Edinburgh hat eine große Vielfalt an FreizeitaktivitÄten zu bieten. Es gibt zahlreiche gute Geh- und Wanderwege und das Radfahren in der Stadt und ins lÄndliche Umland wird durch Edinburghs Netzwerk an ausgeschilderten Radwegen erleichtert, obwohl die hÜgeligen Kopfsteinpflasterstraßen im Stadtzentrum ein kleines bisschen schwierig sind fÜr die meisten ZweirÄder.
Scotch Whisky Heritage CentreDas in einer ehemaligen Schule untergebrachte Center veranschaulicht die Whiskey-Herstellung - von der Gerste bis zur Flasche - anhand einer Serie von AusstellungsstÜcken, mit denen Sehen, HÖren und Riechen kombiniert wird. Durch den ersten interessanteren Teil wird man von einem FÜhrer geleitet, wÄhrend zum zweiten eine Fahrt in einem 'Fasswagen' gehÖrt, die an mehreren Szenen vorbeifÜhrt. Damit wird die Geschichte des 'Lebenswassers' anschaulich dargestellt - eine Art Johnnie Walker meets Walt Disney.
Als Belohnung kann man ein kleines bisschen vom echten Zeug probieren, bevor man in ein Whiskey-GeschÄft gelotst wird. Es gibt außerdem das Restaurant Amber, in dem traditionelle schottische Gerichte serviert werden, in denen nach MÖglichkeit ein Schuss Whiskey gekippt wurde.
Aussichtsturm & Camera obscuraDie Camera Obscura bzw. Lochkamera ist ein kurioses GerÄt aus dem 19. Jahrhundert - eine Art Periskop, bei dem Linsen und Spiegel eingesetzt werden, um ein Live-Bild der Stadt auf einen großen horizontalen Bildschirm projizieren. Der Begleitkommentar ist unterhaltsam und das Ganze hat einen urigen Charme. Vom Aussichtsturm hat man einen tollen Blick auf die Stadt.
Das Herz von MidlothianDieses im Kopfsteinpflaster eingelassene Herz namens Heart of Midlothian kennzeichnet den Standort des frÜheren Rathauses (Tolbooth). Das im 15. Jahrhundert errichtete und zu Beginn des 19. Jahrhunderts abgerissene Rathaus diente diversen Zwecken. Hier versammelten sich das Parlament, die Stadtverwaltung und das oberste Gericht der reformierten schottischen Kirche, bevor es zu einem GerichtsgebÄude und letztendlich als GefÄngnis und HinrichtungsstÄtte berÜchtigt wurde.
Es ist Tradition, dass die Passanten auf das Herz spucken, um GlÜck zu haben. Man sollte aber nicht dem Wind zugewand stehen.
Real Mary King's CloseDas Rathaus wurde Über den abgeriegelten Überresten des Mary King's Close errichtet. Die unteren Ebenen dieser mittelalterlichen Altstadt-Gasse sind seit 250 Jahren als Fundament fast unverÄndert erhalten geblieben. Dieses gespenstische, unterirdische Labyrinth ist heute der Öffentlichkeit zugÄnglich und bietet einen faszinierenden Einblick darin, wie der Alltag im Edinburgh des 17. Jahrhunderts aussah.
Ein SchauspielschÜler in mittelalterlichem KostÜm fÜhrt auf einem Rundgang durch die GewÖlbe, wÄhrend er sich in der Ausdrucksweise der damaligen Zeit Übt. Diese ausgearbeitete FÜhrung mit ihren Geistergeschichten und schaurigen Darstellungen kann ein wenig kitschig erscheinen, da das Gruselige und die obszÖnen Aspekte der Geschichte dieser Gasse bis zum Letzten ausgeschlachtet werden. Es gibt aber auch Dinge zu sehen, die wirklich interessant sind. Der zusammenfallende Wohnraum aus dem 17. Jahrhundert hat etwas mit seinen PferdehaarbÜscheln, die aus den zerfallenden FachwerkwÄnden herausragen, dem angedeuteten Muster an den WÄnden und dem Geruch von uraltem Gestein und Staub, der in einem in die Nase dringt und einem die Nackenhaare abstehen lÄsst.
Museum of ScotlandDas 1998 erÖffnete Museum ist eines der charakteristischten neuen Wahrzeichen der Stadt und verfÜgt Über eine fantasievolle Innenausstattung, die an sich schon eine Attraktion ist. Auf den fÜnf Ebenen des Museums wird mit vielen anregenden Exponaten der Geschichte Schottlands nachgegangen - von seinen geologischen AnfÄngen bis zu den 1990er Jahren. Um ihm gerecht zu werden, kÖnnten mehrere Besuche nÖtig sein.
