Die ersten Monate der Regenzeit (Mai bis Juli) sind ideal für eine Reise nach Costa Rica – einige Städte erleben dann sogar eine kleine Hochsaison. Während dieser Zeit schwellen die Flüsse an, die unbefestigten Straßen werden schlammig, das Reisen dadurch etwas schwieriger. Unter Umständen sind abgelegene Straßen in dieser Zeit für öffentliche Verkehrsmittel überhaupt nicht befahrbar, deshalb sollte man sich vor Aufbruch immer bei Einheimischen erkundigen. Auch ein Regenschirm gehört ins Gepäck – und etwas Geduld.
Surfer sollten wissen, dass die Wellen an der Pazifikküste während der Regenzeit größer und schneller werden, es herrscht höherer Seegang, besonders im September und Oktober, wenn auch die Niederschläge am heftigsten sind. Auf der karibischen Seite sind November bis Mai die Monate mit den besten Wellen.
For Naturliebhaber lohnt es sich, Ihre Reise in eine Zeit mit guten Sichtverhältnissen zu legen. Der prächtige Quetzal lässt sich am ehesten zwischen November und April blicken. Lederschildkröten haben im April und Mai Hochsaison, grüne Meeresschildkröten (Suppenschildkröten) im August und September.
Fischfang ist das ganze Jahr über möglich, wer auf eine bestimmte Art aus ist, sollte die Saison allerdings entsprechend wählen: Zwischen Januar und Mai kommen die Tarpon-Angler an die Karibikküste, der Gemeine Snook hat im Herbst Saison. An der Pazifikküste und im Golfo Dulce sind die Aussichten, einen Fächerfisch an den Haken zu bekommen, zwischen November und Mai am besten.
Costaricaner feiern mit großer Begeisterung, so wird das Neue Jahr mit zehn Tagen voller Bier, Pferdeshows und anderen karnevalistischen Veranstaltungen begangen. Wer die Fiesta de los Diablitos erleben will, hat zwei Möglichkeiten: die Reserva Indígena Boruca feiert das Fest der Teufelchen vom 31. Dezember bis zum 2 Januar, CurrÉ vom 5.-8. Februar. Männer tragen geschnitzte hölzerne Teufelsmasken und Masken aus Jute, um den Kampf zwischen der indianischen Urbevölkerung und den Spaniern nachzuspielen. In dieser Version verlieren die Spanier.
Im März findet der Día de San JosÉ zu Ehren des Stadtpatrons statt, und mit farbenfrohen Regatten und Bootsparaden feiert man in Puntarenas und Playa del Coco die Fiesta de La Virgen del Mar zu Ehren der Jungfrau des Meeres (im Juli).
Ebenfalls im Juli feiert man mit dem Día de Guanacaste den Tag der Annexion des vormals nicaraguanischen Guanacaste. In Santa Cruz findet an diesem Tag ein Rodeo statt. Virgen de Los Angeles (August) wird mit einer eindrucksvollen religiösen Prozession von San JosÉ nach Cartago begangen.
El Día de la Raza (auch Kolumbustag) findet im Oktober statt – die Stadt Puerto Limón feiert mit einem viertägigen Karneval. Wohin man auch blickt: farbenprächtige Straßenumzüge, Tanz, Musik, Gesang und Alkohol!
Zu Allerseelen, dem Día de los Muertos, besuchen Familien Friedhöfe und ehren ihre Toten mit religiösen Umzügen. Zum Jahresende gibts dann noch Las Fiestas de Zapote, die in Zapote, südöstlich von San JosÉ alles feiern, was Costa Rica ausmacht (sprich Rodeos, Cowboys, Karussellfahrten, Frittiertes und jede Menge Alkohol).
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