Die Deutschen haben die FreikÖrperkultur erfunden, und die aktive Erholung an der frischen Luft – mit oder ohne Bekleidung – ist eine nationale Leidenschaft. Radfahren, Wandern, Bergsteigen, Skilaufen und Reiten – die dazugehÖrigen Pfade und Einrichtungen sind vortrefflich. Die entspannende Variante: eine Dampferfahrt auf einem der herrlichen deutschen FlÜsse. Eine weitere kulturelle Tradition in Deutschland – das Spa oder „Kurhaus“ – schenkt wunderbare Gelegenheiten, sich von jeder Anstrengung zu erholen.
Schloss HohenschwangauLudwig II. verbrachte seine Kindheit im sonnengelben Schloss Hohenschwangau. Das ursprÜnglich von Schwangauer Rittern im 12. Jh. erbaute Schloss erhielt seine heutige Gestalt um 1830, nachdem Ludwigs Vater Maximilian II. die Ruine im neugotischen Stil rekonstruieren ließ. Es ist nicht so prunkvoll wie das MÄrchenschloss Neuschwanstein und vermittelt eher den Eindruck eines Wohnpalastes.
Hier traf Ludwig auf Richard Wagner. Im Hohenstaufensaal ist das Tafelklavier zu bewundern, auf dem der Komponist Ludwig mit AuszÜgen seiner neuesten Werke unterhielt. Einige RÄume zeigen Fresken mit Figuren aus der deutschen Geschichte und Sagenwelt, wie Wagners Held Lohengrin, den Schwanenritter.
Nach dem Tod seines Vaters bestand die grÖßte VerÄnderung durch Ludwig darin, Sterne an die Decke seines Schlafzimmers malen und von versteckten Öllampen anstrahlen zu lassen.
Schloss NeuschwansteinVon Nebelschwaden umrankt gewahrt man Schloss Neuschwanstein, eines der berÜhmtesten SchlÖsser der Welt, geradezu wie eine surreale MÄrchenerscheinung. Gemeinsam mit einem BÜhnendekorateur entwarf Ludwig II. die PlÄne fÜr das Schloss selbst. Wie eine riesige BÜhne sollte es den germanischen Legenden Raum geben, die Richard Wagners Opernwerke bevÖlkern.
Der Bau wurde 1869 aufgenommen und, wie so viele der großartigen Projekte Ludwigs, nie beendet. Zwar gab der KÖnig Unsummen fÜr den Bau aus, doch verbrachte er hier nur knapp 170 Tage.
Neuschwansteins HerzstÜck ist der prunkvolle SÄngersaal. Wandfresken illustrieren Szenen der Oper TannhÄuser. Heute dient der Saal, der zu Ludwigs Zeiten nicht genutzt wurde, den jÄhrlichen KonzertauffÜhrungen im September als Schauplatz.
Zu weiteren abgeschlossenen Bereichen gehÖren: Ludwigs Schlafzimmer, dominiert vom riesigen Bett im gotischen Stil, das von kunstvoll geschnitzten gotischen Fialen gekrÖnt wird, die kÜnstliche Grotte (eine weitere Anspielung auf TannhÄuser), und der byzantinische Thronsaal mit einem großartigen Mosaikboden und dem Kronleuchter in Form einer gigantischen Krone.
Neuschwanstein diente Übrigens als Modell fÜr das DornrÖschenschloss in Disneyland in Kalifornien und Hongkong.
Die waldigen HÜgel, die das Schloss umgeben, bieten Gelegenheit fÜr wunderbare SpaziergÄnge. Um Neuschwanstein mit den darum ausgebreiteten Auen aus der Postkartenperspektive zu bewundern, lohnt es sich, 10 Minuten bis zur MarienbrÜcke zu spazieren, die direkt hinter dem Schloss Über einen Wasserfall der PÖllatschlucht gespannt ist.
SchwarzwaldDer Schwarzwald, Heimat der Kuckucksuhr und der namensgebenden dunklen NadelhÖlzer: Hier verirrten sich HÄnsel und Gretel zum HÄuschen der hinterhÄltigen Hexe. Mit seinen HÜgeln, TÄlern, FlÜssen und immergrÜnen Baumkronen erstreckt er sich von der schicken Kurstadt Baden-Baden bis zur Schweizer Grenze und vom Rhein fast bis zum Bodensee.
Zwanzig Minuten zu Fuß oder fÜnf Minuten mit dem Fahrrad fÜhren aus einem der gern besuchten Orte des Schwarzwalds immer direkt in die Natur - in eine friedvolle Landschaft, die mit BauernhÄusern und freundlichen KÜhen gesprenkelt ist, oder in einen dichten Wald, wo der bÖse Wolf RotkÄppchen auflauert.
In der sanften HÜgellandschaft des Nordschwarzwalds liegen mehrere charmante StÄdtchen. Freudenstadt ist ein guter Ausgangspunkt fÜr Erkundungen der Region. Viele der SehenswÜrdigkeiten des Schwarzwalds liegen im Dreieck, das die lebhafte UniversitÄtsstadt Freiburg 15 km Östlich des Rheins im SÜdwesten, Triberg, die Hauptstadt der Kuckucksuhren im Norden, und das hÜbsche St. Blasien in einem Flusstal im SÜdosten bilden. Selbst kleinere StÄdte in dieser Gegend empfangen Besucher mit TourismusbÜros.
