Chile ist ein Paradies fÜr Naturfreunde und Outdoorsportler. MÖchten Sie lieber auf dem PferderÜcken die WÜste erkunden, in verborgenen Buchten auf Wellen reiten, auf dem Bike Vulkane hinunterdÜsen, auf FlÜssen raften und Fjorden Kanu fahren oder durch die Anden trekken? Alles ist mÖglich, hier haben Sie die Qual der Wahl...
MoaiDer Hauptgrund fÜr eine Reise auf die Osterinsel sind zweifellos die Maois die faszinierenden, mysteriÖsen Skulpturen, die aus der zu Stein verhÄrteten Vulkanasche gemeißelt wurden. Sie sind Über die ganze Insel verteilt. Das Geheimnis, wie sie Über die Insel transportiert wurden und warum sie Überhaupt geschaffen wurden (etwa um 1000 n. Chr.), ist bis heute ungelÖst. Was auch immer auf Ihrer Liste von Must-Sees ganz oben steht, ein Besuch auf der Osterinsel ist Äußerst empfehlenswert!
Isla NegraNoch eigenwilliger als La Chascona in Santiago, sitzt Pablo Nerudas Lieblingshaus auf einem felsigen Kap zwischen Valparaíso und Cartagena. Das Haus wurde in ein Museum verwandelt und beherbergt Nerudas Sammlung von Flaschenschiffen, nautischen Instrumenten und anderen ErinnerungsstÜcken. Auch sein Grab befindet sich an diesem Ort. Und Isla Negra ist Übrigens trotz des Namens keine Insel. FÜr die halbstÜndigen Besichtigungstouren sind Reservierungen notwendig.
Cementerio GeneralDiese kleine Stadt aus GrabmÄlern ist eine der interessantesten und am wenigsten bekannten SehenswÜrdigkeiten Santiagos. Schon allein die GrabmÄler - einige Übervoll an Dekorationen, manche palastÄhnlich, andere einfach sublim - oder auch lÄcherlich - sind eine Geschichtslektion. Die letzten RuhestÄtten politischer PersÖnlichkeiten wie Salvador Allende, dem Diplomaten Orlando Letelier und JosÉ Manuel Balmaceda wecken Erinnerungen an die politischen Unruhen seit dem 19. Jahrhundert bis in die jÜngste Vergangenheit.
Das 1994 erÖffnete Memorial del Detenido Desaparecido y del Ejecutado Político ist ein Denkmal fÜr die "verschollenen" Opfer der Pinochet-Diktatur. Es gibt englische FÜhrungen, die wirklich lohnenswert sind, man sollte sich aber einen Tag im Voraus anmelden.
Geysirfeld El TatioDas Geysirfeld von El Tatio liegt inmitten eines Kreises von Vulkanen und besteht aus Über 80 gurgelnden Geysiren und etwa hundert Dampfkaminen. Im Gegenteil zur allgemeinen Annahme ist es aber nicht das grÖßte Geysirfeld der Welt, sondern "nur" das drittgrÖßte. Den beeindruckendsten Anblick bieten die Geysire um 6 Uhr frÜh, reiben Sie sich also gut den Sand aus den Augen, um den fantastischen Anblick ganz zu genießen.
Man sollte gut aufpassen, wohin man tritt. Es ist vorgekommen, dass Besucher durch die dÜnne Kruste in die unterirdischen Becken voller glÜhend heißen Wassers gefallen sind und ernsthafte Verbrennungen erlitten haben. Es ist ratsam, mehrere Schichten von Kleidung anzuziehen, denn vor Sonnenaufgang ist es eiskalt, aber auf dem RÜckweg im Kleinbus herrscht Backofenhitze.
Iglesia San MarcosDie im neogotischen Stil erbaute Iglesia San Marcos wurde von dem berÜhmten Pariser Ingenieur Alexandre Gustave Eiffel vor dem Bau des Eiffelturms entworfen. Sie wurde in den 1870er Jahren in Eiffels Pariser WerkstÄtten vorgefertigt (auf Bestellung des peruanischen PrÄsidenten) und in Schiffen um die halbe Welt transportiert, um schließlich hier aufgebaut zu werden.
Noch denkwÜrdiger als ihre Entstehungsgeschichte ist die Konstruktion selbst: Die gesamte Kirche besteht aus gestanztem Gusseisen, das farbig angemalt ist. Und das schließt absolut alle Bestandteile der Kirche ein, von den ungewÖhnlich dÜnnen WÄnden bis zu den Pfeilern, Deckenbalken und SpitzbÖgen. Die einzige Ausnahme ist die hÖlzerne TÜr. Das GebÄude wirkt ein bisschen industriell fÜr ein Gotteshaus, aber vom technischen Standpunkt aus ist es wirklich einzigartig.
