Die ersten Anfänge der Mayazivilisation finden sich mit der Entstehung von Bauerndörfern 2000 bis 1000 v.Chr. wo heute Guatemala, Belize, die mexikanische Halbinsel Yucatán und der Norden Honduras ist. Cuello in der Nähe von Orange Walk in Nordbelize war eine der ersten Siedlungen und lässt sich auf ungefähr 2400 v. Chr. zurückdatieren. Lamanai, neben dem New River, gewann um 200 bis 100 v.Chr. an Bedeutung, als es zu einem wichtigen Zentrum für Zeremonien wurde. Es blieb bis wenigstens 700 n.Chr. eine bedeutende Stadt.
Die klassische Periode der fortschrittlicheren Maya-Zivilisation erreichte zwischen dem 6. und 9. Jahrhundert ihren Höhepunkt. Im Jahr 562 eroberte die größte der belizischen Mayastädte Caracol die rund 80km weiter nordwestlich gelegene Stadt Tikal. Die folgenden Jahrzehnte waren von einem Anstieg der Bauaktivitäten und Bevölkerung geprägt. Obwohl es 680n.Chr. nach einer Niederlage bei Naranjo (Guatemala) an Bedeutung verlor, blieb die Stadt in der Region einflussreich.
Zwischen dem 9. und 10. Jahrhundert kollabierte die klassische Mayazivilisation auf misteriöse Weise und viele Siedlungen wurden verlassen. Die Forschung lässt vermuten, dass eine Reihe von Dürreperioden der Hauptgrund für diese Katastrophe waren. Archäologen haben entdeckt, dass die Rituale in vielen Höhlen ungefähr nach 750 n.Chr. zugenommen haben. Vermutlich als Bittgesuche um eine Wende der wie auch immer gearteten Krise, die die Mayazivilisation übermannte. Das Landesinnere entwickelte sich zu einem primitiveren kulturellen Niveau, mit wesentlich weniger Bevölkerung in den großen Städten, zurück. Im 15. Jahrhundert waren Yucatán und der Norden Belizes unter einer Reihe kleiner, oft streitsüchtiger Stadtstaaten aufgeteilt.
Die ersten spanischen Schiffe könnten 1508 die belizische Küste besucht haben und eventuell schon Krankheiten wie Pocken, Gelbfieber und Masern mit sich gebracht haben, die eine Dezimierung der Mayabevölkerung verursachten. 1544 eroberte eine grausame spanische Expedition aus dem Südosten Mexikos Mayasiedlungen bis Tipu im Süden. Die Spanier bauten christliche Missionen, aber die Maya rebellierten regelmäßig. Eine große Rebellion 1638 vertrieb die Spanier fast aus ganz Belize und Angriffe auf Bacalar durch karibische Piraten 1642 udn 1648 beendeten die spanischen Versuche, das Land zu kontrollieren, endgültig.
Britische Piraten schlugen mit dem Bauholz, das sie von spanischen Schiffen erbeutet hatten, das nächste Kapitel in der Geschichte Belize auf. Sie entdeckten, dass die Abholzung des Holzes, das von der europäischen Wollindustrie benötigt wurde, so profitabel war wie das Stehlen. Als Konsequenz begannen viele Piraten im Holzhandel zu arbeiten. Die meisten Baymen, der Name unter dem sie bekannt wurden, ließen sich auf St Georg's Caye nieder.
Spanien führte im 18. Jahrhundert einige Angriffe auf die Baymen aus. Die bekannteste erfolglose Attacke, die Schlacht von St Georg's Caye, ereignete sich 1798. Um diese Zeit wurden afrikanische Sklaven nach Belize gebracht, um Mahagonie zu fällen und erreichten schnell einen Anteil von mehr als 50% an der Bevölkerung. 1862 macht Gropbritannien Belize unter dem Namen British Honduras zu seiner Kolonie.
Der Anfang des 20. Jahrhunderts war für Belize schwierig und die schlechte britische Verwaltung feuerte Forderungen nach Unabhängigkeit an. Nach dem Zweiten Weltkrieg war das Land wirtschaftlich geschwächt,und der Wunsch nach Unabhängigkeit erfüllte sich im Jahre 1964 teilweise, als man einer eigenständigen Regierung zustimmte. Demokratische politische Parteien und Institutionen wurden gegründet. Die neue Regierung entschied sich 1970 für den Bau einer neuen Hauptstadt in Belmopan, nachdem der Hurrikan Hattie 1961 Belize City fast vollständig zerstört hatte.
Seine endgültige Unabhängigkeit erlangte das Land, als Britisch-Honduras im September 1981 offiziell zu Belize erklärt wurde. Guatemala, das gegenüber Belize territoriale Forderungen stellte, drochte 1972 mit Krieg. Es wurden jedoch britische Truppen in Belize stationiert, um sicherzustellen, dass der Konflikt diplomatischer Natur blieb. Während der unberechenbaren 80er Jahre bliebe Belize hauptsächlich dank starker Zuflüsse amerikanischer Hilfe stabil und pro-amerikanisch. 1992 erkannte die neue Regierung Guatemalas schließlich Belizes territoriale Unabhängigkeit an. Die britische Garnison wurde 1994 abgezogen. Belize selbst verfügt lediglich über eine kleine Armee von 550 Soldaten. Interessant ist, dass Guatemala 1994 (vielleicht auf der Suche nach einer Ablenkung der natinalen Probleme) seine Ansprüche auf Belize mit der Aussage erneuerte, dass es Belize niemals als unabhängigen Staat anerkannt hätte und forderte die Hälfte von Südbelize. Die Spannung ließ 2001 etwas nach, als die beiden Länder eine vorläufige Vereinbarung über das umstrittene Land und Fischereirechte in der Karibik unterzeichneten. Die Spannung stieg jedoch wieder als Belize drohte zwei guatemalische Siedlungen auszuschließen, die sich angeblich auf der falschen Seite der Grenze befanden.
Seit dem Sturz von General Noriega in Panama hat sich Belize zu einem Hauptumschlagplatz für südafrikanisches Kokain mit Ziel USA entwickelt. Der illegale Anbau und Schmuggel von Marihuana ist ebenfalls weit verbreitet.
In den letzten 20 Jahren haben Belizier um die Reintergration der indigenen Kultur gekämpft. Viele mussten das Land verlassen, um ihr Glück zu suchen und Geld zur Unterstützung der Familie nach Hause zu schicken.
Premieminister Said Musa, der seit 1998 im Amt ist, hat die Transformation der belizischen Wirtschaft beaufsichtigt. Dienstleistungsbranchen, besonders Tourismus, überwiegen dort, wo einst Landwirtschaft, Holzanbau und Fischerei dominierend waren Enge Bindungen an andere zentralamerikanische Länder bedeuten, dass Belize allmählich hispanisiert wird.
Das Land ist anfällig für Hurrikan-Schäden am Ende des Sommers. Die Hurrikane Keith udn Iris haben dies besonders in den Jahren 2000 und 2001 gezeigt.
Jüngst hat sich eine diplomatische Rauferei mit den USA über die Bush-Administration entwickelt, da diese Belize zu einem "Level 3" Land bezüglich des Menschehandels eingestuft hat. Die belizische Regierung entgegnete, dass die USA unzufrieden mit den Verbindungen (und sich entwickelnden wirtschaftlichen Projekten) der kleinen Nation mit Regime unter Huga Chavez in Venezuela sind.
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