Tauchen und Schnorcheln gehÖren zu den mit Abstand am besten organisierten AktivitÄten in Ägypten. Auch soll das Rote Meer einige der besten Tauchreviere der Welt haben. Kamel- und Jeep-Safaris werden regelmÄßig in der sandigen westlichen WÜste veranstaltet oder in dem felsigen GelÄnde der Sinai-Halbinsel. Die Regierung bewirbt Ägypten außerdem als ein Reiseziel zum Golfspielen.
Nasser-SeeDer Nasser-See ist der grÖßte kÜnstliche See der Welt. Seine Angaben sind Schwindel erregend: Er umfasst ein Gebiet von 5250 Quadratkilometern, erstreckt sich auf eine LÄnge von 35 km und ist zwischen 5 und 35 km breit. Abgesehen von den Zahlen macht der Kontrast zwischen dieser riesigen Wassermasse und der umliegenden WÜste den Nasser-See zu einem Ort von herber SchÖnheit.
Der Nasser-See entstand mit dem Bau des Hochdammes nahe Assuan. Er bedeckt nubisches Land, in dem es Hunderte von GrÄbern, Tempeln und Kirchen gibt. Viele DenkmÄler wurden vor dem Bau des Dammes von ihrem ursprÜnglichen Standort verlegt und an vier Orten gruppiert: In Kalabsha, Wadi as-Subua und Amada (die beiden letzten sind nur mit dem Boot zu erreichen) und natÜrlich auch in Abu Simbel mit seinem berÜhmten Ramses-Tempel.
Tempel von KarnakKarnak ist ein passendes Monument der Macht des Neuen Ägyptischen KÖnigreichs - ein ÜberwÄltigender Komplex mit Obelisken, SÄulen, AltarrÄumen und Eingangstoren zu Ehren der GÖtter Thebens und der Ägyptischen Pharaonen. Diese Bauwerke stammen aus einem Zeitraum von Über 1500 Jahren und bieten auf Über einer Million Quadratmetern einen Schnellkurs in alter Ägyptischer Architektur.
Obwohl die allerersten Bauten in Karnak auf das Mittlere KÖnigreich zurÜckgehen, als das nÖrdliche Memphis Theben an Bedeutung Überholte, so war Karnak doch wÄhrend des gesamten Neuen KÖnigreichs die wichtigste AndachtsstÄtte im alten Ägypten. Am 'perfektesten aller Orte', so wie der Komplex auch bezeichnet wird, waren wÄhrend seiner Glanzzeit, als Ramses II. regierte, rund 80.000 Menschen beschÄftigt. In seinem Zentrum steht die riesige Anlage des Amun-Tempels, die mehr als 260.000 Quadratmeter bedeckt und dem Gott Amun gewidmet wurde. Das berÜhmteste Monument ist der SÄulensaal (das Große Hypostyl), ein Wald aus 134 Papyrus fÖrmigen SÄulen, die Besucher seit Hunderten von Jahren in Staunen versetzen. Vom Stadtzentrum Luxors aus ist der Tempel leicht zu erreichen und auch bei Nacht zu sehen, wenn man die kitschige Klang- und Lichter-Show im Shakespeare-Stil auf sich nehmen mag.
DahschurDahschur ist ein eindrucksvolles 3,5 km langes GelÄnde, auf dem Pyramiden aus der 4. und 12. Dynastie stehen - Ältere Verwandte der Pyramiden von Gizeh. Von den ursprÜnglich 11 Pyramiden, die hier einst standen, sind nur noch die Knickpyramide und die Rote Pyramide intakt. Sehenswert sind auch die Lehmziegel, die noch von der Schwarzen Pyramide Übrig sind und einen Irrgarten aus GÄngen und RÄumen bilden, mit denen man GrabrÄuber irrefÜhren wollte.
Die erste richtige Pyramide an diesem Ort, die Rote Pyramide, wurde auf Geheiß von Pharao Snofru, Vater von Khufu und GrÜnder der 4. Dynastie, errichtet. Er ließ auch eine frÜhere Version - die Knickpyramide - bauen. Diese beiden Pyramiden hatten die gleiche HÖhe. Sie sind auch die drittgrÖßten Pyramiden in Ägypten, nach den beiden grÖßten in Gizeh.
Viele gescheite Reisende entschließen sich auch, Dahschur anstatt das Gizeh-Plateau zu besuchen und zwar aus drei GrÜnden: Die Pyramiden sind genauso beeindruckend wie ihre GegenstÜcke in Gizeh, die StÄtte ist friedlicher und die EintrittsgebÜhr weitaus niedriger.
