Abenteuerurlaubern bietet die Vielzahl großartiger Nationalparks und Schutzgebiete hervorragende Gelegenheiten zu allen denkbaren AktivitÄten - von Mountainbike-Exkursionen bis zu mehrtÄgigen Dchungel-Treks zu Wildwassern, die zu den spektakulÄrsten Mittelamerikas gehÖren.
Parque Nacional Santa RosaSanta Rosa ist ein wildes Gebiet mit unberÜhrten StrÄnden, tropischen TrockenwÄldern, und Savannen mit DornenbÜschen und Jaraguagras, das sich im Wind wiegt. Die Tierwelt auf der Península Santa Elena ist vielfÄltig und vermehrungsfreudig, besonders wÄhrend der Trockenzeit. Die regnerischen Monate von September bis Oktober eignen sich am besten zur SchildkrÖtenbeobachtung. Hier gibt es arribadas (MassenankÜnfte der weiblichen SchildkrÖten an ihren NiststrÄnden) von bis zu 8.000 Oliven BastardschildkrÖten.
Dieser Nationalpark wurde bereits 1971 gegrÜndet und ist damit einer der Ältesten Costa Ricas – und mit einer FlÄche von 38.674 ha auch einer der grÖßten. Santa Rosa ist eine der am besten ausgebauten, wenn auch immer noch einfachen CampingmÖglichkeiten der Nationalparks.
Mit bis zu 3 m hohen Wellen ist die Playa Naranjo weltbekannt fÜr ihre fantastischen SurfmÖglichkeiten, besonders in der NÄhe des Witches Rock (nichts fÜr AnfÄnger!). Dies ist zwar ein Strandabschnitt, doch in der NÄhe der FlussmÜndung wirds steinig. Besondere Vorsicht ist im MÜndungsbereich auch deshalb geboten, weil hier Krokodile wÄhrend des Gezeitenwechsels ihren Futterplatz haben. Die SurfmÖglichkeiten des Playa Portero Grande bei Ollie's Point sind ebenfalls legendÄr.
Busse zwischen Liberia und der nicaraguanischen Grenze von PeÑas Blancas stoppen am Zugang; Ranger kÖnnen dabei behilflich sein, den Bus fÜr die RÜckfahrt zu erwischen. Alternativ dazu lÄsst sich auch ein privater Transport von einem Hotel in Liberia aus arrangieren.
Parque Nacional ChirripóMit 3820 m ist Cerro Chirripó der hÖchste Gipfel Costa Ricas und das HerzstÜck eines grandiosen Nationalparks in der zerklÜfteten Cordillera de Talamanca. Üppiger Nebelwald, hochgelegene alpine Seen und karge Páramos prÄgen die Landschaft. Ein gut markierter Wanderpfad fÜhrt auf die Spitze, wo Wanderer in einer BerghÜtte Übernachten kÖnnen. Dies ist ein Zweitages-Klettertour.
Achtung, es kÖnnte etwas schlammig werden. Der steile 16 km lange Aufstieg windet sich durch eine abwechslungsreiche Umgebung mit Üppiger Vegetation. Zu den Wildtieren hier gehÖren auch die Harpyie, ein Waldadler, und der prÄchtige Quetzal. FÜr diese Tour sollte man frÜh aufbrechen und sechs bis acht Stunden fÜr den Aufstieg zur HÜtte einplanen. Der Weg ist mÜhsam, reichlich Wasser und Proviant gehÖren also ins GepÄck. Von hier aus wird das Terrain flacher und nach zwei Stunden erreicht man den Gipfel.
Die WÄlder des Hochlands werden von VÖgeln wie dem FeuerwaldsÄnger und dem Panamaschopfohr bevÖlkert, um nur zwei zu erwÄhnen. Kleine braune FrÖsche und gelbgrÜne Raupen mit einem dichten Pelz stachliger HÄrchen kreuzen den Pfad, Braunkopfklammeraffen und Baird-Tapire spÄhen durch die dichte Vegetation (auch wenn man sie kaum je zu Gesicht bekommt). Schließlich fÜhrt der Pfad aus dem Regenwald hinaus auf den kahlen und windgepeitschten Páramo.
SÄmtliche ParkgebÜhren sind an den Ranger zu entrichten.
Parque Nacional Los QuetzalesDie ehemalige Reserva Los Santos wurde 2005 offiziell zu Costa Ricas neustem Nationalpark. Der Park besteht aus Über 5000 Hektar Regen- und Nebelwald entlang den Ufern des Río Sevegre. Mit HÖhen von bis zu 3000 m ist dies das Herz der Cordillera de Talamanca – das bedeutet malerische BergflÜsse, eisige Seen und eine Kette stolzer Gipfel.
Der Sevegre entspringt weit oben auf dem Cerro de la Muerte, und mÜndet nahe der KÜstenstadt Sevegre in den Pazifik. Diese Gegend ist fÜr die BiodiversitÄt Costa Ricas von besonderer Bedeutung: trotz ihrer relativ geringen Ausdehnung leben in der Gegend der Savegre-Wasserscheide ungefÄhr 20 % der in Cost Rica registrierten Arten.