Holyrood PalaceDer 1128 als Kloster errichtete Holyrood Palace ist die offizielle schottische Residenz der Queen. Zu den HÖhepunkten gehÖren die kÖniglichen RÄumlichkeiten mit den kompliziert gemeißelten Gipsdecken, den von der Decke bis zum Boden reichenden Wandteppichen und den mythologischen GemÄlden.
Die unter David I. 1128 gebaute Abtei wurde vermutlich nach einem Fragment des Kreuzes benannt ('rood' ist ein altes Wort fÜr 'cross' (Kreuz)), das seiner Mutter, der heiligen Margaret, gehÖrt haben soll. Die meisten noch erhaltenen Ruinen gehen auf das 12. und 13. Jahrhundert zurÜck, obwohl noch ein Eingang in der Äußersten SÜdostecke der ursprÜnglich normannischen Kirche stammen soll. James IV. erweiterte das GÄstehaus der Abtei 1501. Der Älteste noch erhaltene Teil des Bauwerks - der Nordwestturm - wurde im Jahr 1529 als kÖnigliches Appartement gebaut. Mary, die KÖnigin der Schotten, wohnte in dem Turm sechs ereignisreiche Jahre lang. WÄhrend dieser Zeit heiratete sie Lord Darnley in der Abteil und Bothwell in der heutigen GemÄldegalerie. Hier war es, wo sie mit John Know debattierte und den Mord an ihrem SekretÄr Rizzio beobachtete. Dieser Ältere Teil des Palasts ist bei weitem der interessanteste und die schwache Beleuchtung trÄgt noch zu dem GefÜhl bei, dass sich hier Intrigen abspielten. Marys Fußspuren zu folgen und den Raum zu sehen, in dem Rizzio erschlagen wurde, Übt eine gewisse Faszination aus. Der Komplex wird manchmal fÜr StaatsanlÄsse geschlossen oder wenn die Queen sich hier aufhÄlt, was normalerweise Mitte Mai und Mitte Juni bis Anfang Juli der Fall ist. (Die Website gibt Auskunft Über kÜnftige Schließungen.)
Gladstone's Land1617 kaufte Thomas Gledstanes, ein Kaufmann des 17. Jahrhunderts, dieses Wohnhaus, das spÄter als Gladstone's Land bekannt wurde. Das Mitte des 16. Jahrhunderts gebaute und im 17. Jahrhundert erweiterte Haus bietet einen faszinierenden Einblick in die Vergangenheit der Altstadt. Zum komfortablen Interieur gehÖren ausgezeichnet bemalte Decken, WÄnde und Balken und einige prÄchtige MÖbelstÜcke aus dem 17. und 18. Jahrhundert.
Edinburgh CastleDie bedrohlichen schwarzen Felsspitzen des Castle Rock Über den Princes St. Gardens sind genau der Grund fÜr Edinburghs Existenz. Die felsige AnhÖhe, ein von Gletschern abgeschliffener Stumpf eines uralten Vulkans, war die am leichtesten zu verteidigende HÜgelspitze auf der Einmarschroute zwischen England und Mittelschottland - eine Route, der zahllose Armeen Über die Jahrhunderte folgten.
An diesem Ort hat sich viel ereignet: Damals, im 6. Jahrhundert, wurde sie zur Verteidigung gegen die Pikten eingesetzt, wÄhrend die Armee des ansehnlichen Prinz Charles im 18. Jahrhundert vergeblich versuchte, die Mauern einzubrechen. Heutzutage ist es wahrscheinlicher, dass Feindseligkeiten zwischen wetteifernden gefÜhrten Gruppen ausbrechen. Mitte des 18. Jahrhunderts sah die Burg dann so ziemlich aus wie heute. Es ist vor allem Sir Walter Scott zu verdanken, dass sie im 19. Jahrhundert begann, ihre Bedeutung als schottisches Symbol zurÜckzuerlangen. Besucher erhalten Zugang Über die Esplanade, einem Paradeplatz, auf dem zu jeder vollen Stunde die WachablÖsung stattfindet. Zu den SehenswÜrdigkeiten auf dem BurggelÄnde gehÖren Mills Mount Battery, wo an Wochentagen ein Kanonenschuss abgefeuert wird, die St. Margarets Chapel, das Älteste GebÄude in Edinburgh, der wÄhrend des 15. und 16. Jahrhunderts gebaute Palast und das Scottish United Services Museum, in dem Exponate zur Geschichte der schottischen Regimente ausgestellt sind.
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