Auf den Kanarischen Inseln hat man fast eine Garantie fÜr das perfekte Wetter, egal, welche AktivitÄt fÜr den Tag geplant ist. Die meisten Wanderer und Abenteuerlustigen zieht es auf die kleineren Inseln. Doch alle sieben Inseln haben ihren ganz eigenen Charme: ausgezeichnete Wander- und Radwege, Angebote fÜr Wassersport in HÜlle und FÜlle - und sogar Vulkanschauen.
Las Palmas de Gran CanariaLas Palmas ist neben Santa Cruz de Tenerife der einzige Ort der Kanarischen Inseln, in dem man ein uneingeschrÄnktes Großstadt-Feeling bekommt. WÄhrend man hier Überall das sonnenverwÖhnte Feeling findet, das man am Mittelmeer oder in Nordafrika erwartet, machen der starke Verkehr, die ÜberfÜllten Einkaufsstraßen, lebhaften Bars und der Hafen Las Palmas zu einer energiegeladenen Stadt, der siebtgrÖßten Spaniens.
Das kleine historische Zentrum bietet viel Interessantes und macht gerade eine Umgestaltung in eine verkehrsberuhigte Unterhaltungsmeile durch. Zusammen mit Playa de las Canteras kÖnnte es den durchschnittlichen Urlauber fÜr Tage bei Laune halten. Das Feeling ist spanisch mit einer schweren internationalen Note. Hier findet man eine lebhafte Mischung aus chinesischen, afrikanischen, indischen und spanischen Einwohnern sowie einen bunten Mix aus Touristen, Besatzungen von Containerschiffen und auch allen zwielichtigen Gestalten, die es in jeder Hafenstadt gibt.
Wer auf die Kanaren gekommen ist, um ein wenig Spanien zu erleben (abseits der heimischen KÜche und der Time-Sharing-Szene ) und den Großstadttrubel, Museen und ein Kulturleben ohne Karaoke mag, der wird hier garantiert nicht enttÄuscht werden.
Casa-Museo de ColónDieses wunderschÖne Beispiel kanarischer Architektur wurde um zwei Terrassen gebaut, auf die man von feinen hÖlzernen Balkons vom oberen Stock aus einen schÖnen Blick hat. Die Fassade des GebÄudes ist fÜr sich schon ein Kunstwerk mit auffÄlligen plateresque (silberschmiedenen) Elementen, die sich mit typischen Originalen der Insel mischen wie den braun gebeizten Balkonen.
Obwohl es das Kolumbushaus genannt wird (er Übernachtete hier mÖglicherweise einmal, als er dem Gouverneur seine Aufwartung machte), sieht man hier vor allem die Residenz von frÜhen Gouverneuren von Las Palmas. Innen befindet sich eine bunte Mischung aus alten Seekarten und Artefakten aus der Zeit vor Kolumbus sowie einige Modellschiffe.
Parque Nacional de GarajonayDieser 4000 ha große Park nimmt 10 % der FlÄche von La Gomera ein und bildet einen Knoten im Zentrum der Insel sowie Lebensraum fÜr einen der Ältesten WÄlder der Erde. Hier gibt es Über 400 Pflanzenarten, z.B. auch den berÜhmten Lorbeerbaum. Die meisten Wege, die durch den Park fÜhren, wurden einst von den Gomeros genutzt. Die meisten Wanderrouten sind relativ leicht und man muss keine zu großen Anstrengungen auf sich nehmen, um einen guten Ausblick auf die Landschaft zu erhalten.
Viele unabhÄngige Reisende setzen sich den Alto de Garajonay (1487 m), den hÖchsten Gipfel der Insel, zum Ziel. Von hier kann man bei guter Sicht die Inseln Teneriffa, La Palma, El Hierro und manchmal sogar Gran Canaria sehen. Ein weiteres beliebtes Ausflugsziel ist La Laguna Grande. Sie ist einfach von der Autobahn zu erreichen und ideal fÜr Picknicks. "Laguna" bezieht sich auf ein rundes verlassenes StÜck Land, das immer ein wenig mystisch war. Heute ist es ein beliebter Ort zur Erholung. Die Inselbewohner sagen, dies sei ein magischer Ort, an dem sich einst Hexen getroffen haben.
Das Besucherzentrum Juego de Bolas auf La Palmita-Agulo Hwy befindet sich eigentlich außerhalb des Parks und ist nur schwer erreichbar, es sei denn, man kommt von nÖrdlicher Richtung. Trotz allem lohnt sich die Anfahrt, denn hier erwarten die Besucher Unmengen an Informationen zu dem Park, inklusive ReisefÜhrer, und auch zur Insel allgemein.
Museo Internacional de Arte ContemporáneoDiese Galerie wurde 1994 von der Fundación CÉsar Manrique zu einem attraktiven Haus fÜr moderne Kunst umgebaut, das nun die wichtigste Sammlung moderner Kunst der Kanaren (auch wenn das nicht zu beeindruckend erscheinen mag) beherbergt. Neben Werken von Manrique werden hier auch Miró, Millares, Mompó, Oscar Domínguez, Gerardo Rueda, Sempere und Cárdena ausgestellt. Sowohl die Galerie als auch das Restaurant belohnen Besucher fÜr den Spaziergang oder die Taxifahrt aus der Stadt.
