Nachdem private Luftfahrtgesellschaften zugelassen wurden, hat CAAC die Rolle der Muttergesellschaft anderer Fluglinien übernommen, zu denen unter anderem China Eastern, China Southern, China Northern, Great Wall und Yunnan Airlines zählen. Studenten, Lehrer und Senioren erhalten Rabatte. Bei Inlandsflügen wird landesweit eine Gebühr von 50 Yuan erhoben.
Die besten Transportmittel zur Überwindung längerer Strecken sind Überlandbusse mit Schlafabteilen, die verhältnismäßig leicht zu buchen sind. Chinas Straßen sind überwiegend in ordentlichem Zustand. Zu empfehlen sind auch die durchweg pünktlichen Züge, die über ein insgesamt 52 000 km langes Schienennetz alle Provinzen erreichen. Züge sind billig, relativ schnell und sicherer als Busse. Die einzige Gefahr ist, dass man sein Gepäck geklaut bekommt oder bei Ansicht der Toiletten in Ohnmacht fällt.
Im Zuge der verbesserten Landverbindungen scheinen die Tage der romantischen Reisen mit Schiffen und kleineren Booten gezählt, doch noch immer gibt es beliebte Linien zwischen Hongkong und Kanton und auf dem Kaiserkanal. Die touristisch populärste Schiffsfahrt führt in drei Tagen von Chongqing durch die Yangzi-Schluchten nach Wuhan.
Das gängigste Verkehrsmittel der Städte sind die Busse. Sie sind preiswert und ständig überfüllt. Nur in den Großstädten kann man sich darauf verlassen, ein Taxi zu finden. Die meisten haben ein Taxameter, doch man muss darauf achten, dass es eingeschaltet wird. Vor Bahnhöfen und in der Nähe der Sehenswürdigkeiten warten Taxis, dreirädrige Motorrikschas und Fahrradrikschas, die für exotische Eindrücke sorgen, sobald man sich an die waghalsige Fahrweise gewöhnt hat. Wer sich in die Verhältnisse des Straßenverkehrs der Städte eingelebt hat, wird das gemietete Fahrrad als angenehmstes Verkehrsmittel empfinden - einfach einreihen und sich im Strom treiben lassen.
China besitzt 115 Grenzübergänge, doch die meisten Besucher reisen über Hongkong oder Shanghai ein. Die nationale Luftfahrtgesellschaft CAAC (Civil Aviation Administration of China) nennt sich auf internationalen Strecken Air China. Im Rahmen eines Jointventure mit der Hongkonger Cathay Pacific Fluglinie betreibt das Unternehmen auch Dragonair (Buchungen weltweit in den Büros von Cathay Pacific). Die Ausreisesteuer beträgt Y90, die ausschließlich in der Landeswährung Yuang akzeptiert wird. Hauen Sie deshalb Ihre letzten Yuang nicht vor dem Abflug auf den Kopf, sonst heißt es am Flughafen in der Wechselstube anstehen!
Auch die Anreise auf dem Landweg ist machbar. Einreisemöglichkeiten bestehen unter anderem aus Vietnam, aus Nepal via Tibet und aus Pakistan oder Kasachstan nach Xinjiang. Eine nach wie vor interessante Variante ist die Fahrt mit der Transsibirischen Eisenbahn. Es lohnt sich nicht, über die Einreise mit einem eigenen Fahrzeug nachzudenken, denn Ausländer erhalten nur selten die Bewilligung, in China Auto zu fahren.
Verhältnismäßig wenig genutzte Einreisemöglichkeiten sind die Verbindungen Zhuhai-Macao, Kashgar-Islamabad (Karakorum-Highway nach Pakistan), Urumqi-Almaty (Kasachstan), Kashgar-Bishkek (Kirgisien), Beijing-Pyöngyang (Nordkorea) und Pinxiang/Hekou-Dong Dang/Lao Cai (Vietnam). Häufig genutzte Einreisehäfen sind Shanghai, Xiamen (gegenüber Taiwan), Tanggu (bei Tianjin), Macao und natürlich Hongkong.
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