Pyramiden von Gizeh und die SphinxDie Pyramiden von Gizeh sind das einzige der sieben Weltwunder, das noch steht, und kÖnnen der Über 4000 Jahre langen Begeisterung mehr als standhalten. Durch ihre außergewÖhnliche Geometrie und ihr Alter ragen sie wie FremdkÖrper aus der WÜste. Die Sphinx, eine 50 Meter lange katzenartige Figur, die komplett aus einem Steinblock gehauen wurde, ist ganz in der NÄhe.
BesucherschwÄrme befinden sich auf dem Platz, begleitet von Horden von Kamel- und Pferderittanwerbern, allerdings gelingt es ihnen nicht, das Wunder zu zerstÖren. Wenn man in aller Ruhe einen Blick auf die Pyramiden werfen mÖchte, sollte man um etwa 17 Uhr einen Pferdeausritt in der Gegend machen: Obwohl man sie dann nicht von nahem sieht, kann dies sehr viel stimmungsvoller sein, als sich dicht an den Monumenten durch die Menschenmassen zu drÄngen.
Die Pyramiden von Gizeh sind die Älteste Touristenattraktion auf diesem Planeten. Sie wurden von aufeinander folgenden Pharaonengenerationen errichtet und waren bereits zur Zeit von Christi Geburt mehr als 2500 Jahre alt. Das Erstaunliche an den Pyramiden sind ihr Alter und die noch nicht ganz geklÄrten Fragen, wie sie gebaut wurden und wofÜr man sie benutzte. Trotz aller Belege und Beweise gibt es immer noch jene, die sich weigern zu akzeptieren, dass die alten Ägypter in der Lage waren, etwas so Erstaunliches zustande zu bringen.
Diese verblÜffenden architektonischen Errungenschaften sind Teil einer gewaltigen Nekropole bzw. BegrÄbnisstÄtte, die zur antiken Hauptstadt Memphis sÜdlich von Kairo gehÖrten. Memphis existierte schon 3500 Jahre, bevor Kairo gegrÜndet wurde. Zwar gibt es nicht mehr viel von Memphis selbst zu sehen, die Monumentalbauten aber, in denen seine toten KÖnige und Edelleute beigesetzt wurden, sind immer noch unglaublich beeindruckend.
Die sehenswertesten Orte sind Gizeh, das Kairo am nÄchsten liegt, und Abu Sir, Memphis, Sakkara und Dahschur, die man auf TagesausflÜgen besuchen kann. Die Älteste Pyramide Gizehs und grÖßte Ägyptens ist die Große Pyramide von Khufu (Cheops-Pyramide), die bei ihrer Fertigstellung um etwa 2600 v. Chr. 146 m hoch war. Etwa 2,3 Millionen KalksteinblÖcke mit einem Gewicht von jeweils 2,5 Tonnen wurden fÜr den Bau dieses Giganten verwendet. Zwar gibt es im Innern der Pyramide nicht sehr viel zu sehen, durch einen so alten Bau zu klettern, bleibt aber ein unvergessliches Erlebnis. An der Ost- und der SÜdseite der Pyramide sind fÜnf lange Gruben, die einst die Boote des Pharaonen enthielten. Eines dieser Boote kann man heute im Sonnenbootmuseum sehen.
Die im Arabischen als Abu al-Hol (Vater des Terrors) bekannte Sphinx wurde aus der natÜrlichen Felssohle am Boden des Durchgangs zur Chephren-Pyramide gehauen. KÜrzlich durchgefÜhrte geologische und archÄologische Untersuchungen haben ergeben, dass die Sphinx hÖchstwahrscheinlich auf die Regierungszeit von Chephren zurÜckgeht und wahrscheinlich seine ZÜge trÄgt, umrahmt von dem gestreiften Nemes-Kopftuch, das nur Personen von kÖniglichem Rang trugen. Bedauerlicher Weise leidet das steinerne Monument an dem, was fÜr den Menschen der Krebs ist, und die Restaurierungsversuche der letzten Zeit haben den Verfall nur noch beschleunigt anstatt ihn aufzuhalten. Die etwas kitschige Klang- und Lichtershow, die in der NÄhe der Sphinx veranstaltet wird, ist eine schmerzlose, wenn auch teure Art und Weise, die Pyramiden im Sternenlicht zu sehen.