Das MIAC befindet sich innerhalb der Mauern von Castillo de San JosÉ, das im 18. Jahrhundert ursprÜnglich zum Schutz vor Piraten errichtet wurde. Zu Zeiten der Hungersnot auf der Insel bot es spÄter Arbeitslosen ein BeschÄftigungsprogramm im Öffentlichen Sektor.
Playa de las CanterasDieser 3 km lange und recht schmale Strand lockt mit seinem goldenen Sand Menschen aus aller Welt an. Und bei so vielen Sonnentagen sollte man sich nicht darauf verlassen, eine Oase der Entspannung vorzufinden. Dem Strand verdankt das Stadtviertel Santa Catalina die Ehre, der Anziehungspunkt schlechthin fÜr Touristen zu sein. Auf der ansprechenden paseo marítimo (Strandpromenade) - Paseo Canteras - kann man auf der gesamten Strecke spazieren, Rad fahren, joggen oder rollerbladen, ganz unbehelligt vom Verkehr.
Gran CanariaSonne, Meer, Sand, Berge und grÜne Lunge: Gran Canaria ist ein Mini-Kontinent.
Hier findet jeder etwas nach seinem Geschmack. Partyfreunde kÖnnen sich im Großstadtdschungel von der Hauptstadt Las Palmas austoben oder sich in den Resorts an Sonne und Sangria erfreuen. Naturliebhaber hingegen kÖnnen die "Himalaya"-Gipfel des Inselzentrums genießen oder sich an den schneeweißen StrÄnden eins mit der Natur fÜhlen.
Die Catedral de Santa Ana ist das wichtigste Gotteshaus von Las Palmas. Seine Fertigstellung dauerte 350 Jahre. Das nahe gelegene Museo Diocesano zeigt auf zwei Etagen um die Patio de los Naranjos eine Standardsammlung von religiÖser Kunst und religiÖsen SammlerstÜcken wie alte Manuskripte und Holzskulpturen.
Das Casa-Museo de Colón ist ein wunderbares Beispiel kanarischer Architektur. Fein gearbeitete Holzbalkons bieten Ausblick auf zwei Terrassen. Obwohl es das Kolumbushaus genannt wird, ist es nicht ganz sicher, ob er sich hier tatsÄchlich aufgehalten hat. Der Großteil der Ausstellung bezieht sich auf frÜhe Gouverneure. Innen befindet sich eine ungewÖhnliche Sammlung von Seekarten und Artefakten aus der Zeit vor Kolumbus, die aus Lateinamerika stammen.
Das Museo Canario ist das Hauptmuseum der Stadt und widmet sich vor allem der chronischen Darstellung von Gran Canarias Geschichte vor der Eroberung. Es wirbt mit der weltweit grÖßten Sammlung von Cro-Magnon-SchÄdeln und hat eine Ausstellung zu GegenstÄnden der Guanches sowie eine Keramiksammlung. Das Centro Atlantico de Arte Moderno ist das wichtigste Museum der Stadt zur modernen Kunst.
Betancuria1405 stand Jean de BÉthencourt mit seinem Namen - der sich zu Betancuria entwickelte - Pate fÜr eine kleine Siedlung, die aus seinem Haus und einer Kapelle bestand. Durch die NÄhe der Insel zur KÜste Nordafrikas schafften es Piraten immer wieder, die natÜrlichen Verteidigungslinien zu Überrumpeln und die Stadt zu plÜndern. Heute leben hier nur noch 600 Menschen.
Zwei Kilometer nÖrdlich der Stadt befindet sich Mirador Morro Velosa, von wo aus man eine atemberaubende Aussicht auf die seltsame, Öde Landschaft der Insel hat. SÜdlich der Stadt befindet sich Vega del Río de Palmas, ein ausgetrocknetes Flussbett, das jedoch noch genug Feuchtigkeit fÜr einige Palmen bieten kann.
Hier sieht man Ruinen des ersten Klosters der Insel, das von den Franziskanern errichtet wurde. Die Iglesia de Santa María aus dem 17. Jahrhundert thront Über dem Zentrum der Siedlung. Piraten zerstÖrten 1593 den originalen gotischen Bau. Ganz in der NÄhe der Kirche befindet sich das Museo de Arte Sacro, in dem religiÖse Kunst, Gold- und Silberartikel ausgestellt sind. Im Casa Museo de Betancuria gibt es eine mehr oder weniger interessante Sammlung von Artefakten der Guanches.
Parque Nacional de GarajonayDie beeindruckende Attraktion der Insel La Gomera ist der uralte laurisilva (Lorbeerwald) im Zentrum des Parque National de Garajonay. Frische Atlantikwinde stoßen mit wÄrmeren Brisen zusammen, wodurch ein stÄndiger Nebel durch den Wald zieht, der durch das dichte BlÄtterwerk recht dunkel wirkt.
WÄlder wie diesen gab es vor der letzten Eiszeit fast Überall in der Mittelmeerregion. Die meisten Besucher steuern auf den hÖchsten Gipfel der Insel zu, den Alto de Garajonay, von wo aus man mit einer herrlichen Aussicht belohnt wird. Ein weiteres schÖnes Erlebnis ist La Laguna Grande in der NÄhe der Autobahn.
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