Romantische StraßeZwei Millionen Menschen wandeln jedes Jahr auf der Romantischen Straße, der bei weitem beliebtesten Route Deutschlands. Das bedeutet, die Gegend ist mit KitschgeschÄften gut auf den Andrang amerikanischer und japanischer Touristen vorbereitet, die in Reisebussen angekarrt werden. Von WÜrzburg im Norden zieht sich die Romantische Straße Über 420 km durch das westliche Bayern bis nach FÜssen nahe der Österreichischen Grenze im SÜden.
Sie durchquert eine hÜbsche, wenn auch nicht spektakulÄre Landschaft und zwei Dutzend StÄdte und StÄdtchen, einschließlich Rothenburg ob der Tauber, DinkelsbÜhl und Augsburg.
Entlang der Romantischen Straße eine preiswerte private Unterkunft zu finden, sollte nicht schwer sein - dem hohen Aufkommen an Schildern mit der Aufschrift Zimmer frei nach zu urteilen.
FÜssenAls zwei der letzten Stationen auf der Romantischen Straße schmiegen sich FÜssen und Schwangau zwischen die aufgetÜrmten Alpengipfel und bilden den KÖnigswinkel, die Kulisse fÜr die MÄrchenschlÖsser KÖnig Ludwig Wilhelm II. Der BayernkÖnig hatte Ärger mit seinen Ministern und Verwandten, die ihn als nicht regierungsfÄhig erachteten. Er ertrank unter mysteriÖsen UmstÄnden.
Sein VermÄchtnis besteht aus drei fantastischen SchlÖssern, die er bei FÜssen errichten ließ: Neuschwanstein, Herrenchiemsee und Linderhof.
Doch FÜssen bietet noch mehr als seine SchlÖsser. Über das Gewirr der Gassen mit historischen HÄusern im Stadtkern erhebt sich das Hohe Schloss. Vom Gipfel des Tegelbergs, der mit der Seilbahn zu erreichen ist, genießt man einen herrlichen Blick auf die Bayerischen Alpen.
Der HarzDer Harz ragt malerisch aus der Norddeutschen Tiefebene, mit dem Zug leicht von den Touristenhochburgen SÜddeutschlands zu erreichen. Mit so sensationellen Gipfeln und TÄlern wie die Alpen kann der Harz zwar nicht aufwarten, doch gibt es hier auch weniger Kitsch und Touristen, und die SportmÖglichkeiten sind das ganze Jahr Über unbegrenzt.
Die Region ist auf Wanderer gut vorbereitet, ohne die landschaftliche SchÖnheit zu beeintrÄchtigen. Auch fÜr Radwanderungen eignet sich das Gebiet, doch mÜssen manche der gewundenen Bergstraßen mit den Autofahrern geteilt werden. Vor der Fahrt sollte man seine Route auf der Karte planen. Zum Abfahrtslauf eignet sich das Gebiet nicht, doch Skilanglauf gehÖrt zu den Leidenschaften der Einwohner und auch vieler Besucher. Auch eine kurze Fahrt mit der von einer alten Dampflokomotive gezogenen Eisenbahn gehÖrt zum Programm. In der NÄhe liegen die der historischen StÄdte Goslar, Quedlinburg und Wernigerode mit ihren historischen FachwerkhÄusern.
BerlinSeine AnfÄnge als Handelszentrum im 13. Jh. waren eher bescheiden, jedoch wuchs die Stadt im Laufe der Zeit zu einem wichtigen Machtzentrum innerhalb Europas und war im turbulenten 20. Jh. Dreh- und Angelpunkt vieler bedeutender Ereignisse. Seit der deutschen Wiedervereinigung 1990 ist Berlin zu einer dynamischen, aufregenden und kreativen Stadt geworden, hinter deren nÜchternem Äußeren sich eine Überraschende Unbeschwertheit verbirgt.
Berlin ist heute Hauptstadt und Herz des modernen Deutschlands, mit einem stoischen Rhythmus, der prÄchtige Öffentliche GebÄude, grandiose Museen und Theater, urbane Restaurants, belebte Kneipen und wilde Nachtclubs durchdringt. Es ist eine Stadt, die von VerÄnderungen lebt und eine Tugend daraus gemacht hat, sich immer wieder aufs Neue selbst zu erfinden.
VÖllig neue architektonische Ensembles wie der Potsdamer Platz und das neue Regierungsviertel wuchsen entlang des Streifens, auf dem die berÜchtigte Berliner Mauer die Stadt 28 Jahre lang wie eine hÄssliche Wunde durchschnitt. Seit ihrem Fall 1989 kann man heute kaum noch erkennen, wo sie einst stand. Einst vernachlÄssigte Ostberliner Viertel wie Prenzlauer Berg, Mitte und Friedrichshain haben sich zu quirligen Szenetreffs gemausert. Über den bestÄndigen Wandel hinweg bleibt Berlin doch bodenstÄndig und funktioniert auf einer bemerkenswert menschlichen Ebene. Mit ihrer ureigenen Energie ist Berlin eine Stadt, die elektrisiert.
RheintalIn der dramatischen Landschaft mit fruchtbaren WeingÄrten an SteilhÄngen taucht an jeder nÄchsten Biegung ein neues Schloss auf oder ein vertrÄumtes WinzerdÖrfchen. Jedes feiert mindestens ein Weinfest im Jahr. Das berÜhmteste ist der Rhein in Flammen, eine ganze Reihe von Festen, in denen sich Wasser, Beleuchtung und Feuerwerk zu sensationellen visuellen Effekten verbinden.
Erweiterte Web-Suche nach Deutschland
Die besten Angebote im Preisvergleich: