Sehenswürdigkeiten

Florenz ist auch die richtige Stadt fÜr alle, die Koffein, gutem Essen und Wein, teuren Schuhen und Engelsdarstellungen verfallen sind. Zu Fuß und auf dem Fahrrad gilt: bloß keine falsche Bescheidenheit.

Galleria degli Uffizi Galleria degli Uffizi

Im Auftrag von Cosimo I de' Medici entwarf und baute Vasari in der zweiten HÄlfte des 16. Jahrhunderts den Palazzo degli Uffizi, in dem zunÄchst Verwaltung, Rechtsprechung und ZÜnfte untergebracht waren. Heute befindet sich hier die weltweit grÖßte Einzelsammlung italienischer und florentinischer Kunst. Vorsicht – wer nicht vorbestellt hat, kann hier buchstÄblich stundenlang Schlange stehen.

Vasari entwarf den privaten Korridor, Corridoio Vasariano, als Verbindung zwischen Palazzo Vecchio und Palazzo Pitti, durch die Uffizien hindurch und Über die Ponte Vecchio.

Francesco I, der Nachfolger von Cosimo I, beauftragte den Architekten Buontalenti, das obere Stockwerk des Palazzo degli Uffizi fÜr die Aufnahme der wachsenden Kunstsammlung der Medici umzubauen. Dies waren, indirekt, die ersten Schritte zur Umwandlung des Palastes in eine Galerie. Im Jahr 1591 wurde sie fÜr ein ausgewÄhltes Publikum erÖffnet – und war damit eins der ersten Museen Europas. Francesco hatte auch einen Dachgarten anlegen lassen - heute eine Cafeteria.

Museo dei Ragazzi Museo dei Ragazzi

Dieses im Palazzo Vecchio untergebrachte Museum organisiert hier sowie im Museo di Storia della Scienza und im Museo Stibbert AktivitÄten und pÄdagogische Workshops fÜr Kinder und Jugendliche.

Angehende Historiker und ihre Eltern kÖnnen Schauspieler treffen, die wie Cosimo I und Eleonora de Toledo gekleidet sind – Kids sind eingeladen, sich als deren Kinder (Bia and Garcia) zu kostÜmieren und mit Spielzeug zu spielen, mit dem sich schon die zwei großherzoglichen SprÖsslinge vergnÜgten.

Zu den weiteren AktivitÄten gehÖren das Aufbauen und Auseinandernehmen von Modellen des Palazzo Vecchio und von BrÜcken (fÜr Kinder, in denen ein kleiner Ingenieur steckt) und der Blick durch einen Nachbau des Fernglases von Michelangelo. Ein weiteres Angebot ist der Rundgang mit Giorgio Vasari (oder doch eher einem DoppelgÄnger) mit persÖnlichen ErlÄuterungen seiner architektonischen und kÜnstlerischen Arbeiten im Palazzo.

Und eine Multimediashow zeigt die Geschichte des Palastes auf großer Leinwand (maximal 30 Personen).

Duomo Duomo

Dies ist das religiÖse Zentrum von Florenz. In frÜheren Zeiten befand sich hier der rÖmische Tempel. Als die Stadt im Mittelalter allmÄhlich eine Vormachtstellung in der Toskana erwarb, verwendete sie auf diese Piazza reichlich Geld und Ideen – ein Platz, mit dem Florenz sich voller Stolz prÄsentieren und der Welt seine GrÖße zeigen kann.

Schon aus der Ferne ist es ein beeindruckendes Bild, wie Brunelleschis mit roten Ziegeln gedeckte Kuppel sich Über dem HÄusermeer erhebt, doch erst, wenn man aus den Überlaufenen Straßen rund um die Piazza kommt und den Duomo aus der NÄhe sieht, entfaltet die ebenso streng gegliederte wie lebhafte Fassade aus rosa, weißem und grÜnem Marmor ihre volle Wirkung. Brunelleschi gewann einen Öffentlichen Wettbewerb fÜr den Entwurf einer Kuppel von enormen Ausmaßen, dem ersten derartigen Bau seit der Antike. Obwohl sie mittlerweile stark von Rissen durchzogen ist und restauriert wird, fasziniert ihre außerordentliche gestalterische QualitÄt.

Der volle Name dieses grandiosen Gotteshauses – der viertgrÖßten Kathedrale der Welt – lautet Cattedrale di Santa Maria del Fiore. Baubeginn war im Jahr 1296 unter Arnolfo di Cambio, bis zur Fertigstellung vergingen beinahe 150 Jahre. Sie ist 153 m lang und 38 m breit; die Breite des Querschiffs betrÄgt sogar bis zu 90 m. Sie ersetzte die Kathedrale Santa Reparata, die schon auf die HÄlfte der FlÄche vom Eingang bis zum Querschiff gepasst hÄtte.

