch. Auf den Hängen des Parnassos mit Blick auf den Golf von Korinth breitet sich die Stätte des Weltkulturerbes in das mit Zypressen und Olivenbäumen bestandene Tal aus. Diese herrliche Umgebung und die Ruinen umgibt ein Zauber, der die Fantasie beflügelt.
In der Antike galt Delphi als Mittelpunkt der Welt: Der Sage nach trafen sich hier zwei Adler, die Zeus an beiden entgegengesetzten Enden der Erde aufsteigen ließ.
Den Tempel des Apoll erreicht man zu Fuß, linkerhand auf der Hauptstraße in Richtung Arahova. Vom Haupteingang, dem Sitz der altrömischen Agora, führen Stufen zum Heiligen Weg, der sich bis zu den Fundamenten des dorischen Apollontempels hinaufwindet. Beim Eintreten passiert man den Sockel, der die Statue eines Stieres trug, das Geschenk der Stadt Korfu (Kerkyra).
In antiker Zeit war der Heilige Weg gesäumt von Schätzen und Statuen, mit denen Stadtstaaten - Theben, Siphnos, Sikyon, Athen und Knidos – Apollo für seine helfende Hand in siegreichen Schlachten dankten.
Oberhalb des Tempel befindet sich das gut erhaltene Theater, das aus dem 4. Jh. v. Chr. stammt und von den Römern restauriert wurde, mit wunderbaren Ausblicken von der oberen Reihe. Vom Theater führt ein Pfad zum Stadion, dem am best erhaltenen in ganz Griechenland.
Gegenüber der Kastalischen Quelle befindet sich der Tempel der Athene, der Fundort des aus dem 4. Jh. v. Chr. stammenden Tholos (Kuppelgebäude), dem beeindruckendsten der Bauwerke von Delphi. Der elegante Rundbau umfasst 20 Säulen auf einem dreistufigen Podium. Drei der Säulen wurden wieder errichtet.
Im antiken Delphi wurde eine Fülle an Schätzen angehäuft, die das fantastische Archäologische Museum präsentiert. Zu den Glanzstücken gehört die berühmte lebensgroße Skulptur des Bronzenen Wagenlenkers.
KnossosKnossos war die Hauptstadt des minoischen Kreta und ist die bedeutendste Sehenswürdigkeit der Insel. Die Ruinen des Palastes von König Minos' mythischem Minotaurus wurden 1900 vom britischen Archäologen Sir Arthur Evans freigelegt. Evans war von seiner Entdeckung derart begeistert, dass er 35 Jahre und 250.000 seines Vermögens auf die Ausgrabung und Rekonstruktion von Teilen des Palastes verwendete.
Zwar wird die Rekonstruktion von anderen Archäologen mit dem Hinweis kritisiert, eine wahrheitsgetreue Nachbildung sei Evans’ übermäßig lebhafter Fantasie zum Opfer gefallen, doch sind sich die meisten einig, dass es ohne seine Bemühungen kaum möglich wäre, sich einen minoischen Palast vorzustellen.
Für die Erkundung der Stätte benötigt man etwa vier Stunden. Da es keine Beschilderung gibt, braucht man ein gutes Handbuch oder sollte sich die Ruinenstätte von einem Führer erklären lassen. Das Café ist teuer, am besten man bringt sein Picknick selbst mit.
Santorini (Thira)Santorini betrachten viele als die schönste der griechischen Inseln. Tausende bewundern die vom Meer gefüllte Caldera, das Resultat des wahrscheinlich größten Vulkanausbruches der Welt. Die Landschaften mit blendend weißen Häusern und ihren blauen Kuppeldächern und die schwarzsandigen Strände strahlen einen übernatürlichen Zauber aus.
Die Eruption, bei der die Caldera entstand, soll einigen Mythologen zufolge den Untergang der Stadt Atlantis verursacht haben. Die gewaltige Vulkangeschichte der Insel ist überall augenscheinlich: am schwarzen Sand der Strände, erdbebengeschädigten Gebäuden und spitzen Lavaklippen, die in das Meer ragen. Die Vulkanaktivität war in den letzten Jahrzehnten gering, doch treten häufig kleinere Erderschütterungen auf, und Experten gehen davon aus, dass die Caldera jederzeit wieder brodeln könnte. Ein Ort, der die Flüchtigkeit des Augenblicks auf dramatische Weise verkörpert.
Hintergrundinformationen zur außergewöhnlichen Geschichte der Insel gibt das Megaron Gyzi Museum in Fira mit faszinierenden Fotos der Stadt vor und nach dem desaströsen Erdbeben von 1956. Das Prähistorische Museum Thira beherbergt beeindruckende Funde der antiken Stätte Akrotiri, die dem Vulkanausbruch 1650 v. Chr. zum Opfer fiel. 1999 wurde eine hervorragend erhaltene goldene Steinbockfigur aus dem 17. Jh. v. Chr. gefunden.
KretaGetränkt von homerischer Geschichte und Kultur, erfüllt vom Duft des wilden Fenchels und Basilikums, verwöhnt Kreta seine Gäste mit einem Reichtum an Mythen, Legenden und Geschichte, einer gesegneten und dramatische Landschaft, der außerordentlichen Verschmelzung von Vergangenheit und Gegenwart und einer Fülle an Möglichkeiten und Erfahrungen.
Seine herrlichen Bergketten sind mit Höhlen gesprenkelt und von dramatischen Schluchten durchschnitten, im zerklüfteten Inneren der Insel breitet sich ein Teppich aus Olivenhainen, Wildblumen und Gewürzkräutern aus. Atemberaubende Fahrten entlang der felsigen Südküste führen zu einen sonnenverwöhnten Paradies mit langen Sandstränden und einsamen Badebuchten.
AthenDas von Geschichte und Mythologie erfüllte Athen ist eine freundliche Stadt, die von Straßencafés, Fußgängerzonen, Parks und Gärten und nicht zuletzt von den Athenern, die der Stadt ihren ganz besonderen Charakter verleihen, auf angenehme Weise belebt wird. Wer sich auf Athen einstellt, kann eine der angenehmsten und aufgedrehtesten Städte Europas genießen.
Die Stadt ist mehr als ein Betondschungel in einer dicken Smogwolke (nefos), hinter der lauten und chaotischen Fassade verbirgt sich ein unbestreitbarer Charme. Das schmucke historische Stadtzentrum, Sehenswürdigkeiten und Unterhaltungsviertel liegen in bequemer Entfernung beieinander.
Athen ist eine einzigartige Mischung aus Ost und West mit lautstarken Straßenhändlern und farbenfrohen Märkten, die türkischen Basaren ähneln, neben eleganten Boutiquen und Designer Stores. Kein Schrein der modernen Architektur, doch neoklassizistische Gebäude erinnern an die Zeiten der Stadt als das „Paris des Mittelmeers“.
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