Im Frühling ist Frankreich am schönsten, wobei die Saison in den meisten Urlaubsorten am Meer erst im Mai beginnt. Auch im Herbst lässt es sich noch recht angenehm reisen, doch die Tage werden rasch kürzer und, selbst an der Côte d'Azur, gegen Herbstende empfindlich kalt. Im Winter findet man in den Alpen, den Pyrenäen und anderen Gebirgsgegenden beste Wintersportbedingungen, nur in den Weihnachtsferien wimmelt es an den Hängen oft von kleinen Pistenhasen in Schuluniform. In den Sommerferien von Mitte Juli bis Ende August strömt ganz Frankreich ans Meer oder in die Berge, so dass man in den halbverwaisten Großstädten immer wieder einmal vor geschlossenen Türen stehen kann. Dasselbe gilt für die Zeit zwischen Februar und März.
Die feierfreudigen Franzosen lassen sich keine Gelegenheit für eine Party entgehen, und der Kalender ist prall gefüllt mit Festivals, Messen, Feiertagen und kulturellen Höhepunkten. In fast allen Städten finden jährliche Musik-, Tanz-, Theater-, Kino- oder Kunstfestivals statt. Auf dem Land werden Jahrmärkte abgehalten, und Anlässe für Feste gibt es genug: vom Namenstag eines Dorfheiligen bis zur letzten Knoblauchernte. Besondere Feiertage sind der 1. Mai, an dem man guten Freunden Maiglöckchen (muguet) als Glücksbringer schenkt, und der 14. Juli, der mit Feuerwerk und Militärparaden dem Sturm auf die Bastille 1789 gedenkt.
Weitere wichtige Termine sind die aufgetakelten Prêt-à-Porter-Modenschauen in Paris (Anfang Februar), die Filmfestspiele in Cannes (Mitte Mai), wenn Hollywoodstars en masse an der französischen Riviera aufkreuzen, das weniger abgehobene Festival des amerikanischen Films in Deauville (September), das Internationale Musikfestival in Straßburg (erste drei Juniwochen), das Festival d'Avignon (Mitte Juli bis Mitte August) mit klassischen und avantgardistischen Theatertruppen und das Jazzfestival in Nizza (Ende Juli/Anfang August).
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