Sehenswürdigkeiten

Obwohl das Entspannen an den herrlichen StrÄnden und auf den Inseln die HauptbeschÄftigung der Touristen ist, die nach Kroatien kommen, hat das Land mehr zu bieten als nur Strand-GlÜckseligkeit. KulturwÜtige kÖnnen zahlreiche Festivals und die prÄchtigen AltstÄdte besuchen, wÄhrend Naturliebhaber in den unberÜhrten Nationalparks auf ihre Kosten kommen.

Nationalpark Risnjak Nationalpark Risnjak

Dieser relativ isoliert liegende, zu wenig besuchte und definitiv von auslÄndischen Touristen nicht genug wertgeschÄtzte, majestÄtische 6400 Hektar große Park verdient viel mehr Aufmerksamkeit. Die Landschaft mit ihren dichten PinienwÄldern und Wiesen mit Wildblumen wird durch ihre Karstformationen charakterisiert, jenen Vertiefungen, Spalten, HÖhlen und AbgrÜnden. Die frischen Gebirgswinde machen den Park außerdem zum perfekten Erholungsort, wenn einem die Hitze und Menschenmassen an der KÜste zu viel werden.

Am besten erkundet man den Park, wenn man den herrlichen 4,5 km langen Leska Pfad entlang geht, der am Eingang beginnt. Es ist ein leichter, schattiger Weg, an dem sich verstreut mehrere Dutzend ErklÄrungstafeln befinden. Auf diesen steht alles Über die Geschichte des Parks, die Topografie, Geologie, Flora und Fauna. Dabei kommt man an BÄchen vorbei, die in den Karsts verschwinden, an einer Futterstelle fÜr die Rehe und Hirsche, Wildschweine und BÄren, die dem Park hÄufig einen Besuch abstatten und an einer typischen BerghÜtte mit Picknicktisch.

Insel Mljet Insel Mljet

Von allen Adriainseln kÖnnte Mljet wohl die attraktivste sein. Über 72% der Insel sind mit Wald bedeckt, Über den Rest verteilen sich Felder, Weinberge und kleine DÖrfer. Der Nationalpark der Insel bedeckt das westliche Drittel des Eilands und beinhaltet sanfte Buchten und zwei Salzwasserseen. Die meisten Besucher machen von Dubrovnik oder Korčula aus einen Ausflug auf diese ruhige, idyllische Insel.

Besonders sehenswert sind die beiden Seen am westlichen Rand der Insel, Malo Jezero und Veliko Jezero, die Über einen Kanal verbunden sind. Der Veliko Jezero ist durch den Soline Kanal mit dem Meer verbunden, wodurch die beiden Seen den Gezeiten unterliegen.

Mitten auf dem Veliko Jezero befindet sich eine kleine Insel mit einem Benediktiner Kloster. Dieses wurde ursprÜnglich im 12. Jahrhundert errichtet, allerdings mehrfach umgebaut, weshalb der romanische Bau Stilelemente aus der Barockzeit und der Renaissance enthÄlt.

Da sich die Insel ideal zum Radfahren eignet, gibt es auch ein paar Fahrradverleihe. Taucher dagegen sollten sich nicht die Gelegenheit entgehen lassen, das alte rÖmische Wrack und das deutsche Torpedoboot vor der KÜste zu erkunden.

Nationalpark Plitvicer Seen Nationalpark Plitvicer Seen

Die ungewÖhnlich schÖnen waldbedeckten HÜgel dieses Weltkulturerbes umschließen 16 tÜrkisfarbene Seen, die durch kaskadenfÖrmige und normale WasserfÄlle verbunden sind. Das mineralienreichen Wasser bahnt sich seinen Weg durch die Felsen und lagert Kalktuff ab, das stÄndig neue Formationen bildet. HÖlzerne FußgÄngerholzbrÜcken folgen dem tosenden Wasser Über 18 km und schaffen einen erfrischenden Weg durch feuchte Luft.