Baptisterium Baptisterium

Das romanische Baptisterium wurde mÖglicherweise schon im 5. Jahrhundert an der Stelle eines rÖmischen Tempels errichtet. Es ist eins der Ältesten GebÄude in Florenz. Seine heutige Fassade stammt ungefÄhr aus dem 11. Jahrhundert. Die achte Seite soll fÜr den (nicht existierenden) achten Wochentag stehen, der Geburt, Tod und Auferstehung symbolisiert.

Besonders eindrucksvoll sind die drei Bronzeportale, auf denen Serien von Tafeln mit Darstellungen aus der Menschheits- und der ErlÖsungsgeschichte angebracht sind. Das Älteste Portal wurde 1336 von Andrea Pisano vollendet.

Bei einem Wettbewerb zur Gestaltung der NordtÜren lag Lorenzo Ghiberti mit Brunelleschi gleichauf. Dies entrÜstete Brunelleschi so sehr, dass er kurzentschlossen nach Rom zog und es Ghiberti Überließ, sich die nÄchsten 20 Jahre abzumÜhen. Nach dem guten Gelingen seines spÄtgotischen Werkes kehrte Ghiberti beinahe umgehend in seine WerkstÄtten zurÜck, um das Ostportal anzufertigen. Bis zur Vollendung der vergoldeten BronzetÜren sollten 28 Jahre vergehen. Das Ergebnis seiner BemÜhungen war so ÜberwÄltigend, dass Michelangelo, der das Portal Jahre spÄter sah, ausrief, es eigne sich als Porta del Paradiso (Paradiespforte). Diese Bezeichnung hat sich bis heute gehalten.

Palazzo Pitti Palazzo Pitti

Als die Pitti, eine reiche Kaufmannsfamilie, Brunelleschi um den Entwurf ihres Heimes baten, schwebte Ihnen nicht gerade ein schlichtes HÄuschen vor. Sie waren große Rivalen der Medici, so entbehrt es nicht einer gewissen Ironie, dass ihre Prahlerei eines Tages ausgerechnet dem Bankkonto zum Opfer fallen sollte.

1549 erwarb Eleonora de Toledo, die Gattin von Cosimo I de' Medici, den Palast von einer kurz vor der Pleite stehenden Familie Pitti – den Palazzo Vecchio fand sie nÄmlich zu klaustrophobisch. Sie beauftragte Erweiterungsarbeiten, die sich bis 1839 dahinschleppten! Immer jedoch wurde die ursprÜngliche Gestaltung respektiert, so dass dem heutigen Betrachter die Bestimmung der verschiedenen Bauphasen nicht leicht fiele.

Nach dem Abtreten der Medici-Dynastie blieb der Palast Residenz der StadtoberhÄupter, der HerzÖge von Lothringen und ihrer Österreichischen und (kurze Zeit) napoleonischen Nachfolger. Als Florenz 1865 zur Hauptstadt des entstehenden KÖnigreichs Italien ernannt wurde, wÄhlte die savoyische KÖnigsfamilie den Palast zu ihrer Residenz, im Jahre 1919 Übergab sie ihn mit huldvoller Geste an den Staat.

Vom Palazzo Pitti gelangt man auch in den Giardino di Boboli.

Lonely Planet

Florenz erkunden

Erweiterte Web-Suche nach Florenz

Sponsoren-Links

"Pension in Florenz"
Hier günstige Pensionen online bei Its buchen. Its ist Urlaub.www.ITS.de
"Ferienhäuser Toskana"
Urlaub in der Toskana: Direkt beim Vermieter buchen und sparen!www.FeWo-direkt.de/toskana
"Top-Angebote in die Toskana"
Stiftung Warentest Gut (08/2006) - Pauschalreisen bei Opodo.www.opodo.de
"Ferienhäuser in Florenz"
Große Auswahl an Ferienhäusern und -wohnungen direkt online buchbar.www.e-domizil.de/toskana
So werden Sie Sponsor...
© 2009 Lonely Planet Publications Pty Ltd. Alle Rechte vorbehalten.
Gemeinsam mit unseren Partnern bemühen wir uns um möglichst neutrale und wahrheitsgetreue Informationen. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit dieser Angaben übernehmen wir jedoch keine Gewähr. Wir empfehlen Ihnen in jedem Fall sich vor Ihrer Abreise bei den zuständigen Stellen über Einreisebestimmungen, Sicherheitshinweise, Impfungen etc. zu erkundigen.
Copyright © 2009 Yahoo! Alle Rechte vorbehalten. Datenschutz - AGB - Impressum - Rechtlicher Hinweis - Billigflüge - Copyright-Richlinien