Sehenswürdigkeiten

Zypern ist das perfekte Mittelmeerland fÜr die Westentasche: Ferienanlagen, Berge, wunderschÖne StrÄnde, authentische DÖrfer auf dem Land und viele Gelegenheiten zu wandern, die Insel mit dem Rad zu erkunden und sogar Ski zu fahren. Mitten im Herzen des Östlichen Mittelmeerraumes gelegen wartet die Insel aber auch mit einer Reihe von altertÜmlichen SehenswÜrdigkeiten auf, die es zu entdecken gilt.

GrÄber der KÖnige GrÄber der KÖnige

Die GrÄber der KÖnige bilden einen riesigen Komplex von Mausoleen und Grabkammern, die in einen felsigen Abhang gegraben wurden. Sie stammen aus der Zeit um Christi Geburt und sind erstaunlich gut erhalten. Obwohl sie schon vorher erforscht (und ausgeraubt) worden waren, begannen erst in um 1970 die ersten systematischen Ausgrabungen.

Der Name der Anlage, die tatsÄchlich die GrabstÄtte der (nicht kÖniglichen) Aristokraten Pafos ist, ist ein wenig irrefÜhrend. Sie erhielt ihren beeindruckenden Titel durch ihre majestÄtischen Ausmaße. Das Labyrinth der Kammern, SÄulen, Nischen und Friese zeugt von Ägyptischen EinflÜssen und wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklÄrt. Sieben der Grabkammern sind fÜr die Öffentlichkeit zugÄnglich, Nummer drei ist sicher die beeindruckendste. Man benÖtigt etwa zwei Stunden, um alle Grabkammern zu durchlaufen.

Das alte Vouni Das alte Vouni

Diese geradezu surreal anmutende Anlage ist, am frÜhen Morgen oder spÄten Nachmittag betrachtet, bis heute ein RÄtsel geblieben. Sie geht auf das 5. Jh. vor Chr. zurÜck und muss einst ein riesiger Palast oder eine Anlage mit verschiedenen GebÄuden gewesen sein. Der Palast wurde von den Herrschern der pro-persischen Stadt von Marion (das heutige Polis) nach einer fehl geschlagenen Revolte der ionischen Griechen gegen die Persser errichtet. Heute steht die Anlage verlassen auf ihrem majestÄtischen HÜgel und bietet einige der schÖnsten Aussichten der Region.

Sie diente ursprÜnglich dazu, die AktivitÄten der nahe gelegenen pro-griechischen Soloi zu Überwachen. Der Palast setzte sich aus einem erkennbaren Megaron zusammen (einen dreiteiligen, rechteckigem Raum mit zentraler Feuerstelle und Thron), PrivatgemÄchern und Treppen, die zu einem Hof fÜhrten, unter dem sich eine Zisterne befand. Ein seltsamer, gitarrenfÖrmiger Stein war vermutlich Bestandteil einer Winde (einer Machine mit der Gewichte gehoben werden konnten). Der Palast brannte 380 vor Chr. ab und wurde nie wieder aufgebaut.

Salamis Salamis

Dies war Zyperns wichtigste vorchristliche Stadt und ist heute noch die beste archÄologische AusgrabungsstÄtte des Landes. Hier kann hier man leicht einen ganzen Tag verbringen und dabei das restaurierte rÖmische Amphitheater, das Gymnasium mit seinen MarmorbÄdern und die faszinierenden Mosaike bewundern.

Salamis Geschichte bietet einen Querschnitt der vielen Zivilisationen, die hier im Laufe von Tausenden von Jahren nebeneinander gelebt haben. Neben der assyrischen, persischen und ptolemÄischen Herrschaft in unterschiedlichen ZeitrÄumen erlebte die Stadt ihre eigentliche BlÜtezeit im 6. Jh. v. Chr. Die meisten Ruinen sind byzantinischen oder rÖmischen Ursprungs und sind Über 8 km2 verteilt. Direkt daneben gibt es einen wunderschÖnen Strand an dem man sich nach dem Rundgang herrlich abkÜhlen kann.

Das antike Kourion Das antike Kourion

Das antike Kourion ist mit seinen unzÄhligen archÄologischen HÖhepunkten eine der beeindruckendsten SehenswÜrdigkeiten der Insel. Mit einer frÜhchristlichen Basilika neben einem (restaurierten) rÖmischen Amphitheater ist die Anlage ein greifbares Zeugnis des geschichtlichen Palimpsets, das Zypern darstellt.

Kourions natÜrlicher Vorsprung auf einem HÜgel oberhalb der sÜdlichen Seerouten ist die Basis fÜr seine lange Geschichte. Die Gegend wurde in der Jungsteinzeit zum ersten Mal besiedelt, erlangte unter den Mykenern, den PtolemÄern und schließlich den RÖmern eine gewisse Bedeutung. Der Sitz einer frÜhchristlichen DiÖzese wurde ab dem 7. Jh. immer wieder von Piraten heimgesucht und endlich verlassen. 1876 wurde die Anlage wiederentdeckt und seitdem liebevoll ausgegraben und restauriert. Heute kann man hier verschiedene Mosaike, gepflasterte Foren und eine Reihe von strukturellen Resten bewundert werden.

Burg Kolossi Burg Kolossi

Die Burg Kolossi gleicht eher einem Festungsturm als einer Burg und erhebt sich fast stÖrend zwischen den Weinreben und Hausen des gleichnamigen Dorfes. Sie stellt aber ein interessantes Zeugnis der Herrschaft des Malteserordens im 13. Jh. dar. Dieser begann mit dem Anbau von Wein und Zuckerrohr auf einer kleinen Komturei direkt bei der Burg.

