Kuba besitzt ein ausgedehntes Flugnetz, mit dem sich sämtliche inländischen Ziele zu relativ günstigen Preisen erreichen lassen. Auf den meisten Inlandsflügen gibt es eine 25%ige Ermäßigung, sofern sie zusammen mit dem internationalen Flugticket gebucht wurden. Allerdings handelt es sich bei den Flugzeugen häufig um kleine Propellermaschinen.
Wegen Benzinmangels und fehlender Ersatzteile wurde das Langstreckenbusnetz seit 1991 erheblich reduziert und es ist nicht einfach, eine Busfahrkarte zu ergattern. In den allermeisten Fällen muss man den Fahrschein persönlich (unter Vorlage des Reisepasses) kaufen und zwei Stunden vor Abfahrt durch persönliches Erscheinen Reisewilligkeit und -fähigkeit attestieren. Obwohl inzwischen sehr viel mehr Züge verkehren, lassen sich bestimmte Orte nur per Bus erreichen. Findige Einheimische haben Lastwagen (camiones) in öffentliche Transportfahrzeuge umgewandelt und bedienen damit beliebte Busstrecken.
Nachdem 1992 auch auf Jamaika der Eisenbahnverkehr stillgelegt wurde, ist Kuba inzwischen der einzige Karibikstaat, der noch über ein funktionierendes Schienennetz verfügt. Züge laufen sämtliche wichtigen Städte des Landes an und sind in der Regel ein zuverlässigeres Transportmittel als Busse. Bahnfahrkarten sind nicht so schwierig zu bekommen wie Bustickets, man muss aber mit ziemlicher Sicherheit dafür Schlange stehen. Eine Zugfahrt stellt eine relativ bequeme Art dar, Land und Leute kennen zu lernen. Allerdings sollte man auch hier ausreichend Proviant, vor allem Trinkwasser, im Gepäck haben und auf Verspätungen und Pannen vorbereitet sein.
Das kubanische Straßennetz zählt zu den am besten ausgebauten von ganz Lateinamerika und die einfachste Art des Reisens besteht darin, einen Mietwagen zu nehmen (an entsprechenden Firmen herrscht kein Mangel). Viele Kubaner verlegen sich auf Autostopp, wenn sie von einem Ort zu einem anderen wollen, und der Volksmund hat dafür einen besonderen Ausdruck geprägt: hacer botella (wortwörtlich übersetzt "eine Flasche machen"- mit der Hand die Form einer Flasche nachbilden). Staatliche Fahrzeuge sind gesetzlich verpflichtet, Tramper mitzunehmen, sofern ein Plätzchen frei ist; an den Zu- und Ausfahrten von Städten sowie an verkehrsreichen Kreuzungen stehen oft gelb-uniformierte Staatsangestellte, so genannte amarillos, bewaffnet mit Schreibblöcken, auf denen die Namen der auf eine Mitfahrgelegenheit Wartenden säuberlich aufgelistet sind.
Fast alle Kubabesucher reisen per Flugzeug an. Von europäischen Großstädten aus gibt es z. B. preiswerte Flüge mit Cubana, meistens mit Zwischenlandung in einer Hauptstadt des ehemaligen Ostblocks, oder Direktflüge mit Iberia von Madrid aus. Auf Grund der US-Blockade laufen nur sehr wenige Kreuzfahrtschiffe und kein einziges Passagierschiff kubanische Häfen an.
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