Wie schon der neue Name des Parks sagt, leben in dieser Gegend besonders viele VÖgel. Der smaragdgrÜne und der rubinrote Quetzal sind nur zwei der vielen Vogelarten, die in diesem Naturpark heimisch sind. Trogone, Kolibris, Großtinamus und Rußdrosseln sind weitere gern gesehene Bewohner. Viele Lodges in dieser Gegend haben sich auf hoffnungsvolle Vogelbeobachter eingestellt, manche garantieren zu bestimmten Jahreszeiten sogar Sichtungen. Neben dem Quetzal leben in diesem Park noch mehrere andere bedrohte Tierarten, darunter der Jaguar, der Baird-Tapir, der Schwarzbauchguan und das TotenkopfÄffchen.
SchmetterlingsfarmJa, es werden Schmetterlinge gezÜchtet in Costa Rica, und das ist ein faszinierendes Verfahren. Diese 1983 erÖffnete Schmetterlingsfarm war die erste kommerziell betriebene in Lateinamerika. Mit informativen FÜhrungen durchstreift man die tropischen GÄrten, in denen hunderte von Schmetterlingen umherflattern. Hier erfÄhrt man, wie komplex der Lebenslauf eines Schmetterlings ist und welche Wichtigkeit Schmetterlinge fÜr das Ökosystem haben.
In der freien Natur Überleben schÄtzungsweise weniger als 2 % der Raupen bis zum "Erwachsenenalter", wÄhrend ZÜchter auf der Farm stolz eine Überlebensrate von 90 % vorweisen kÖnnen. Damit ist der kontinuierliche Nachschub von Schmetterlingspuppen fÜr GÄrten, Schulen, Museen und private Sammlungen rund um die Welt gesichert. Wer die Farm von MÄrz bis August an einem Montag oder Donnerstag besucht, kann zusehen, wie tausende von Puppen fÜr den Export verpackt werden.
Am aktivsten sind die Schmetterlinge bei Sonnenschein, besonders morgens – ein frÜher Besuch lohnt sich also. Der Eintrittspreis beinhaltet auch eine zweistÜndige FÜhrung, bei der man viel Über die verschiedenen Stadien im Leben der Schmetterlinge erfÄhrt – und Über ihre Bedeutung fÜr die Natur. FÜhrungen auf englisch, deutsch, spanisch oder franzÖsisch finden drei Mal tÄglich statt, bei entsprechender Nachfrage auch Öfter.
Museo de Arte y DiseÑo ContemporáneoDieses Museum fÜr zeitgenÖssische Kunst und Design ist im historischen GebÄude der ehemaligen Fábrica Nacional de Licores aus dem Jahr 1856 untergebracht. Das MADC zeigt vor allem Arbeiten zeitgenÖssischer costaricanischer und mittelamerikanischer KÜnstler, es gibt auch viele Wechselausstellungen.
San JosÉMehr als ein Drittel aller Ticos lebt in San JosÉ, damit bietet sich hier eine gute Gelegenheit, einen tieferen Einblick in den Charakter der Nation zu erhalten. Die MÄrkte der Stadt sind farbenfroh und pulsierend, und das Nachtleben ist so kultiviert (oder so ausschweifend) wie man es sich nur wÜnschen kann.
In San JosÉ gibt es eine ganze Anzahl von Galerien und Museen, und einige Stadtviertel erstrahlen nach wie vor im Kolonialstil. Chepe, die Stadt, die die Sinne verwirrt, bietet vielleicht die beste MÖglichkeit, die KomplexitÄt des modernen Costa Rica zu erfassen.
Monteverde & Santa ElenaDiese kleine Gemeinde im Nordwesten Costa Ricas wurde 1951 von QuÄkern gegrÜndet und ist mittlerweile ein beliebtes und interessantes Ziel fÜr einheimische wie internationale Besucher. Der kleine Ort Santa Elena ist die Siedlung, die dem Naturschutzgebiet des Nebelwaldes Monteverde am nÄchsten liegt.
Die Straße, die vom Stadtzentrum ins Reservat fÜhrt, wird von Attraktionen gesÄumt; dazu zÄhlen der Schmetterlingsgarten, das Serpentarium, eine KÄserei und mehrere Kunstgalerien. So interessant diese SehenswÜrdigkeiten auch sein mÖgen – vor allem sind sie das AufwÄrmprogramm fÜrs Hauptereignis:
In der Reserva Biológica Bosque Nuboso Monteverde (Naturpark Monteverde-Nebelwald) gibt es eine ganze Anzahl von Wanderpfaden unterschiedlicher LÄnge und Schwierigkeitsgrade. (NÄheres dazu erfÄhrt man im BÜro der Monteverde Conservation League am Zugang zum Reservat). Doch warum die BeschrÄnkung auf den Erdboden? Der Sky Walk, eine Reihe von HÄngebrÜcken, die die Wipfel des Dschungels kreuz und quer Überspannen, schenken das GefÜhl, auf Wolken zu wandeln, wÄhrend die rasante Canopy Tour Teilnehmer Über eine Serie von Seilrutschen (sogenannten Flying Foxes) durch das BlÄtterdach des Dschungels zischen lÄsst. Eine beschaulichere Gelegenheit fÜr einen Blick Über die Wipfel bietet das Aerial Adventure von einer Art umgebautem Skilift aus. Die Tickets gelten fÜr den ganzen Tag, da bleibt genÜgend Zeit, alles zu erleben.
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