Besonders gut konnte sich in diesem Lebensraum die Tierwelt entwickeln und so gehÖren zu den Stars des Parks BÄren und WÖlfe, es gibt aber auch Rehe und Hirsche, Wildschweine, Kaninchen, FÜchse und Dachse. Zudem gibt es Über 120 verschiedene Vogelarten, u.a. Falken, Eulen, Kuckucke, Drosseln, Stare, EisvÖgel, wilde Enten und Reiher. Gelegentlich kann man auch einen schwarzen Storch und Fischadler sehen und Schmetterlinge fliegen scharenweise durch den Park.

Diokletianpalast Diokletianpalast

Der Diokletianpalast ist eine der imposantesten noch existierenden rÖmischen Ruinen. Der Originalbau wurde im Mittelalter zwar umgebaut, diese Änderungen haben aber nur noch mehr zum Reiz dieser faszinierenden StÄtte beigetragen. 220 GebÄude befinden sich innerhalb der Palastgrenzen, sie sind jedoch alles andere als ein Museum, denn hier leben noch 3000 Menschen. Außerdem gibt es vor Ort GeschÄfte, CafÉs und Restaurants.

Der Palast, dessen Bau zehn Jahre dauerte, wurde aus strahlenden weißen Steinen errichtet, die man von der Insel Brač holte. Diokletian sparte keine Kosten, importierte Marmor aus Italien und Griechenland und SÄulen und Sphinxe aus Ägypten. Das gesamte GefÜge von Bauwerken samt der Festung, der kaiserlichen Residenz und der befestigten Stadt bedeckt 31.000 qm. Jede Mauer verfÜgt Über ein nach einem Metall benannten Tor: Im Norden ist das Goldene Tor, im SÜden das Bronzene Tor, im Osten das Silberne Tor und im Westen das Eiserne Tor.

Um den Komplex zu Fuß zu erkunden, braucht man gut und gerne ein paar Stunden, die aber sehr spannend sind. Das Innere des Palasts wurde restauriert, um das Stadtmuseum beherbergen zu kÖnnen.

Schloss Trakošćan Schloss Trakošćan

Schloss Trakošćan ist das stilvollste Schloss in Kroatien und weist fÜr das 12. und 13. Jahrhundert typische Merkmale auf, der genaue Zeitpunkt seiner Errichtung ist aber unbekannt. Es wurde von Ende des 16. bis Anfang des 20. Jahrhunderts von der adligen Familie Drašković bewohnt und ist mit OriginalmÖbeln dieser Familie eingerichtet. Als es 1860 restauriert wurde, legte man rundherum einen Landschaftsgarten an, einen Park mit exotischen Pflanzen und einem kÜnstlichen See.

Wer wissen mÖchte, wie die Draškovićs aussahen, kann einen Blick auf die zahlreichen Portraits im Schloss werfen; es gibt aber auch eine Waffensammlung, Wohnungen der Kavallerie, eine KÜche und eine Bibliothek zu bewundern. Bemerkenswert sind auch die ungewÖhnlichen Heizsysteme, die den Bediensteten ermÖglichten, Feuerholz nachzulegen, ohne die RÄume der Familie zu betreten.

Dubrovnik Dubrovnik

Dubrovnik ist besonders reizvoll wegen seiner Altstadt, der Stari Grad, mit ihren marmorgepflasterten PlÄtzen, steilen Kopfsteinpflasterstraßen, hohen HÄusern, KlÖstern, Kirchen, PalÄsten, Springbrunnen und Museen, die allesamt aus dem gleichen hellen Stein gebaut sind. Zwar wurde Dubrovnik 1991 und 1992 stark bombardiert, es ist aber bereits grÖßtenteils restauriert.

Dubrovniks Stadtmauer wurde zwischen dem 13. und dem 16. Jahrhundert errichtet und ist heute noch gut erhalten. Es dÜrfte sich bei dieser 25 m hohen Stadtmauer mit ihren 16 TÜrmen wohl um die schÖnste der Welt handeln. Der Spaziergang auf der Mauer gehÖrt mit Sicherheit zu den HÖhepunkten eines Besuchs von Dubrovnik und bietet einen unvergleichlichen Ausblick.