Ägyptisches MuseumMehr als 120.000 Relikte aus fast jeder Epoche der alten Ägyptischen Geschichte sind in diesem bemerkenswerten Museum untergebracht. Außer die Exponate chronologisch zu ordnen, wurde wenig getan, um etwas Hintergrundwissen zur Ausstellung bereitzustellen. Allerdings macht die ExzentrizitÄt des Museums einen Teil seines Charmes aus und in den verstaubten, muffigen RÄumen wie zufÄllig Über SchÄtze zu stolpern, ist mit das SchÖnste daran.
Marsa AlamMarsa Alam ist ein Ägyptisches Fischerdorf am Roten Meer. Es liegt an der T-Kreuzung zwischen der KÜstenstraße, die am Roten Meer entlang verlÄuft, und der Straße nach Edfu, das 230 km entfernt an den Ufern des Nils liegt. In dieser Gegend kann man wunderbar schwimmen und schnorcheln, man sollte allerdings sehr vorsichtig sein, denn ein Großteil der Region ist vermint und nicht ausgeschildert.
In der WÜste, rund 145 km sÜdwestlich von hier, befindet sich das Grab von Sayyed al-Shazli, der im 13. Jahrhundert ein wichtiger FÜhrer der Sufi war. Sein Grab wurde zu Beginn des letzten Jahrhunderts restauriert, es kann allerdings sein, dass man es nicht schafft, alle Kontrollpunkte zu passieren.
KairoKairo ist keine sanfte Stadt. 'Die Mutter der Welt' ist das Zuhause von mehr als 16 Millionen Ägyptern, Arabern, Afrikanern und diversen anderen und eine totale Vergewaltigung der Sinne. Chaotisch, laut, verdreckt, vÖllig unberechenbar und vor Menschen nur so wimmelnd: Die bloße IntensitÄt der Stadt verfÜhrt oder entsetzt.
Kairo hat nicht die Mittel fÜr elegante Boulevards und Kopfsteinpflaster-PlÄtze und die Art von aufgemotzten, verschÖnerten GebÄuden, die danach aufschreien, fotografiert und in ein Album geklebt zu werden. Die historischen Bauwerke liegen versteckt in den alten Vierteln der Stadt, die noch gezÄhmt und touristenfreundlich gemacht werden mÜssen.
Die extrem hohe Luftverschmutzung und der Mangel an Bewegungsfreiheit bringen erstaunliche Kontraste zustande: LehmziegelhÄuser und moderne BÜrohochhÄuser, protzige Wagen und Eselskarren. FÜr die Kairoer ist dies nichts UngewÖhnliches. Sie hat die Besessenheit des Westens, immer Neues und Besseres zu besitzen, noch nicht ergriffen, da sie in so unmittelbarer NÄhe zu einer tausendjÄhrigen Geschichte leben (und wenn sich der Smog etwas auflÖst, sind die Pyramiden von den oberen Stockwerken sÄmtlicher HÄuser der Stadt zu sehen). Der daraus resultierende weit verbreitete Sinn fÜr Zeitlosigkeit macht einen Teil des großen Charmes der Stadt aus.
AssuanAssuan, die sÜdlichste Stadt des Landes, ist schon seit langem das Ägyptens zu Afrika. Die wohlhabende Marktstadt liegt am 'anderen' Ende des Nils, dort, wo sich die uralten Karawanen-Routen kreuzen. Vor sehr langer Zeit war sie eine fÜr die koptischen Christen bedeutende Garnisonsstadt.
Der Nil ist einfach herrlich hier, wie er sich seinen Weg vom gewaltigen Hochdamm und Nasser-See hinunter bahnt. Dabei die Felukkas zu beobachten, wie sie bei Sonnenuntergang den Nil entlang gleiten, ist ein Erlebnis, das man niemals vergisst. Lohnenswert sind ein Besuch der GrabstÄtten der KÖnige und des Äußerst sehenswerten Nubischen Museums.
FrÜher lagen der wichtigste Teil der frÜher Swenet genannten Stadt und die Tempelgegend auf der Insel Elephantine mitten im Nil (damals hieß die Insel Abu, wurde aber spÄter von den Griechen umbenannt). Die Örtlichen Tempel und Ruinen sind nicht annÄhernd so gut erhalten und eindrucksvoll wie die in anderen Teilen des Landes, es gibt aber andere gute GrÜnde fÜr einen Besuch.
Erweiterte Web-Suche nach Ägypten
Die besten Angebote im Preisvergleich: