Im Prinzip hat Ecuador zwei Jahreszeiten: eine nasse und eine trockene, wobei die Örtlichen Wettermuster entsprechend der geographischen Lage sehr unterschiedlich sind.
Im Hochland herrscht die trockene Jahreszeit von Juni bis September und nochmals um Weihnachten, wobei selbst die nasse Jahreszeit nicht wirklich viel Regen bringt. Im zentralen Andental ist es das ganze Jahr Über frÜhlingshaft mit Temperaturen, die 24 °C nicht Übersteigen. Der Oriente ist das ganze Jahr Über regnerisch; Juli und August sind die regenreichsten Monate, von September bis Dezember ist es am trockensten. FÜr Kanutouren ist die regenreiche Jahreszeit am besten geeignet, wenn die FlÜsse hoch mit Wasser gefÜllt sind, wohingegen die trockene Jahreszeit fÜr Trekkingtouren besser geeignet ist.
An der KÜste sind die Tage in der nassen Jahreszeit von ungefÄhr Januar bis Mai sonnig mit tÄglichen Regenschauern am Nachmittag, was zugleich auch das beste KÜstenwetter ist. Von Juni bis August fallen hier die Gringo-Touristen ein, wie die SÜdamerikaner die US-Amerikaner nennen.
An den KÜstengebieten auf dem Festland und auf den Galápagos-Inseln ist es zwischen Januar und April glÜhend heiß und nass. Trotz des Regens scheint in dieser Jahreszeit die Sonne am meisten. Dies ist auch die Zeit, wenn die Ecuadorianer in Scharen zum Strand kommen.
Auf den Galápagos-Inseln ist die Tierwelt das ganze Jahr Über aktiv, wobei von Januar bis April die beste Zeit zum Schnorcheln ist. Wer seekrank wird, sollte die Monate von Juli bis Oktober meiden, wenn das Meer sehr rau ist.
Hochsaison ist von Mitte Dezember bis Januar und Juni bis August. In dieser Zeit sind die Preise fÜr Übernachtungen am hÖchsten und Reservierungen sind ratsam.
Etwa alle 10 Jahre im Winter schlÄgt El NiÑo zu und sorgt fÜr Chaos auf den Straßen und im Bahnverkehr.
In allen GroßstÄdten, StÄdten und DÖrfern finden lokale Festlichkeiten statt, die ausgiebig mit Feuerwerken, Alkohol, Musik und Tanz gefeiert werden. Zu den grÖßten Festlichkeiten zÄhlen die Prozessionen am Karfreitag in Quito, Fronleichnam in Pujilí oder Salasaca und Fiesta del Yamor in Otavalo.
Da Ecuador ein rÖmisch-katholisches Land ist, orientieren sich viele seiner Feiertage am liturgischen Kalender.
Allerseelen am 2. November ist besonders farbenfroh: in einer eher feierlichen als dÜster-ernsten Zeremonie werden die FriedhÖfe mit Blumen geschmÜckt. Andere wichtige historische Feiertage sind Simón Bolívars Geburtstag am 24. Juli und die GrÜndung Quitos, die im Dezember mit StierkÄmpfen, Paraden und Tanz in den Straßen gefeiert wird. Karneval, vor Ostern, begeht man mit Wasserschlachten sowie mit Obst- und Blumenfesten. Corpus Christi im Juni wird in vielen StÄdten des Hochlands mit traditionellen Erntefesten kombiniert.
Bei GrÜndungsjubilÄen grÖßerer StÄdte und an UnabhÄngigkeitstagen steht alles Kopf und nichts geht mehr. Besonders große Feiern dieser Art gibt es in Guayaquil, Otavalo, Cuenca und Quito, obwohl jede Stadt und jedes Dorf auch noch ihren eigenen besonderen Tag feiert. GeschÄfte, BÜros und Dienstleistungen sind an Feiertagen und Festen geschlossen und UnterkÜnfte sowie Transportmittel sind hÄufig ÜberfÜllt. Buchungen im Voraus sind sehr ratsam.
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