Die Tourismusbranche, die in den frÜhen neunziger Jahren einen kompletten Einbruch erlitt, ist heute wieder am florieren, was man besonders in den Sommermonaten sieht, wenn die Kreuzfahrtschiffe Tausende von Passagieren an den Toren der Stadt absetzen. Heute steht Dubrovnik vor einer weiteren Herausforderung: Wie man sich weiter als normale Gemeinde fÜhlen kann und nicht zu einem Themenpark an der Adria wird. Durch die jahrhundertelange Erfahrung mit dem Schutz der eigenen wirtschaftlichen und politischen Interessen hat es Dubrovnik bisweilen aber geschafft, Touristen willkommen zu heißen und gleichzeitig sein einzigartiges kulturelles und spirituelles Erbe zu erhalten.

Split Split

Die Meinung Über Split ist einstimmig: Es ist eine absolute Besonderheit Kroatiens.

Split liegt im Herzen der Provinz Dalmatien, 150 km nÖrdlich von Dubrovnik, und ist die grÖßte kroatische Stadt an der AdriakÜste. Im 4. Jahrhundert wurde es als Altersruhesitz fÜr rÖmische Kaiser wie Diokletian beliebt, dem die Christen als Fraß fÜr seine LÖwen ausgegangen waren.

Als die nahe gelegene rÖmische Kolonie Salona im 7. Jahrhundert den stÜrmenden barbarischen Horden Überlassen wurde, flohen viele ihrer Bewohner nach Split und verschanzten sich hinter den Palastmauern. Split ist heute eine Industriestadt, die jedoch wegen ihrer Altstadt, ihrer prÄchtigen AtmosphÄre und einigen hervorragenden SehenswÜrdigkeiten immer noch zu den faszinierendsten StÄdten Europas zÄhlt.

Eine der imposantesten rÖmischen Ruinen der Welt ist der Diokletianpalast. Er ist eigentlich eher eine Festung als ein Palast und barg innerhalb seiner Mauern von 215 x 180 m die kaiserliche Residenz, Tempel und ein Mausoleum. Die Eingangshalle des ursprÜnglichen Palasts kann man heute noch erkennen, ebenso den von SÄulen umgebenen Platz der Festung, den Jupiter-Tempel und die Überreste von Diokletians Mausoleum, das spÄter zu einer Kathedrale umgebaut wurde. Direkt außerhalb des Palasts stehen einige GebÄude aus dem Mittelalter, u.a. das Rathaus aus dem 15. Jahrhundert.

Das Maritime Museum innerhalb der GemÄuer einer Festung aus dem 17. Jahrhundert, das ArchÄologische Museum, deren Exponate sich teilweise im Garten außerhalb des Museums befinden und die Meštrović Galerie sind ebenfalls sehenswert.

Zagreb Zagreb

Es vereint Osten und Westen, ist sowohl nÜchtern als auch berauschend, anmutig und wild zugleich.

Zagreb ist zwar schon seit 1557 die Hauptstadt Kroatiens, kommt aber erst jetzt richtig zur Geltung durch seine faszinierende Vereinigung von Ost- und Westeuropa. Die nÜchternen Österreichisch-ungarischen Bauten der Innenstadt beherbergen neu erÖffnete Boutiquen, in denen es die aktuellste Mode aus Frankreich und Italien gibt.

Unkonventionelle CafÉs und schicke Cocktail-Bars beleben die mittelalterlichen Straßen der alten Viertel Kaptol und Gradec und die kroatische Liebe zum Essen teilt sich auf zwischen den traditionellen Restaurants, in denen es herzhafte Gerichte mit Fleisch und Kartoffeln gibt, und den neuen Lokale fÜr kosmopolitischere Gaumenfreuden hier und da.

Zagreb liegt an den sÜdlichen HÄngen des Berges Medvednica, vor allem oberhalb des Flusses Sava, und ist genauso pulsierend, wie man es von einer Hauptstadt erwartet, allerdings wird das geschÄftige Treiben durch den lang gestreckten erfrischenden Park unterbrochen, der das Stadtzentrum in zwei HÄlften teilt. Mit dem brodelnden Nachtleben und der FÜlle von FreiluftcafÉs, die sofort rappelvoll sind, wenn das Wetter im FrÜhjahr wÄrmer wird, gibt es keinen Mangel an Zerstreuung. Zudem gibt es fÜr den Kulturinteressierten noch eine Reihe von Museen und Galerien zu erkunden und regelmÄßig stattfindende Konzerte.

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