Die Kanarischen Inseln sind etwas kleiner als die französische Mittelmeerinsel Korsika. Sie bestehen aus sieben Hauptinseln und sechs Nebeninseln - die Spitzen von einem riesigen Vulkangebirge, das unterhalb des Atlantischen Ozeans liegt. Der nächste Nachbar ist das 95 km östlich von Fuerteventura gelegene Marokko. Auf den Inseln findet man auf kleinem Raum eine große Vielfalt an Landschaften wie ungewöhnliche Vulkanplateaus, Nebelwälder, Kliffs, die den Sturmböen vom Atlantik her standhalten müssen und grüne Felder mit Wein und Oliven. Und das ganz abgesehen von endlosen Apartmentblöcken, internationalen Hotels und Stränden, an denen sich die Touristen dicht gedrängt räkeln, die heutzutage so zum Bild der Kanaren zählen wie alle Naturwunder.
Die Vulkane, die das Rückgrat der Inseln bilden, entstanden ungefähr in der gleichen Zeit, als das Atlasgebirge in Nordafrika geformt wurde - vor Millionen von Jahren. Der höchste Vulkan El Teide ist mit 3718 m Spaniens größter Berg und nach zwei Vulkanen auf Hawaii der dritthöchste Vulkan der Welt. Durch die vulkanische Aktivität ist der Boden hier sehr fruchtbar. Es gibt jedoch keine Flüsse und die Inseln werden in regelmäßigen Abständen von Dürreperioden heimgesucht. Ein Großteil des Trinkwassers kommt direkt von Entsalzungsanlagen.
Theoretisch gehören die Kanarischen Inseln zu einem der am besten geschützten Gebiete in Europa, da 42 % der Landmasse als Parkanlage klassifiziert sind. Die vier Nationalparks sind Parque Nacional de las CaÑadas del Teide mit dem Vulkan El Teide als Mittelpunkt; Parque Nacional de Garajonay mit einem wunderschönen, uralten Regenwald; Parque Nacional de Timanfaya mit aktiven Vulkanen und Parque Nacional de la Caldera de Taburiente mit einem riesigen erodierten Felsenkessel.
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