Die ÜberfÄlle der Mamelucken 1425-26 vereitelten jedoch die PlÄne der Ritter und zerstÖrten große Teile der Infrastruktur. Das aktuelle GebÄude datiert zurÜck auf das Jahr 1454 und wurde vermutlich auf eine Ältere Festung gebaut.

Die Burg erreicht man Über eine kleine ZugbrÜcke, die ursprÜnglich von einem Wall hoch oben verteidigt wurde. Von dort aus schÜtteten die Verteidiger der Burg dann geschmolzenes Blei oder kochendes Öl auf die HÄupter der unerwÜnschten Besucher. In der Burg betritt man zunÄchst zwei große SÄle, einer mit einer Übergroßen Feuerstelle und einer Wendeltreppe, die zu zwei weiteren RÄumen im oberen Stockwerk fÜhrt. Die RÄume sind leer, man muss also schon die eigene Phantasie walten lassen um sich vorzustellen, wie sie vielleicht in ihrer BlÜtezeit ausgesehen haben mÖgen. An die Bewohner erinnert heute nur ein WandgemÄlde mit einer Kreuzigungsszene im Hauptsaal auf der Eingangsebene. Die Wendeltreppe fÜhrt auch auf das Dach, auf dem man die 1933 restaurierten Zinnen bewundern kann.

Kyrenia (Girne) Kyrenia (Girne)

Kyrenia liegt im Zentrum der NordkÜste und ist trotz einiger BausÜnden sicher die schÖnste Ferienanlage der Insel. Wie Überall auf Zypern ist auch hier die Altstadt besonders schÖn anzusehen, die meisten Hotels befinden sich jedoch im neueren Teil der Stadt.

Neben dem herrlichen Mittelmeer-Ambiente und den vielen StraßencafÉs lohnt sich aber auch ein Besuch auf der Burg von Kyrenia. Diese Burg wurde ursprÜnglich von den RÖmern errichtet. Das hauptsÄchlich im venezianischen Stil gehaltene GebÄude beherbergt eine byzantinische Kapelle und ein Schiffswrack-Museum mit dem Ältesten Schiffswrack der Welt und dessen Fracht.

Pafos Pafos

Touristenzentrum par excellence inmitten einer herrlichen Naturlandschaft.

In einem Land, in dem kommerzielle, schlecht geplante und zum teil monstrÖs anmutende Ferienanlagen an der Tagesordnung sind, ist es Pafos gelungen, sich seine eigene IdentitÄt zu bewahren. Kato Pafos, die untere Stadt, weist zwar auch einige BausÜnden auf, aber Pafos selber, ein wenig im Inland gelegen, bietet einen guten Einblick in das zypriotische Leben.

Neben den Souvenir-Shops erhebt sich Saranta Kolones, eine lusinianische Burg, die im 13. Jh. einem Erdbeben zum Opfer fiel. Heute stehen hier noch ein paar umgestÜrzte SÄulen und verschiedene SchÄchte. Die GrÄber der KÖnige nÖrdlich von Kato Pafos sind ein Labyrinth faszinierender GrÄber, die in den weichen Felsen oberhalb des Meeres gegraben wurden.

Pafos bekannteste SehenswÜrdigkeit sind jedoch seine Mosaike, die ursprÜnglich im 3. Jh. als BÖden fÜr rÖmische Adlige gelegt wurden. Die ersten davon wurden 1962 entdeckt und seitdem hat man bis zu 300 qm ausgegraben. Die meisten der Mosaike, die als die besten in diesem Teil der Welt anerkannt sind, sind dem Gott Dionysus gewidmet. Die meisten Touristen, die Pafos besuchen, sind Pauschaltouristen und die Stadt ist nicht wirklich auf Individualreisende vorbereitet, es gibt nur wenig gute UnterkÜnfte. Am ehesten lÄsst sich vermutlich im nÖrdlichen Teil der Stadt etwas finden.

Die Halbinsel Akamas Die Halbinsel Akamas

Die Halbinsel Akamas an der WestkÜste ist einer der letzten noch unberÜhrten PlÄtze an der zypriotischen KÜste. Die Landschaft stellt ein Mosaik aus schroffem Felsen und verschwenderischer Vegetation dar und wartet mit einer Vielfalt von Flora und Fauna, darunter einigen sehr seltenen Expemplaren, auf.

Ein herrliches Reiseziel fÜr Wanderer mit einem Netzwerk von Wanderwegen, die kreuz und quer Über die Halbinsel fÜhren. Alle Wege beginnen beim Bad der Aphrodite. Die Legende besagt, dass Aphrodite sich hier regelmÄßig mit einer Madonna traf, die sie nach einer wilden Nacht wieder in eine Jungfrau verwandelte.

Polis ist vermutlich die einzige Ferienanlage im SÜden, die auch UnterkunftsmÖglichkeiten fÜr Individualtouristen bietet. Die Stadt liegt inmitten von Zitrushainen und ist von einer unglaublich schÖnen Landschaft umgeben. Polis ist damit ein charmanter Ausgangspunkt um von hier aus die Umgebung zu erkunden. Es empfiehlt sich auch, hier ein Mountain-Bike, ein Motorrad oder einen Mietwagen anzumieten. Zwar gibt es hier nicht viele SehenswÜrdigkeiten, aber einfach auf das Meer schauen, die Seele baumeln lassen und sich den Brandy Sour auf der Zunge zergehen lassen ist den Ausflug wert!

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