Deutschland ist das ganze Jahr Über ein herrliches Reiseland. Viele legen ihren Besuch jedoch gern zwischen Mai und September, wenn die Wahrscheinlichkeit fÜr strahlend blauen Himmel am hÖchsten ist und sich das Leben draußen abspielt. Wenn BiergÄrten und CafÉs gut gefÜllt sind, Freiluftveranstaltungen und Festivals StÄdte und DÖrfer beleben, und man sich AktivitÄten wie Wandern, Radfahren und Schwimmen in Seen oder Badeanstalten widmen kann – zumindest, solange das Wetter mitmacht. Denn regnen kann es jederzeit. Die Kehrseite eines Aufenthalts im Sommer sind natÜrlich die Touristenmassen in Museen und SehenswÜrdigkeiten und Verkehrsstaus an Orten wie dem Bodensee. Das Finden der geeigneten Unterkunft ist generell unproblematisch, solange man nicht die SeebÄder und Bergkurorte ansteuert, die auch bei vielen Einheimischen so beliebt sind.
In der Nebensaison (MÄrz bis Mai und Oktober bis Anfang November) gibt es weniger Touristen, die Unterkunftspreise fallen, und die Temperaturen sind oft Überraschend angenehm. Wenn im April und Mai Blumen und ObstbÄume ihre BlÜten sprießen, ist das Wetter mild und sonnig. Oft erstreckt sich der „Altweibersommer“ bis in den Herbst hinein.
Bis auf den Wintersport liegt der Schwerpunkt des Interesses zwischen November und Anfang MÄrz auf Kultur und Stadterkundungen. Bei wolkenverhangenem Himmel kann das Quecksilber in diesen Monaten durchaus unter den Gefrierpunkt sinken. Der Vorteil: keine BesucherstrÖme, kÜrzere Warteschlangen (außer an Skilifts). Dann sollte man sich einfach wettergerecht kleiden und auf die kurze Spanne Tageslicht von etwa sechs bis acht Stunden einstellen. Im Dezember dÄmmert es bereits 15:30 Uhr.
Von heidnischen Erntefesten bis zu todschicken Operngalas - die Deutschen feiern gern. Karneval (Fasching) ist in vielen StÄdten Deutschlands eine wichtige Angelegenheit. Kurz vor Aschermittwoch stehen vor allem KÖln, MÜnchen und Mainz auf dem Kopf.
In zahllosen Musikfestivals wird das reiche musikalische Erbe gefeiert. In manchen StÄdten kommt ein bestimmter Komponist zu Ehren, wie z. B. bei den ThÜringer Bach-Wochen in Erfurt (MÄrz), oder den Wagner-Festspielen in Bayreuth (Juli), wÄhrend andernorts eine bestimmte Stilrichtung im Mittelpunkt steht. Die Jazz Festivals in Stuttgart (Juli) und Berlin (Anfang November) sind so beliebt wie belebt.
Im Herbst reihen sich die Erntefeste aneinander, vor allem im Rheinland, wo mit FeuerwerkskÖrpern beladene Boote den Fluss hinabfahren, so dass der Rhein in Flammen steht. Auch das Oktoberfest, das jÄhrliche Bierfest der Bayerischen Hauptstadt, ist nicht zu vergessen, wenn man hier auch den Eindruck hat, man stecke in einer alptraumhaften Menge von Fußballfans. Das Oktoberfest ist eher ein Beispiel fÜr Tourismus auf Nullniveau als fÜr deutsche Kultur. WeihnachtsmÄrkte mit Lichterketten und dampfendem GlÜhwein sind Äußerst beliebt bei den deutschen Familien, besonders schÖn sind sie in MÜnchen, NÜrnberg, LÜbeck, Berlin, MÜnster, Heidelberg, RÜdesheim und Stuttgart.
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