ChiloÉDie Isla Grande de ChiloÉ, eine reichlich bewÄsserte, dicht bewaldete, hÜgelige Insel mit gemÄßigtem Meeresklima ist nur 180 km lang und 50 km breit. Die SchindelhÄuser der Ortschaften stehen auf PfÄhlen und das Wetter ist berÜhmt und berÜchtigt fÜr reichlich Regen und Nebel. Wenn sich die Schwaden jedoch lichten, erscheint jenseits des Golfs das majestÄtische Panorama der schneebedeckten Vulkangipfel der Anden. Ancud und Castro sind die einzigen nennenswerten Ortschaften, aber in den kleinen DÖrfern rund Über die Insel befinden sich rund 150 malerische Holzkirchen. Der Nationalpark ChiloÉ beschÜtzt ausgedehnte BestÄnde einheimischer Koniferen und immergrÜner WÄlder und eine lange, jungfrÄuliche KÜstenlinie. Auch der seltene Pudú lebt hier.
SantiagoSantiago, die kleine Stadt, die immer grÖßer und grÖßer wurde, wird von schneebedeckten Vulkanen eingerahmt.
Santiago de Chile ist eine moderne Metropole, die eine glÄnzende Fassade und eine der dynamischsten Marktwirtschaften SÜdamerikas vorweisen kann. Auf der anderen Seite fÜllen sich die Stadtbusse mit StraßenverkÄufern, die von Nadeln bis zu Eiscreme alles nur Erdenkliche verhÖkern, um sich ein mÜhseliges Auskommen zu verschaffen, und mit HausmÄdchen, die stundenweit pendeln, um Hausflure zu schrubben und Deckchen in exklusiven Vororten auszuwechseln.
Santiago ist in erster Linie eine GeschÄftsstadt, aber Stadt und Umgebung haben auch Besuchern viel zu bieten. Skigebiete von Weltrang, WildwasserflÜsse fÜr Rafter, berÜhmte StrÄnde und die malerische Hafenstadt Valparaíso sind in weniger als einer Stunde vom Stadtzentrum erreichbar.
ValparaísoHinreißende Kontraste - nicht fÜr jedermann
"Valpo" ist zweifellos die sehenswerteste Stadt Chiles und eine der ungewÖhnlichsten in ganz Lateinamerika. Lange Zeit war die Stadt eines der best gehÜteten Geheimnisse des Kontinents. Aber das Ändert sich jetzt, seit die Stadt von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt wurde.
Vom flachen Stadtzentrum aus Ächzen ascensores (AufzÜge und Seilbahnen) in geradezu unwahrscheinlichen Winkeln die HÜgel hinauf in eine ganz andere Welt. Die chaotischen cerros (HÜgel) mit ihren steilen, labyrinthartigen Straßen, zerbrÖckelnden Villen und kaleidoskopischen DÄchern rufen an jeder Straßenecke die Begeisterung der Amateurfotografen hervor.
Es sind nicht nur die fantastischen Ausblicke auf das belebte GeschÄfts- und Hafenzentrum unten, sondern vor allem die einzigartige, verblasste MajestÄt der Stadt und ihr spontaner, bohemischer Charme. Hier, mehr denn an jedem anderen Ort in Chile, herrscht ein GefÜhl von Nonchalance, davon, dass nichts unmÖglich ist - wohl ein Erbe der KÜnstler, die hier lebten (Pablo Neruda besaß hier ein Haus) und der stÄndig wechselnden HafenbevÖlkerung.
Aber Valparaíso gefÄllt nicht jedem. Manche Besucher schÜtteln sich beim Anblick der verrÜckten StromdrÄhte Über den Straßen und finden, dass die Stadt heruntergekommen und schmutzig ist. Andere fÜhlen sich von Valpos Armut betroffen. Einige der Ärmsten Elendsviertel des Landes ziehen sich Über die HÜgel hin und KleinkriminalitÄt ist in manchen Gegenden ein Problem. Und manche kriegen die Stadt einfach nicht richtig ins GefÜhl. Denn eigentlich ist in Valpo nicht viel zu "tun", außer durch die Straßen zu schlendern und ein oder zwei Museen zu besuchen. Aber die meisten Besucher behalten Valpo - die Stadt, die auch " La Perla del Pacífico" (Perle des Pazifiks) genannt wird - aus den richtigen GrÜnden in Erinnerung: wegen ihrer Bonhomie, hedonistisch langer NÄchte, der wunderbar herzlichen Familien-Hospedajes (Pensionen) und ihrer unvergesslichen HÜgel.
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